Den ersten Fußgängerüberweg gab es bereits im alten Rom. Es wurden höhere Steine verlegt, über welche die Menschen gehen konnten, um die Straßen zu überqueren. Der Abstand zwischen den Steinen war groß genug für die Wagenräder der Kutschen. Die Steine waren so hoch, dass sie in der Sonne Schatten warfen. Durch die Steine selbst und durch diese Schatten sahen die Straßen im Bereich dieser Fußgängerüberwege auch schon im alten Rom gestreift aus.

Durch den zunehmenden Automobilverkehr bekamen die Fußgänger nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr Schwierigkeiten, sicher über eine befahrene Straße zu gelangen. Aus diesem Grund wurden zunächst in England (London) 1949 Straßenmarkierungen angebracht. In den - mit 2 parallel punktierten Linien - gekennzeichneten Bereichen konnten die Menschen über die Straßen gehen. 1951 schaffte es der Zebrastreifen in die Gesetzgebung von Großbritannien.

In Deutschland wurde der Fußgängerüberweg 1952 eingeführt. Die ersten Zebrastreifen gab es vermutlich in Ost-Berlin, weitere folgten in München. Damals war der Zebrastreifen aber lediglich ein Übergangsbereich für die Fußgänger. Anhalten mussten die Fahrzeuge am Zebrastreifen noch nicht. Diese Verkehrsregel wurde erst 1964 festgelegt, auch wenn der Zebrastreifen bereits 1952 in die deutsche Verkehrsordnung aufgenommen wurde. Erst 1964 wurde auch eine Strafzahlung festgelegt, wenn ein Autofahrer dabei erwischt wird, wenn er am Zebrastreifen den Fußgängern keinen Vortritt lässt.

Seinen Namen erhielt der Zebrastreifen durch das Hamburger Abendblatt. 1954 wurden in Hamburg die Verkehrsübergänge erstmals gekennzeichnet. In der Amtssprache wurde diese gestreifte Markierung Dickstrichkette genannt. Bei dieser Kennzeichnung handelte es sich um eine Verkehrsaktion, bei der besonders rücksichtsvolle Autofahrer ermittelt werden sollten. Zur Belohnung erhielten diese Autofahrer Gutpunkte, welche sie sich an die Autoscheibe kleben durften. Auf diesen Gutpunkten war ein Zebra dargestellt und die Aktion wurde Aktion Zebra genannt. 

Durch diese Aktion Zebra erhielt der Zebrastreifen seinen Namen. Unabhängig davon ist Zebra aber auch eine Abkürzung für den Übergangsbereich der Fußgänger. Es bedeutet Zeichen Eines Besonders Rücksichtsvollen Autofahrers - genau das demonstriert nämlich der umsichtige Verkehrsteilnehmer mit seinem Stop am Zebrastreifen.

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