Querschnitt der Haut bei CelluliteBis auf eine verschwindend geringe Minderheit von rund 10 Prozent bekommen wir Frauen unerwünschte Dellen an Oberschenkeln, Oberarmen und Po. Was oft zu einem ästhetischen Problem führt, hat aber einen triftigen Grund: Frauen brauchen ein extrem dehnbares Gewebe, um die Schwangerschaft zu überstehen. Deshalb hat es die Natur so eingerichtet, dass die Bindegewebsstruktur bei Frauen vertikal verläuft. Diese eigentlich clevere Einrichtung der Natur hat unerwünschte Nebenwirkungen, wenn Fettzellen ins Spiel kommen: Durch die vertikale Bindegewebsstruktur, die einer Steppdecke ähnlich ist, können Fettläppchen mal mehr oder weniger anschwellen und somit die "Steppdecke" nach oben drücken. Männer hingegen profitieren von einer Art Webteppich-Prinzip: Das männliche Unterhaut-Fettgewebe ist kreuz und quer von stützenden Bindegewebssträngen durchzogen, die parallel zur Haut verlaufen und so verhindern, dass sich die Fettzellen als sichtbare Pakete nach oben drücken.

Zudem ist das weibliche Bindegewebe ohnehin dünner als beim Mann und Frauen neigen häufiger zu Wassereinlagerungen im Gewebe. Da die Ausbildung des Bindegewebes hormonell gesteuert wird, tritt das Problem erst nach der Pubertät auf.

Doch was hilft nun wirklich gegen Cellulite? Um kaum einen Schönheitsmakel kursieren so viele Gerüchte wie um die Orangenhaut. Hier ein paar Meinungen:

  • Fettabbau ist gut gegen Cellulite, aber mehr als zwei Kilo abnehmen pro Monat sind nicht empfehlenswert.
  • Rauchen erhöht zwar den Kalorien-Grundumsatz, geht aber in puncto Cellulite nach hinten los: Nikotin ist gleich doppelt an der Entstehung von Orangenhaut beteiligt. Es verengt die Blutgefäße, was den Stoffwechsel drosselt und damit die Cellulite fördert und schädigt direkt die Kollagenstruktur des Bindegewebes. Folge: Cellulite nimmt merklich zu und wird deutlicher sichtbar.
  • Sanfte Wechselbäder nutzen dem Bindegewebe immer und schaden nie.
  • Entschlackung hilft bei Cellulite, denn ein Lymphstau verschlimmert Orangenhaut merklich. Ihn aufzulösen ist deshalb medizinisch durchaus sinnvoll und möglich.
  • Ist Sex gut gegen Cellulite? Ja, denn durchblutet, gestreichelt und geliebt bringen die Beine ihren Lymphfluss wieder auf Zack, und das ist gut gegen die Dellen.
  • Flache Schuhe sind vorteilhafter als hohe, weil die Muskeln im leicht gestreckten Zustand besser durchblutet werden.
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