Wanderweg "Buntsandsteinroute" in der Nordeifel

Wie kommt man hin?

Blick vom Staudamm ObermaubachDie Anreise zum Wanderweg "Buntsandsteinroute" kann von verschiedenen Startpunkten aus mit der Rurtalbahn, dem Bus oder mit dem Auto erfolgen. Auch eine Kombination der Buntsandsteinroute mit einer Rundwanderung ist aufgrund der guten Infrastruktur der Wanderwege in der Rureifel prinzipiell möglich.

Ebenso wie die anderen Wanderwege in der Eifel ist auch die Buntsandsteinroute heutzutage sehr gut ausgeschildert. Auf dem Teil von Obermaubach nach Nideggen folgt man am besten, sofern das Logo der Buntsandsteinroute und die Bezeichnung "Felspassage" nicht zu sehen sind, den schwarzen Pfeilen vom Josef-Schramm-Weg.

Verlauf der Buntsandsteinroute

Ausblick Richtung UntermaubachPraktischerweise liegt der Beginn der Buntsandsteinroute in der Rureifel beim Bahnhof Kreuzau, wo die Rurtalbahn hält. Der Wanderweg führt dann Richtung Rur und dann an diesem Fluss entlang über Üdingen und Untermaubach-Schlagstein nach Obermaubach.

Ab dort beginnt der eigentlich interessante Teil, welcher dieser Wanderroute ihren Namen gab: Nämlich der mit den teils rötlich erscheinenden Buntsandsteinfelsen. Nach einem Aufstieg und einigen Kilometern Wegstrecke gelangt man auch schon zu den ersten Buntsandsteinfelsen. Unterwegs erwarten den Wanderer ein paar tolle Ausblicke, mal zwischen den Bäumen, mal von den Aussichtspunkten aus.

Hinter Nideggen führt die Buntsandsteinroute über die Effelsfelsen hinab nach Abenden. Von dort aus geht es weiter über Hausen nach Heimbach, wo der Wanderweg sich weiter durch den Nationalpark Eifel über das "Schwarze Kreuz" auf dem Kermeter und die Urfttalsperre zieht. Dort mündet er auf den Eifelsteig.

Praktische Informationen

Buntsandsteinroute Wanderweg EifelInsgesamt ist dieser Wanderweg 38,3 Kilometer lang und kann somit je nach Gehrhythmus und individueller Konstitution in 2 bis 3 Tagesetappen bewältigt werden. Den Schwierigkeitsgrad würde ich im Durchschnitt als mittel einstufen. Neben den leichteren, weil ebeneren Teilstrecken beinhaltet die Buntsandsteinroute allerdings auch einige steile Anstiege, teils mit Treppenstufen. Vor diesem Gesichtspunkt sollte man die Kilometerzahl und die benötigte Zeit daher nicht unterschätzen.

A propos Zeit: Die Etappe der Buntsandsteinroute von Obermaubach bis Nideggen ist rein theoretisch, also bei konstantem Gehen, in 2 bis 2,5 Stunden zu schaffen. Wenn man aber zwischendurch auch Pausen einlegen, die Landschaft genießen und sich etwas näher anschauen möchte, kann man gut und gerne noch etwa eine Stunde dazurechnen. Die bei Google angegebene Dauer für den Fußweg ist nach meiner Einschätzung in jedem Fall zu kurz bemessen.

Dass festes Schuhwerk für das Wandern auf der Buntsandsteinroute in der Eifel ein Muss ist, muss ich wohl nicht explizit erwähnen. Ich betone es trotzdem, denn teilweise besteht dieser Wanderweg aus erdigen und steinigen Trampelpfaden. Teilweise sind es auch breite Schotterwege, die sich gut begehen lassen.

Verpflegung braucht man auf diesem Wanderweg nicht allzu viel, da in den Orten an der Buntsandsteinroute ein überschaubares gastronomisches Angebot vorhanden ist. Lediglich Wasser für die Flüssigkeitszufuhr sowie eine Kleinigkeit für eine Pause empfehle ich unbedingt mitzunehmen.

