Kunst

panoramica, Buenos Aires (Bild: ever/siempre / Flickr)

Vorlagen für die Wandbilder

Als Vorlage für Wandbilder eignen sich im Prinzip alle Motive, deren Umrisse und Linien sich relativ leicht erfassen lassen. Je komplexer und feinteiliger ein Motiv ist, desto schwieriger ist es, daraus eine Vorlage zu erstellen. Anfänger sollten sich zunächst auf einfache, zweidimensionale Vorlagen beschränken. Dies können beispielsweise stilisierte Blumenmotive, Bäume, abstrakte Motive, Schriftzüge, Comicmotive und vieles mehr sein. Im Internet findet man viele Vorlagen für schöne Wandbilder. Für das Kinderzimmer stellen Malbücher oft eine wahre Fundgrube für Vorlagen dar. Für die Küche sind Motive mit Früchten oder auch abstrakte Ornamente besonders beliebt. Das Wandbild wird am besten bereits beim Planen und Einrichten der Küche bedacht.Alternativ können zweidimensionale Vorlagen mit einer Bildbearbeitungssoftware wie beispielsweise Potoshop, Gimp oder Paintnet ganz einfach selbst erstellt werden. Dazu öffnet man ein Foto mit der Software und bearbeitet dieses mit speziellen Filtern, die das Bild in eine einfache, zweidimensionale Vorlage verwandeln. Je nach verwendeter Software heißen diese Filter beispielsweise "Stempel", "Scherenschnitt", "Umrisse finden", "Comic" oder auch anders. Am besten experimentiert man mit den verschiedenen Filtern ein wenig, um den besten Filter zum Erstellen einer Vorlage zu finden.

So werden die Vorlagen auf die Wand übertragen

Das Schwierigste beim Gestalten eigener Wandbilder ist das Übertragen der Vorlage auf die Wand. Am einfachsten geht dies natürlich mit einem Beamer, die man sich zu diesem Zweck vielleicht auch ausleihen kann. Mittels Beamer wird das Bild einfach an die Wand projiziert und die Umrisse werden nachgezeichnet. Vorsicht, für Zeichnungen auf der Wand sollte ausschließlich Kohle verwendet werden. Auf dunklem Untergrund ist auch weiße Kreide geeignet. Vorzeichnungen mit Bleistift, Kugelschreiber oder Filzstift "fressen" sich später durch die Farbe durch und bleiben sichtbar. Dies ist besonders bei hellen Farbaufträgen sehr ärgerlich.

Alternativ zu einem Beamer kann auch ein Overheadprojektor verwendet werden. Dazu muss jedoch das Bild zunächst auf eine Folie übertragen werden. Im Handel sind Folien für Overheadprojektoren erhältlich, die in einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker bedruckt werden können. Ist dies nicht möglich, muss die Vorlage mit einem Folienschreiber auf die Folie übertragen werden.

Für kleinere Wandbilder oder einzelne Motive, die zu einem größeren Wandbild arrangiert werden, gibt es eine weitere Alternative, falls kein Beamer oder Projektor vorhanden ist. Dazu nutzt man die Posterdruckfunktion der Druckersoftware oder eine entsprechende Freeware für den Posterdruck, die man problemlos im Internet finden kann. Das Motiv wird durch die Software in mehrere Teile zerlegt und kann mit einem herkömmlichen DIN A4 Drucker ausgedruckt werden. Anschließend klebt man die einzelnen Teile ganz einfach zusammen. Um das Bild auf die Wand zu übertragen, eignet sich entweder ein Kohlepapier oder die Methode des Perforierens, die Sie sich in folgendem Video anschauen können.

Geometrische Muster und Wandbilder mit Malerkreppband erstellen

Mit Malerkreppband lassen sich durch Abkleben ebenfalls geometrische Formen und Muster erstellen. Die meisten Heimwerker kennen das Kreppband vom Renovieren, wo es in der Regel zum Abkleben von Kanten und Türrahmen verwendet wird. Für Wandbilder muss jedoch ein hochwertiges Kreppband gekauft werden. Billige Kreppbänder kleben oft nicht richtig, so dass die Farbe unter das Klebeband kriechen kann. Wie Sie mittels Malerkreppband ein schönes Wandbild gestalten können, sehen Sie im folgenden Video:

Wandbild mit Malerkrepp erstellen
Wandbilder für das Kinderzimmer - Ideen

dragon (Bild: storymom / Flickr)

Die richtige Farbe für das Wandbild

Theoretisch kann man für Wandbilder einfach Abtönfarben, wie sie beispielsweise zum renovieren verwendet werden, benutzen. Acrylfarbe für den Künstlerbedarf ist den Abtönfarben jedoch an Deckkraft und Farbbrillanz weit überlegen. Wenn man sich also die Mühe macht, ein schönes Wandbild zu malen, sollte man vielleicht bei der Farbe nicht sparen. Es muss nicht die teuerste Acrylfarbe sein, eine 500-ml-Flasche Acrylfarbe in Studioqualität ist bereits für 6-12 Euro erhältlich. Künstler Acrylfarben sind außerdem in einer viel größeren Farbauswahl verfügbar als Abtönfarben. Sogar Metallictöne, Neonfarben und verschiedene Effektfarben sind erhältlich. Acrylfarben sind allerdings vorwiegend für Wandbilder in Innenräumen geeignet. Für Garagentore und Fassaden werden spezielle Farben benötigt. Dazu lässt man sich am besten im Baumarkt beraten. Auch bei der Auswahl der Pinsel sollte man nicht zu sparsam sein. Schlechte Pinsel bringen später bei der Arbeit oft nur Ärger und das Ziehen sauberer Linien und Konturen wird erschwert. Außerdem sollte für Wandbilder darauf geachtet werden, dass der Pinsel stabil und robust ist. Wände sind in der Regel rau, so dass sich feine Haarpinsel aus dem Künstlerbedarf sehr schnell abnutzen. Ein robuster Borstenpinsel, der mit Kunststofffasern bestückt ist, ist ideal. Saubere Kanten lassen sich am besten mit einem breiten Flachpinsel ziehen. Für feine Details benötigt man zudem einen kleineren Pinsel.

Angela Michel

 

Autor seit 5 Jahren
1023 Seiten
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