Phase der Erschöpfung von 1945 bis 1948, dann beginnt der Kalte Krieg.

Nach Ende des Krieges waren die Teilnehmer erstmals erschöpft. Aber schon bald wurde aus den gegen Hitler-Deutschland Verbündeten die erbittertsten Feinde. Zwei Systeme, Weltanschauungen prallten aufeinander. Stalin wollte ein kommunistisches Europa. Sowohl in Italien, als auch Frankreich gab es starke Parteien in dieser Richtung. Es fiel der Satz: "Wenn Westdeutschland fällt, wird Europa kommunistisch! Wenn nicht, müssen wir den weiten Weg über Asien und Afrika gehen!" Dem setzten die Amis entgegen: "Wir haben das falsche Schwein zuerst geschlachtet." Unter diesen Gesichtspunkten muss man das Auftreten der Friedensbewegung und der Bewegung gegen die Wiederbewaffnung Westdeutschlands betrachten. Wir können davon ausgehen, dass die vom Osten gesteuert und finanziert wurden. Beweisen konnte man das ihnen nie, aber verfolgt wurden die aufs Schärfste. Die Amerikaner forderten die Remilitarisierung der BRD. Alt-Kanzler Adenauer traf die Entscheidung, lieber Satellit der USA, als Sputnik Moskaus zu werden. Die Fronten verhärteten sich. Berlinblockade und Mauerbau sind Folgen davon. Was hat das nun mit Korea zu tun? Korea war kein direkter Kriegsteilnehmer. Nun, auf der Konferenz von Jalta hatten die ehemals Alliierten die Unabhängigkeit dieses Staates beschlossen. Dieses Versprechen wurde gebrochen. Korea am 38. Breitengrad geteilt. Dort verlief die sogenannte Demarkationslinie.

Amerika greift massiv in den Koreakrieg ein

Im Norden rief Kim Il Sung die demokratische Volksrepublik aus. Ja, so nennt man im Osten Diktaturen halt. Im Süden proklamierte Sygnman Rhee von Amis Gnaden die Republik Südkorea. Beide feindlichen Brüder schielten auf das Gebiet des jeweils anderen. Der Norden war dabei die rohstoffreichere Region. Der Großvater des heutigen Machthabers, die Regierungsgeschäfte gehen in Volksrepubliken nun mal ganz demokratisch vom Vater auf den Sohn, verbündete sich mit China und Russland. Demokratie bedeutet da, du bist dafür, oder tot. Am 25. Juni 1950 stoßen nordkoreanische Truppen überraschend und mit großem Erfolg in den Süden vor. Ausgerüstet von Moskau, sind sie ihren Landsleuten überlegen. Angeblich wollten sie einem Angriff des Südens zuvorkommen. Die Frage, wer wann zuerst zurückgeschossen hat, ist eigentlich irrelevant. Interessant ist eine angeblich unbedachte Äußerung des damaligen US-Außenministers Dean Acheson. Der erfahrene Chefdiplomat hatte das Interessengebiet der USA im Pazifik in einer Rede beschrieben, und dabei doch glatt Korea vergessen. Möglicherweise hat Kim Il Sung dieses Signal falsch verstanden. Oder aber, Amerika wollte Krieg. Schließlich besagen die Truman Doktrin: "Freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen". Aber auch der Vormarsch des Kommunismus sollte gestoppt werden. Es entstand die Domino-Theorie, fällt ein Staat, fallen alle anderen mit. Nachgeben ist für Stalinisten Schwäche. Und in Ami-Land gab es eine regelrechte Kommunisten-Phobie. Truman autorisierte General Douglas MacArthur (Befehlshaber in Ostasien) Truppen einzusetzen. Der Schock war aber weltweit groß. Würde Stalin auch in Europa angreifen?

Material über diesen Krieg, M*A*S*H ist eine amerikanische Sanitätseinheit kurz hinter der Front. (Anti-Kriegsfilm)
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Wahrheit oder Propaganda-Lüge? Hier im Bild, Amerikaner dringen in Kuweit ein.

Eine sehr große Parallele zu dem Kriegseintritt in Korea ist der Golfkrieg gegen Saddam Hussein. Auch der könnte rein irrtümlich etwas falsch verstanden haben, oder aber in die Falle gelaufen sein. Traue nie jemandem, der April heißt! Das Außenministerium der Vereinigten Staaten gab gegenüber dem Irak die Information heraus, dass die USA keine spezifischen Verteidigungs- oder Sicherheitsabkommen mit Kuwait hätten ("no special defense or security commitments to Kuwait"). So jedenfalls US-Botschafterin April Glaspie. Auch der Vietnamkrieg fing mit einer Propagandalüge an. Angeblich wurde der Zerstörer "Maddox" von nordvietnamesischen Schnellbooten angegriffen und beschossen. In Wahrheit eröffnete die Maddox das Feuer. Natürlich hat unser aller größter Menschenfreund Josef Stalin auch etwas Dreck am Stecken. Er hat Kim Il Sung mit Waffen ausgerüstet, und ihn angespitzt, loszuschlagen. Der wurde nach anfänglichen Erfolgen von MacArthur zurückgeschlagen. Musste bis weit in den Norden fliehen. Stalin verweigerte ihm aber weitere Unterstützung, und hielt sich vornehm zurück. Vermutlich gab es zu dieser Zeit keinen besseren und gerisseneren Taktierer als ihn. Er hatte seinen Gegner militärisch auf lange Zeit gebunden, und konnte seine eigene Position ausbauen. MacArthur wurde der Befehl entzogen. Einmal im Siegesrausch, wollte er China gleich mit platt machen. Die Volksrepublik China schickte "Freiwilligenverbände". Die brachten sich völlig unbemerkt von der Aufklärung in Stellung. Sie warfen die UN-Truppen zurück. Auf dem Rückzug verloren viele Soldaten bei eisiger Kälte ihr Leben. Besonders die Verwundeten litten große Not. Fast in der Mitte der Halbinsel wurde das Ganze zu einem zermürbenden Stellungskrieg. Dort am 38. Breitengrad verläuft auch heute noch die Grenze. Erst im Juli 1953 wurde ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Dieser Bruderkrieg mit fast 4,5 Millionen Toten und einer zerstörten Infrastruktur verfestigte die Teilung des Landes. Es gibt bis heute keinen Friedensvertrag. Auch jetzt in diesem Moment sind dort amerikanische Truppen stationiert.

Die Bilder hab ich mir in Langley vom Hauptrechner runtergeladen.

"Zerstörer Maddox" vor Vietnam

Résumé - Schlussfolgerung

Letztendlich ist die Ost-, West-Konfrontation und der Kalte Krieg schuld an der Teilung Koreas. Wer jetzt genau was falsch gemacht hat, und Verantwortung übernehmen muss, wird ein höherer Richter beurteilen. Traurig, dass die Menschen nicht selber in Freiheit entscheiden können, wie sie leben möchten. Wir in Deutschland hatten das große Glück, unsere Teilung durch eine friedliche Revolution zu beenden. Dank an alle Ostdeutschen, die in dieser Situation die Nerven behielten. Einer der letzten Stellvertreter-Kriege, bevor der real existierende Sozialismus zusammenbrach, fand im Tschad in Afrika statt. Mein eBook beschreibt diesen letzten schwachsinnigen Versuch, anderen seinen Willen mit Waffengewalt aufzuzwingen.

Den Sozialismus in seinem Lauf, hielten eine handvoll Legionäre auf!
Wer weint schon um Höllenhunde?: Blutiges Afrika
Autor seit 5 Jahren
268 Seiten
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