Die Zwiebel

Die Zwiebel kommt vermutlich aus Zentralasien und gehört in die eigenständige Familie der Zwiebelgewächse. In diese Familie werden auch Schnittlauch, Knoblauch, Lauch und Bärlauch eingeordnet. Ihren Namen verdankt die Zwiebel ihrer runden, kugeligen Form (lateinisch cepula = Köpfchen).

Die Zwiebel besteht zu fast 90 % aus Wasser und hat auf 100 Gramm lediglich 30 Kilokalorien. Das besondere der Zwiebel sind ihre vielen bioaktiven Inhaltsstoffe. Neben Lauch- und Senfölen enthält sie verschiedene Eiweißstoffe, Flavonoide, große Mengen an Folsäure, Eisen und Vitamin C. Therapeutisch eingesetzt wird sie am besten roh gegessen, da einige Substanzen der Zwiebel bereits nach kurzer Zeit an der Luft abgebaut werden. Aus diesem Grund sollte die Zwiebel nach dem Schälen auch möglichst frisch verwendet werden. Da die wenigsten Mensch rohe Zwiebeln mögen, wird die Zwiebel meistens gekocht oder gebraten. Beim Kochen werden zwar ebenfalls einige der aktiven Stoffe zerstört, trotzdem ist die Zwiebel auch im gekochten Zustand noch reich an gesunden Inhaltsstoffen. In großen Mengen können Zwiebeln den Magen reizen. Die Folge sind Blähungen und Aufstoßen.

Zwiebelkuchen und Zwiebel Flammkuchen

Der Zwiebelkuchen hat seine Hauptsaison im Herbst, wenn Weinlese ist. Zusammen mit frisch vergorenem Traubensaft, dem Federweißen, ergibt der Zwiebelkuchen ein traditionelles und schmackhaftes Team. Ein Zwiebelkuchen besteht aus einem Hefeteig und einem Zwiebelbelag. Dabei kann der Teig sowohl in einer runden Form serviert werden als auch auf einem viereckigen Blech. Für den Belag werden die Zwiebeln zunächst vorgedünstet und anschließend auf den Teig gegeben. Der Zwiebelbelag wird meistens mit Käse und Schinken verfeinert und mit einer Mischung aus Sauerrahm und Eiern überbacken.

Der Zwiebel Flammkuchen besteht dagegen aus einem dünnen Brotteig, der mit rohen Zwiebeln, Speck und Sauerrahm belegt ist.

Tipp

In der Küchenmaschine lassen sich die großen Mengen Zwiebeln, die für einen Zwiebelkuchen oder einen Zwiebel Flammkuchen benötigt werden, in kürzester Zeit schneiden. Das Schneiden in der Maschine spart Zeit und eine Menge Tränen.

Rezept Zwiebelkuchen

Zutaten für 6 Portionen:

Teig: • 250 g Mehl • 1 Stk Hefe • 160 ml Milch • etwas Salz • 1 EL Öl • Belag: • ca. 1 kg Zwiebeln • 150 g gewürfelten Schinken • 200 g geriebener Käse • 1 Becher Schmand • 1 Becher Creme fraiche (auch Kräuter Creme fraiche ist sehr lecker) • 2 Eier

Zubereitungszeit 30 min - Gesamtzeit 60 min:

Etwa 1 kg Zwiebeln schälen. Das können 3 bis 4 große Gemüsezwiebeln sein oder mehrere Speisezwiebeln. Die Zwiebeln in Ringe schneiden und in der Pfanne oder im Dampfgarer dünsten. Die Hefe in 160 g lauwarmer Milch auflösen. Mehl, Öl und Salz hinzugeben und daraus einen Hefeteig kneten. Auf einem Blech ausrollen und einige Minuten gehen lassen. Den Hefeteig mit den Zwiebeln belegen. Schinkenwürfel und Käse darüber streuen und 20-30 min bei 200 Grad im Ofen backen. Schmand, Creme fraiche und Eier verrühren und nach Belieben mit Kräutern würzen. Den Guss auf den Zwiebelkuchen geben und nochmals 10-15 min backen, bis der Guss fest ist.

Zwiebel als Hausmittel bei Husten, Schnupfen und anderen Krankheiten

Viele Inhaltsstoffe der Zwiebel haben eine medizinische Wirkung. Daher kann man die Zwiebel auch als pflanzliches Antibiotikum betrachten. Ihre ätherischen Inhaltsstoffe wirken antibakterielle und antimikrobielle. Das macht die Zwiebel zu einem beliebten und bekannten Hausmittel. Einsetzbar ist sie bei Blutergüssen, Diabetes und Gicht. Sie soll sogar Osteoporose vorbeugen und Skorbut oder Rheuma behandeln können. Am bekanntesten ist der Einsatz der Zwiebel aber bei Bronchitis, Husten und Schnupfen oder bei Insektenstichen.

Zwiebelsäckchen

Das Zwiebelsäckchen lässt sich hervorragend bei Schnupfen und einer verstopften Nase einsetzten. Dazu wird eine Zwiebel klein geschnitten, in einem Stofftaschentuch eingewickelt und zugebunden. Das Bündel wird einmal gequetscht, damit sich das Stofftaschentuch mit dem Zwiebelsaft vollsaugt. Dann wird das Zwiebelsäckchen auf das Kopfkissen gelegt oder in der Nähe des Bettes aufgehängt.

Auch bei Husten ist das Zwiebelsäckchen einsetzbar. Die Schwefelverbindungen der Zwiebel lösen den Schleim und die Thiosulfate reizen die Schleimhaut. Diese Reizung führt zur stärkeren Flüssigkeitsbildung der Zellen und damit zum leichteren Abhusten.

Ein bewährtes und beliebtes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten ist auch der Zwiebelsaft. Bei Bronchitis lässt sich der Schleim mit Hilfe von Zwiebelsaft gut lösen. Um Zwiebelsaft zu gewinnen, wir eine Zwiebel klein geschnitten und mit mehreren Esslöffeln Zucker in ein Gefäß gegeben. Alternativ kann man die Zwiebel auch mit Honig mischen. Nach einigen Stunden kann der erste Saft eingenommen werden. Mehrmals pro Tag sollte bei Bronchitis, Husten oder Schnupfen ein Teelöffel Saft eingenommen werden.

Zwiebelsaft herstellen

Die Zwiebel - natürlicher Helfer bei Insektenstichen

Bei Mückenstichen, Bienen- und Welspenstichen kann die Zwiebel den Juckreiz lindern. Dabei wird eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf die Stichstelle gelegt. Der Saft wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Auch Lauchzwiebeln können verwendet werden. Dazu wird ein Stück Lauch aufgeklappt und mit der feuchten Innenseite auf die Stichstelle gelegt.

Wespen- oder Bienenstiche im Mund können lebensgefährlich sein. Hier kann die Zwiebel sogar zum Lebensretter werden. Kaut man sofort nach dem Stich eine frische Zwiebel, kann eine übermäßige Schwellung im Mund vermieden werden. Auch wenn es vielleicht nicht schmeckt - die Erstickungsgefahr bis zum Erscheinen eines Arztes kann damit verringert oder sogar verhindert werden

Autor seit 4 Jahren
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