In der Nordeifel wandern auf der Buntsandsteinroute - Von Obermaubach bis Nideggen

Stausee ObermaubachDa Obermaubach über eine Haltestelle der Rurtalbahn verfügt, kann die Etappe sofort von hier aus gestartet werden. Diese Haltestelle befindet sich nur wenige Schritte von dem Aufgang entfernt direkt auf der Seeseite, wo es zur Buntsandsteinroute hinaufgeht. Wer möchte, kann sich vor dem Beginn der Wanderung hier noch einmal im Restaurant Strepp mit Blick auf den Obermaubacher Stausee stärken. In der warmen Jahreszeit ist die hölzerne Außenterrasse geöffnet. Des Weiteren lohnt ein kleiner Spaziergang über den Staudamm. Dabei fällt der Blick auf jeder Uferseite jeweils auf Bootsanlegestege. Am jenseitigen Ufer findet man links den Anlegesteg für den Tretbootverleih. Auf der Dorfseite des Stausees wurde 2008 eine Fischtreppe fertiggestellt, die es den Fischen ermöglicht, problemlos vom Stausee in den unteren Teil der Rur zu gelangen und umgekehrt.

Ginster Buntsandsteinroute EifelKehren wir zurück zu der Seite des Staudamms, an dessen Ende das Restaurant Strepp am See gut sichtbar prangt. Vor dem Restaurant muss man links abbiegen und dann geradeaus am Parkplatz vorbei dem Wegverlauf in den Wald folgen. Der Wanderweg steigt bald nach oben. An einer der ersten Wegbiegungen steht eine Bank. Über den Weg verteilt gibt es in einigermaßen regelmäßigen Abständen Bänke, und in jedem Fall an den Zwischenstationen und Aussichtspunkten. Der Weg schlängelt sich in engen Kurven immer steiler hinauf, vorbei an Ginsterbüschen und weiteren im Frühling blühenden Pflanzen. Anschließend erreicht man einen Punkt, an dem man einen herrlichen Panoramablick von Obermaubach bis Untermaubach genießen kann. Kurze Zeit später passiert man eine Holzhütte zum Rasten, die Gerda-Rössler-Hütte.

Waldkapelle Obermaubach MausauelWeiter geht es auf einem recht flachen Stück des breiten Kieswegs bis zur Waldkapelle mit weiteren Rastmöglichkeiten. Gegenüber der Kapelle befindet sich am Hang ein Gedenkstein für die historische Gräfin Alveradis von Molbach, die zwischen 1156 und 1222 lebte. Daneben sind auf einer Infotafel wissenswerte Dinge über die Gräfin nachzulesen.

So erfährt man, dass die holde Gräfin Alveradis von der ehemaligen Burg Molbach in Obermaubach stammte, welche sich am östlichen Ortsausgang befand. 1176 heiratete sie den Grafen Wilhelm II. von Jülich, denjenigen, der nur ein Jahr später die Burg Nideggen erbauen würde. Wilhelm II. wird nachgesagt, dass er ein ziemlich grausamer Zeitgenosse war. Der Legende nach ließ er seine Frau Alveradis nackt und mit Honig bestrichen in einem Eisenkäfig an die Außenwand des Wohnturms der Burg Nideggen hängen. Der Honig sollte Bienen und Wespen anlocken, von denen die Gräfin gestochen wurde. Und während die Gräfin sich quälte, vergnügte sich Wilhelm in Köln. Alveradis wurde von den Frauen der Umgebung befreit. Zum Dank schenkte sie ihnen den Wald Mausauel, in dem dieser Teil der Wanderstrecke verläuft. Graf Wilhelm II. starb 1207 infolge einer Krankheit.

Obermaubach Stausee BuntsandsteinrouteIm Weitergehen erhascht der Eifel-Wanderer noch einige Blicke auf den Stausee von Obermaubach, welcher in der Sonne schön glitzert. Am Horizont sind auch zwei der inzwischen drei Windräder von Brandenberg zu sehen, später dann die Kirchturmspitze von Bergstein. Kurz darauf kommt eine Abzweigung, wo man die Wahl hat: Folgt man dem breiten Weg, auf dem man gerade wandert, weiter um den Berg herum, oder wählt man den kleinen Trampelpfad, welcher links abbiegt? Beide Varianten gehören laut Beschilderung zur Buntsandsteinroute. Somit dürfte auch die leichtere Version auf dem breiten Kiesweg letztendlich zum Ziel führen. Wie man sich vorstellen kann, ist der Trampelpfad der schwierigere Weg, welcher außer einem naturbelassenen Wanderweg mit ein paar anstrengenden Aufstiegen zwischendurch aber auch ein paar schöne Highlights bietet.

