Definition des Krankheitsbildes - Die vier Stadien der Arthrose

Unter Arthrose versteht man eine Schädigung der Knorpelschicht der Gelenke. Die Ursachen können vielfältig sein. Angeborenen Fehlstellungen, Überlastungen (auch im juvenilen Alter), Verletzungen, Infektionskrankheiten, Nebenwirkungen von Medikamenten, angeborenen Stoffwechselstörungen u.A.können Ursache und Auslöser arthrotischer  Veränderungen in Gelenken sein.

Man unterscheidet bei der Arthrose 4 Stadien:

  1. Stadium: Es kommt zu Rauigkeiten und Ausdünnung der Knorpelschicht.
  2. Stadium: Es treten bereits Substanzdefekte und Entzündungen des Gewebes auf.
  3. Stadium: Beschädigter  Knorpel wird durch Granulationsgewebe und minderwertigeren Faserknorpel  ersetzt.  Pseudozysten (abgeschlossener Gewebehohlraum welcher einen flüssigen Inhalt besitzt) aus nekrotischem Knorpel- und Knochengewebe können entstehen.
  4. Stadium: Jetzt wird auch die Knochensubstanz der Gelenke in Mitleidenschaft gezogen. Die Knochenplatte eines Gelenkes flacht ab. Der Körper versucht einen letzten Reperaturversuch:  Um den Druck auf dem Gelenk dennoch abzufangen bilden sich Randwülste am Knochen (Osteophyten)

In den ersten beiden Stadien kann, bei entsprechender Therapie, von einer vollkommenen Heilung, ausgegangen werden.

Auch im Alter fit und agil
Wer wirft jetzt den Ball ???

Wer wirft jetzt den Ball ??? (Bild: Dogs in Balance)

Konventionelle Therapie der Arthrose - Warum die komplementär Therapie hilfreich ist

Das Dritte Stadium erfordert eine intensive therapeutische Betreuung. Beschädigter Knorpel kann, bei ausreichender Regenerationsfähigkeit des Organismus durchaus noch ersetzt werden. Da dieses Stadium aber meist bereits sehr schmerzhaft ist, muss die Schmerztherapie oberste Priorität haben. Hierbei ist die Ganzheitlichkeit der Methode von großer Bedeutung, denn die Schmerzbehandlung, als symptomatische Behandlung,  darf keine negativen Auswirkungen auf den Gesamtorganismus haben, nicht zu vermeidenende Nebenwirkungen müssen also gepuffert werden.

Die ersten Symptome einer beginnenden arthrotischen Veränderung von Gelenken kann der Hund in der Regel gut kompensieren. Dem Hundehalter fallen sie meist gar nicht auf. Schonhaltungen bzw. Meidehaltungen sind so minimal, das sie in der Regel  selbst ein versierter Therapeut, nicht sofort sehen kann.  Erst die genaue Inaugenscheinnahme der gesamten Biomechanik (zur Not mit Hilfsmitteln) bringt leichte Disbalancen zum Vorschein. Zeigt sich bereits eine erste Lahmheit, so wird der konsultierte Tierarzt ein Schmerzmittel verordnen. Werden Entzündungen festgestellt oder vermutet so kommen Antibiotika zum Einsatz. Leider ist diese Symptombehandlung nicht in der Lage ein "defektes Gelenk " wieder in seinen normal Zustand zu versetzen.

Die komplementäre Therapie sucht zuerst nach der Ursache der arthrotischen Veränderung und versucht dann, diese so gut wie möglich zu beseitigen. Diverse  Behandlungsmöglichkeiten der komplementären Therapie können in einem solchen Fall zum Einsatz kommen. Primärziel, im Sinne des vierbeinigen Patienten ist die Reduzierung von Schmerzen und das Aufhalten weiterer Zerstörungen respektive der Wiederaufbau des zerstörten Gewebes. Ebenso wie  dies bei Hautverletzungen geschieht, verfügt der Körper auch im Bereich des Knorpelstoffwechsels über ein ausgeklügeltes Reparatursystem. Wichtig ist nur, dass ihm die zur Reparatur notwendigen Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden, und er in die Lage versetzt wird, diese in den Stoffwechsel einzubauen. Auch hier stehen im komplementär medizinischen Bereich verschiedene Methoden zur Verfügung um den Körper zu unterstützen.

Bei der Erstellung eines Therapieplanes muss der Therapeut auf die individuellen Probleme und Bedürfnisse seines Patienten eingehen, denn so individuell wie jedes Krankheitsgeschehen, bzw. auch jeder Patient ist, so individuell muss auch sein Therapieplan sein. Der wichtigste Mitstreiter  im Bestreben den Status der Gesundheit wieder herzustellen ist der Körper selbst.

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