Wenig überraschend war das "Sparpaket" der Österreichischen Bundesregierung das beherrschende Thema im Beamten- und Frühpensionisten-Paradies. Damit soll der massiven Staatsverschuldung auf den Leib gerückt werden, nachdem Enteignungen oder Hyperinflation als probate Mittel außer Mode geraten sind. Als Österreicher appelliere ich schon jetzt an unsere amerikanischen Freunde, das Schnüren von Care-Paketen wieder zu üben. Mit Massenverelendung, hungernden Horden, die plündernd durch Geisterstädte ziehen, und Kindern, die von ihren eigenen Eltern in die Sklaverei verkauft werden, ist zu rechnen. Radikal wird der Wohlfahrtsstaat zurechtgestutzt, Staatsunternehmen werden verscherbelt, Behörden ersatzlos aufgelassen, Subventionen in unerhörtem Maße gekürzt oder gestrichen,...

Nein, das ist nur ein Witz! Wir sprechen hier schließlich von Österreich, wo jeder Nachbar, der einen größeren Wagen als man selbst fährt, als kapitalistischer Ausbeuter gilt. De facto verdient sich das "Sparpaket" seinen hochtrabenden Namen gar nicht. Beispielsweise sollen Spitzenverdiener, deren Gehalt bei monatlich mehr als 13.000 Euro liegt, eine "Solidarsteuer" bezahlen. Solidarisch womit? Mit der Menschheit an sich? Oder mit einem das abgepresste Steuergeld wie wahnsinnig in eigene und fremde Taschen stopfenden Staat? Egal. Betrifft ohnehin nur rund 20.000 Menschen, die sich voraussichtlich nicht von ihren Chauffeuren zur Demonstration fahren lassen, wo sie gegen die "soziale Kälte" der Regierung protestieren. Schließlich fallen sogar der Bundes- und der Vizekanzler in diese Kategorie der Reichen, die "3.000 bzw. 2500 Euro durch die neue Steuer verlieren". Wobei sich die Frage stellt, wie man Geld verlieren kann, das man durch Zwangsabgaben erhält.

Brutal gespart wird auch bei Beamten und Pensionisten. Die jährlichen Erhöhungen ihrer Einkommen sollen geringer ausfallen. Liebe Leser: Wenn das nächste Mal ein Finanzfahnder vor ihrer FIrmentür steht, bieten Sie ihm bitte wenigstens ein Stückchen Brot an. Das verlangt bereits die reine Barmherzigkeit!

Überhaupt lässt sich das "Sparpaket" auf zwei wesentliche Punkte reduzieren: Erstens sollen mehr Einnahmen lukriert werden, zweitens sollen beim Umverteilen der Staatseinnahmen ein paar Millionen weniger abgedrückt werden. Was das mit Sparen zu tun hat? Nun: Eigentlich gar nichts. Es ist natürlich reine Augenauswischerei und der eine oder andere wird sich vielleicht über ein paar Euro weniger am Konto ärgern. Dafür erspart man sich die schonungslose Konfrontation mit der grausamen Realität, die unweigerlich dem griechischen Vorbild folgt. Aus unerfindlichen Gründen scheint es so zu sein, dass Verschuldungsorgien irgendwann zum bösen Erwachen führen. Freilich nicht für die Verursacher, die ihre Schäfchen im Trockenen haben, sondern nachfolgende oder noch ungeborene Generationen, die das Süppchen werden auslöffeln müssen. Falls sie sich den Löffel hierfür noch werden leisten können...

Nur die Harten kommen in den Kindergarten!

Derweil widmen sich die GrünInnen den drängenden Problemen der Gegenwart. Etwa jenem, dass Kinder nicht früh genug dem unverantwortlichen Zugriff durch ihre Eltern entrissen werden. Deshalb fordert eine Abgeordnete den Kindergartenbesuch für alle Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr. Natürlich gratis - die Kosten übernehmen vermutlich die Grün-PolitikerInnen. In den letzten beiden Jahren vor dem Schulantritt soll der Kindergartenbesuch verpflichtend vorgeschrieben werden. Denn:

Die Frühförderung aller Kinder soll durch dafür ausgebildete PädagogInnen erfolgen. Der Einsatz von muttersprachlichen KindergartenpädagogInnen in mehrsprachigen Kindergruppen soll die gezielte Förderung der Muttersprache möglich machen.

Der Artikelautor staunt, wie er ohne Kindergartenbesuch und ohne Förderung durch ihm völlig fremde PädagogInnen halbwegs normal heranwachsen und sogar seine Muttersprache erlernen konnte.