Buntsandsteinroute HindernisEntscheidet man sich für den Trampelpfad, darf man sich auf die Aussichtspunkte Eugenienstein und Kickley freuen. Dafür nimmt man einen eher unebenen, teils steinigen, teils von Wurzeln übersäten Weg direkt am Abhang in Kauf und muss entsprechend jeden Schritt mit Bedacht setzen. An einer Stelle ist es erforderlich, sich durch die abgestorbenen Äste eines umgestürzten Baumes zu zwängen. Später lese ich auf einer Infotafel, dass die umgestürzten Bäume keineswegs nicht weggeräumte Sturmschäden sind, sondern aus Naturschutzgründen beabsichtigt. Die Infotafel ist an einer Aussichtsplattform auf den Felsen zu finden, für die der ursprüngliche Josef-Schramm-Weg kurz verlassen werden muss, um zu dieser hinaufzugehen. Hinter dieser Weggabelung folgt ein von Laub umrahmter, inzwischen leicht eingetrübter Ausblick auf das Gut Kallerbend bei Zerkall.

Buntsandsteinroute Ausblick Gut Kallerbend

Kurz darauf mündet der Trampelpfad in den großen Weg auf die Buntsandsteinroute. Es geht wieder leicht bergauf, bis die Häuser der Siedlung Nideggen-Rath sichtbar werden. Danach sind es laut Beschilderung noch etwa zweieinhalb Kilometer bis Nideggen. Nachdem die Felsengruppe der Christinenley passiert ist, durchquert der Wanderer das Felsentor namens Hindenburgtor und betritt dann bald über die Bahnhofstraße an dem Restaurant "Zur ewigen Lampe" vorbei die Stadt Nideggen. Fortgesetzt werden kann der Buntsandsteinweg über den beschilderten Zugang hinterm Zülpicher Tor. Man lässt dann einfach den Parkplatz links liegen und biegt hinten in den Weg ein. Zuvor sollte man sich allerdings – falls man diese noch nicht kennt – die Stadt und die Burg ansehen. Diese betrachte ich als Pflichtbesuch! Bei der Gelegenheit kann man sich auch noch ein leckeres Eis in der italienischen Eisdiele Venezia gönnen. Aber Achtung: Diese hat nur bis 20.00 Uhr auf.

Nationalpark Eifel: Was Wanderer und Kletterer beachten sollten

Buntsandsteinroute NideggenDer in der Nordeifel / Rureifel gelegene Wanderweg "Buntsandsteinroute" befindet sich im Nationalpark Eifel. Nationalparks sind vor allem dazu da, um die Natur in den so bezeichneten Regionen besser zu schützen. Auch der Nationalpark Eifel enthält eine vielfältige Flora und Fauna, die im Interesse aller möglichst noch lange erhalten bleiben soll. Ob nun Hirsche, diverse Vogelarten oder einiges Kleingetier, das im Unterholz raschelt – sie alle wollen möglichst nicht durch den Menschen gestört werden. Sogar 200 bis 250 Wildkatzen soll es in der Nordeifel wieder geben, geschätzte 2000 in der gesamten Eifel. Am Wasser ist der Biber hier heimisch.

Buntsandstein FelsbrockenAus diesen Gründen sollten Wanderer die Wanderwege auch in diesem Teil der Nordeifel nicht verlassen und sich stets so verhalten, dass etwaige Tiere, die den Weg kreuzen, nicht behelligt werden. Auch sollten keine seltenen Pflanzen in einem Nationalpark wie der Eifel gepflückt werden. Außerdem sollten Menschen selbstverständlich ihren Müll nicht in die Landschaft werfen. Ich selbst trage bei Wanderungen immer einen Beutel bei mir, in dem ich meine Abfälle transportieren kann. Diese können dann ggf. im nächsten Abfalleimer entsorgt werden. Selbiges gilt auch für Zigarettenkippen bei Rauchern. Wobei diese natürlich hundertprozentig ausgedrückt sein sollten, bevor sie in den Mülleimer geworfen werden.

Uhu auf einem Felsen(Bildquelle Uhu: Hans/Pixabay) Klettern ist ebenfalls nur an den ausgewiesenen, eingeschränkten Stellen auf den Buntsandsteinfelsen erlaubt. Dies sind generell: Die Effels- und Hirzleyfelsen sowie die Hinkelsteine 1 bis 4. Allerdings sind die Effelsfelsen zurzeit komplett für den Klettersport gesperrt. Aktuelle Informationen können von der genannten Internetseite entnommen werden. Als Klettererlaubnis benötigen die Sportler ein Kletterticket, welches in Nideggen oder online erhältlich ist. An den Brutplätzen der Uhus und den Winterquartieren der Fledermäuse ist das Klettern streng verboten! Weitere Regeln, die aus Naturschutzgründen in diesem Naturpark bitte unbedingt zu beachten sind, sind auf der verlinkten Seite nachzulesen.

