Dynamisches Erwachen - Laue Frühlingsluft mit einer Bandbreite von Gerüchen

Es ist diese prächtige Farbenvielfalt im Wonnemonat Mai, die ein fröhliches Naturerwachen verspricht. Obstbäume beginnen zu blühen und sämtliche Bäume zeigen ihr sattes Grün.   Maiglöckchen, Flieder oder Ranunkel, die Natur drückt sich mit ihrer wohltuenden Explosion aus.

Ob Gartenparties, Open Air Konzerte oder Grillfeste, geplante Vorhaben verlagern sich leidenschaftlich nach draußen. Im Mai wird ausgiebiger kommuniziert und besser zugehört.

Selbst die Nächte sind aussichtsreicher, sie zeigen einen leuchtenden Sternenhimmel wie sonst kaum und regen zum philosophieren an.

Altmeisterlicher Blumenstrauss (Bild: Corrado Pila / AllPosters)

Des Menschen Quintessenz

Herrlich, diese Vielfalt an natürlichen Geräuschen, die man nie so intensiv hört wie im Mai.            Die Welt, sie besteht aus so vielen Klängen und wird über den Hörsinn gefühlt.

Im Ohr vollzieht sich die sensibelste Wahrnehmung, hier ist der Gleichgewichtssinn verankert.       Im Innenohr findet sich eine konzentrierte Fülle von Nervenendungen, die des Menschen Quintessenz bildet, das Gehör.

Umgangssprachlich definieren wir heute den Ausdruck Quintessenz als das Wesen und den Hauptgedanken einer Sache.

Der Begriff wurde von den Pythagoräern vorgegeben. Ihrer Weltanschauung zufolge, entstanden aus der Quintessenz die anderen klassischen 4 Elemente.

Ätherisches Gehör

Das Gehör existiert komplett im 5. Monat nach der Befruchtung.

In dieser Entwicklungsphase des Menschen, er ist ja eigentlich noch ätherisch, hört er aber schon. Er hört die Stimme der Mutter und ihren Herzschlag.

Der noch nicht geborene Mensch kennt bereits, dass es Unterschiede in Tonhöhe sowie Klangfarbe gibt.

Hypothetisch könnte der Mensch Schwingungen hören, die kleiner als ein Wasserstoffatom und geringer wie Lichtwellen sind. Auch das Rauschen der eigenen Körperzellen könnte man theoretisch hören. Scheinbare Stille, sie setzt sich aus Klängen zusammen. Der Mensch wäre fähig in Bereiche hinein zu hören, die in den entsprechenden Schwingungen dem Auge aus physikalischen Gründen verschlossen bleiben.

 

 

Weltlicher Import

Das Hören definiert sich zunächst aus der Wahrnehmung von Schwingungen, die innerhalb eines festgelegten Frequenzbereiches übereinstimmen. Schallwellen werden mittels Luft oder Wasser übertragen, die man aufnimmt. Vom Ohr werden sie anschliessend in Nervenimpulse umgewandelt, deren Interpretation als Schall im Gehirn erfolgt.

Das Ohr importiert die Welt in den Menschen. Man hört ununterbrochen die Umgebung, denn der Hörsinn ist ständig eingeschaltet.

Der Hörsinn ist ein essenzielles Kommunikationsmittel. Er allein entwickelt die Voraussetzung für Sprache und ermöglicht einen individuellen klangvollen Ausdruck über die Stimme. Er warnt aber gleichwohl vor Gefahren und sichert die Orientierung.

Umgangssprachlich drückt man mit dem Wort Vernunft die potenzierte Wahrnehmung durch das Ohr aus. Der Mensch vernimmt durch das Ohr.

Aber nicht allein das Hören sondern in der Kooperation mit dem Hinhören ergibt ein gesundes Miteinander. Man kann hören, aber jeder will schließlich auch Gehör finden. 

Nach Außen gut hinzuhören bildet eine wichtige Lebensgrundlage, um versiert nach Innen zu hören.

Für das Ende oder den Schluss wird das Verb aufhören benutzt.  

Autor seit 4 Jahren
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