Es soll einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen, kostenlosen Kindergartenplatz für alle Kinder ab einem Jahr geben.

Hierbei nähern wir uns einem Kernpunkt linker Forderungen: Rechtsansprüche auf das Portemonnaie anderer! Nichts anderes stellen all diese Wünsche nach kostenlosem Studium, gratis Weiterbildungen, Bürgergeld, etc. dar. Warum habe ich eigentlich keinen Rechtsanspruch auf kostenlosen Südseeurlaub? Wo sind die Linken, wenn ich sie mal brauche? Unmenschlich!

 

Deutscher Humor: Ein Paradoxon

Hier stand einmal ein politisch unkorrekter Witz...Mit ganz anderen Problemen schlägt sich der verdienstvolle Ausländerbeirat in Hessen herum, nämlich einer Karnevalssendung in der ARD.

"Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Hier ist uns aber das Lachen im Halse stecken geblieben", erklärte Corrado Di Benedetto, der Vorsitzende des Landesausländerbeirats.

Diesen Worten kann ich nur voll und ganz zustimmen! Bei Karnevalssendungen droht mir meist auch der Zwerchfellinfarkt. Nächstes Thema...

Oha, Verzeihung. Da habe ich wohl etwas missverstanden! Den Stein des Anstoßes bildete nicht die Humorbefreitheit von Karnevalssendungen an sich, sondern eine Büttenrede mit einer Kopftuch tragenden Türkin und einen imaginären Fernsehsender namens "Döner TV". Das ist natürlich übelster Rassismus gegen die türkische Rasse.

Weiters führte der Vorsitzende aus:

"Die karnevalistische Freiheit ist ein hohes Gut. Und: Satire darf alles, nur nicht herabsetzend sein. Hier wurden aber alle Regeln des Anstandes verletzt."

Es wird mal wieder Zeit, den guten Kurt Tucholsky zu bemühen. Was darf Satire? Alles.

Zur Beruhigung der Gemüter schlage ich die Rezeption des nachfolgenden Videos vor, das auf humorvolle, aber klischeefreie Weise die Konflikte zwischen dem Westen und dem Islam durch den Kakao zieht.

Ende mit der Rente!

Künftig soll der Pensionsantritt um bis zu 7 Jahre später erfolgen. Jedenfalls schlagen das unsere Overlords aus Brüssel vor. Im Falle Österreichs würde dies Erwerbstätigkeit bis 72 Jahre bedeuten.

Nötig sei die Anpassung der Pensionen an das steigende Lebensalter, weil die Pensionssysteme für die in der Krise ohnehin klammen Staatshaushalte sonst unleistbar würden. Schon heute kosten sie im EU-Schnitt gut zehn Prozent des BIP, für 2060 lauten die Prognosen ohne Reformen auf durchschnittlich 12,5 Prozent.

Das ist natürlich prinzipiell richtig und ich freue mich schon sehr darauf, noch mit knackigen 71 Jahren meinen Dienst an der Waffel zu versehen. Vielleicht liegt es an meiner Vergreisung oder ich habe zu viele nicht gemainstreamte Zeitungen gelesen. Aber hier ist ein völlig verrückter Vorschlag meinerseits: Wie wäre es damit, die Leute selbst vorsorgen zu lassen? Ach, nein, das geht ja nicht. Schließlich sind Menschen unglaublich doof und nicht in der Lage, vorausblickend zu sparen und zu investieren. Das kann Vater Staat einfach besser, wie man angesichts der geringen Staatsverschuldung erkennt.

 

Selbstdistanzierung

In vorauseilendem Gehorsam distanziert sich der Artikelautor von seinen eigenen Texten. Schließlich warnt das Bundesamt für Verfassungsschutz vor einer "Radikalisierung durch die Möglichkeiten der Online-Kommunikation". Denn:

Das Netz bewirke inzwischen zudem, dass individuelle Radikalisierungen stark zunähmen.

Du gütiger Himmel! Ich hoffe, ich habe mit meinen rechtslinksmittepopulistischen Artikeln keinen Leser radikalisiert! Werte Leser: Bitte vergessen Sie alles, was ich je geschrieben habe, und lesen Sie wieder die Systemmedien und gucken Sie ARD und ZDF. Nur diese Medien haben die Wahrheit für sich gepachtet. Alles andere bewirkt nur unnötige Radikalisierung. Danke.

Autor seit 6 Jahren
836 Seiten
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