Besondere Sehenswürdigkeiten an der Buntsandsteinroute - Lohnenswerte Ausflugsziele an diesem Wanderweg in der Eifel

Stausee Obermaubach

Das im Jahr 1934 vollendete Staubecken Obermaubach mit seiner dazugehörigen Anlage, welches bis zu 1,65 Millionen Kubikmeter Wasser umfassen kann, stellte seit der Fertigstellung seines Wasserkraftwerkes 1960 sehr lange Zeit ein wichtiges Element der Wasserversorgung der Region dar. Seit dem 26. März 2013 dient das Wasserwerk Obermaubach nur noch als Reserve. Den Hauptanteil der Trinkwasserversorgung rund um Düren trägt nunmehr die Wehebachtalsperre bei Langerwehe. Manche Eifeler Gemeinden des Kreises Düren wie etwa Hürtgenwald sowie die Gegend um Monschau, die zum Kreis Aachen gehört, werden im Gegenzug von der Perlenbachtalsperre gespeist.

Fischtreppe Lachse ObermaubachVon 2007 bis 2008 wurde der Obermaubacher Stausee saniert und von Algen gereinigt. In diesem Rahmen wurde er vorübergehend trockengelegt. Gleichzeitig wurde die weiter oben erwähnte Fischtreppe errichtet, damit die Fische – vornehmlich Lachse – so barrierefrei wie möglich zu ihren Laichgebieten kommen. Hinter Glasscheiben kann man die Lachse bei ihrer Wanderung nach oben beobachten. Über Wasser leben hingegen auf dem Stausee diverse Entenarten, darunter die Bläßralle und die Reiherente. Der Zwergtaucher ist dort ab September anzutreffen und überwintert am See. Am Staudamm können die wichtigsten Informationen auf Infotafeln gelesen werden.

Stadt und Burg Nideggen

Im 12. Jahrhundert wurde die Stadt Nideggen mit der Errichtung der Burg gegründet. Eine Kurzfassung der Geschichte um Graf Wilhelm II., dem Burgenbauer mit den legendären grausamen Tendenzen, habe ich weiter oben bereits geschildert. Von den ursprünglich drei Stadttoren sind zwei erhalten: Das Dürener und das Zülpicher Tor, welche den urig kleinen, mit Kopfsteinen gepflasterten Stadtkern umrahmen. Dort, wo sich die beiden von diesen Toren ausgehenden Straßen treffen, befindet sich der Marktplatz, an der Ecke zu diesen beiden Straßen das Rathaus. Am Marktplatz gibt es nach unten hin ein Café und auf der oberen Seite ein gutbürgerliches Restaurant. Richtung Zülpicher Tor stehen weitere gastronomische Einrichtungen zur Auswahl. In den Räumlichkeiten einer ehemaligen Schleckerfiliale wurde zudem eine Kunstausstellung eingerichtet.

Heute erstreckt sich der Ort natürlich weit über die ursprünglichen Stadtgrenzen hinaus. Die Hauptfläche wird von Wohngebieten eingenommen, hinzu kommt ein kleines Gewerbegebiet mit einer Lidl-Filiale etwas außerhalb. Nideggen verfügt auch über eine Tankstelle, eine Post und eine Sparkasse. Ärzte und Altersheime sind ebenfalls vorhanden. Erwähnen möchte ich noch den Minigolfplatz, auf welchem ich immer gerne eine Partie in kleiner Runde gespielt habe. Dieser ist bis heute gut erhalten.

Nytstor NideggenWenn man vom Marktplatz aus die steile Straße hinaufgeht, gelangt man zur Burg. Zuerst passiert man ein paar alte Fachwerkhäuser, in denen sich teilweise Ferienwohnungen befinden. Dann folgt auf der rechten Seite die Kirche St. Johannes Baptist, und hinter dem von einer Mauer eingefassten Parkplatz, der früher als Burggarten diente, kommt man nach wenigen Schritten zum Burgeingang der Ruine, deren Niedergang auf eine Mischung aus Krieg und Naturkatastrophen zurückzuführen ist. Nachdem die Burg um 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch Ludwig XIV. und seinem militärischen Gefolge bereits erheblich beschädigt worden war, wurde sie 1755 und 1878 einmal mehr durch Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen. Danach verfiel die Burg endgültig.

Tipp: Wer ergänzend oder als Ersatz zur großen Buntsandsteinroute noch einen kleinen Buntsandsteinspaziergang machen will, dem sei der Felsenrundgang um die Burg Nideggen empfohlen. Auch dieser verfügt über Aussichtsplattformen und felsige Abschnitte, die durchaus an eine kleinere und rötere Version der Sächsischen Schweiz erinnern. Am besten bekommt man den Reiz der Felsformationen übrigens von unten in Nideggen-Brück oder der anderen Seite des Tals mit. Wenn man selber darauf steht, sieht man hingegen nicht so viel von ihnen. Aufgrund der ebenso für diese Landschaft charakteristischen Felsentürme nenne ich diesen Teil der Nordeifel für mich auch das "Elbsandsteingebirge des Westens".

Burg Nideggen - FensterAuf der Burg findet man im rechten Gebäude das sehenswerte Burgenmuseum mit dem Burgverlies und im hinteren Teil das Restaurant. Dazwischen ist viel Raum, wo sich früher der Burgsaal befand, und dieser Raum wird von den riesengroßen Fenstern der Ruine umrahmt. Von den Türmen kann man einen Ausblick genießen.

Burg Hengebach in Heimbach

Die Heimbacher Burg ist älter als die Burg Nideggen und kleiner, aber teils besser erhalten. Ihr erster nachgewiesener Besitzer war Godizo von Aspel-Heimbach, von dem der Graf Gerhard von Metz sie 1011 erbte. Sie wechselte mehrmals – teils auf tragische Weise – den Besitzer, bis die Herrschaften rund um die Burgen Hengebach und Nideggen unter dem Grafen Wilhelm IV. von Jülich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts vereinigt wurden. Nach einem Brand wurde die Burg Hengebach 1637 eine Ruine.

Auch in Heimbach bestehen Möglichkeiten zur Einkehr in der dortigen Gastronomie. An der Rur gibt es zudem einen Spielplatz und auf der anderen Rurseite, etwas abseits, ein Freibad. Wer von hier aus die Buntsandsteinroute verlassen und in eine andere Richtung wandern möchte, der kann sich in Richtung Rurtalsperre und Schwammenauel begeben. Auf dem Wanderweg Richtung Rursee kommt man an dem dortigen Staubecken und an dem weißen Jugendstilkraftwerk vorbei. An der Stelle, wo heute das Eifeler Feriendorf steht, kurz vor dem Aufgang zur Staumauer des Rursees, waren bis vor wenigen Jahren idyllische Wiesen.

Urfttalsperre

UrfttalsperreDie Urfttalsperre befindet sich am östlichen Ausläufer des sich dahinschlängelnden Obersees am Rursee. Sie gehört zum Kreis Euskirchen und trennt den Urftstausee vom Obersee des Rursees. Diese Talsperre wurde im Jahre 1905 fertiggestellt und ist 58,5 Meter hoch. Sie verfügt auch über eine Vorrichtung zur Entlastung bei Hochwasser. 1994 bis 2000 wurde die Urfttalsperre umfassenden Sanierungsarbeiten unterzogen. Die Talsperre ist begeh-, jedoch nicht mit dem Auto befahrbar. Sie ist sogar mit einer Gastronomie-Einrichtung ausgestattet. Zu erreichen ist sie zu Fuß über Wanderwege (entweder von Heimbach aus oder von den Parkplätzen an der L15, von denen es noch ca. 3 km sind) sowie mit dem Bus von dem Parkplatz Kermeter und Gemünd aus.

Stadt und Burg Nideggen / Burg von Heimbach in der Eifel

Nideggen Burg (Bild: Karin Scherbart)

Empfehlenswerte Links zur Eifel und zur Buntsandsteinroute

Nationalpark Eifel
Die offizielle Homepage beinhaltet auch eine Liste der Tierarten, die im Nationalpark Eifel zu Hause sind.

Buntsandsteinfelsen und Uhupopulation
Wichtige Infos vom Bund für Umwelt und Naturschutz.

Wildkatzen in der Eifel
Artikel vom Naturschutzbund Deutschland.

Eifelbiber
Informationen über das Biberprojekt der Biologischen Station Düren und wo in der nördlichen Eifel Biber anzutreffen sind.

Rureifel Tourismus
Hier werden alle fündig, die touristische Informationen aller Art zur Rureifel, zu den Wanderwegen und zur Infrastruktur suchen. Auch werden dort weitere Freizeittipps thematisiert.

Die_Utopische, am 21.05.2013
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Die Sophienhöhe - Entstehung, Natur und Wanderwege)
Karin Scherbart (Naturschutzgebiet Drover Heide)

Autor seit 6 Jahren
104 Seiten
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