Inhalt: Was ihr wollt (im Original: Twelfth Night, or What you will)

Illyrien, um 1600:

Die schöne, reiche Gräfin Olivia hat geschworen sieben Jahre lang den Tod ihres Bruders zu betrauern, sehr zum Leidwesen des Herzogs von Illyrien, Orsino. Er ist in Liebe zu Olivia entbrannt und schickt seinen Boten Valentin vergebens mit Liebesschwüren zu seiner Angebeteten. Dass die Gräfin ihren toten Bruder nur als Vorwand benutzt, um ihn abweisen zu können, ahnt er nicht.

 

Wenn eine Frau sich als Mann ausgibt...

Vor der Küste hat das Mädchen Viola Schiffbruch erlitten und konnte sich an Land retten. An Bord befand sich auch ihr Zwillingsbruder Sebastian, den sie nun für tot hält. Viola verkleidet sich als Mann, nennt sich Cesario und wird von Herzog Orsino als Sänger und Page eingestellt. Da man damals Knaben häufig kastrieren ließ um ihre hohe Stimme zu erhalten, schöpft Orsino auch keinen Verdacht. Er empfindet allerdings Sympathie für Viola (Cesario), die sich in ihn verliebt. Um so mehr ärgert es sie, von ihrem Herrn mit Liebesbriefen zur Gräfin Olivia geschickt zu werden.

 

Die Verwirrungen nehmen zu

Doch Olivia weist wieder einmal die Werbung zurück und offenbart Cesario, sie habe sich in ihn verliebt. (So schnell sind die Schwüre den toten Bruder zu betrauern vergessen.) Sogar einen Ring lässt sie Viola (den sie für Cesario hält) nachschicken, als Zeichen ihrer Liebe.

 

Der tote Bruder kehrt zurück

Die Verwirrungen werden noch größer als plötzlich Sebastian, Violas Bruder, bei der Gräfin auftaucht. Auch er überlebte den Schiffbruch und hat keine Ahnung, wo sich seine Schwester befindet. Sebastian sieht genauso aus wie Viola und wird von Olivia für Cesario (Viola) gehalten. Sie macht ihm einen Heiratsantrag, den Sebastian sichtlich überrascht annimmt (schließlich begegnete er der Gräfin zum ersten Mal) und beide heiraten heimlich.

 

Intrigen bei Shakespeare

In Olivias Haus geht es laut zu. Ihr Onkel, Tobias von Rülp und sein Freund, Junker Christoph von Bleichwang sind meist betrunken, randalieren und pöbeln, was dem strengen Haushofmeister Malvolio sauer aufstößt.

Tobias und Christoph spielen ihm auch noch einen bösen Streich, der den armen Malvolio in große Schwierigkeiten bringt: Das Kammermädchen Maria schreibt einen fingierten Brief in Olivias Namen an Malvolio. Es ist eine Art Liebeserklärung, in der sie Malvolio bittet, er solle in Olivias Gegenwart ständig lächeln und gelbe, mit Riemchen verknotete, Strümpfe tragen. Malvolio hält sich strikt daran und wird von seiner Herrin prompt eingesperrt. Sie nähmlich dachte, er sei einfach verrückt geworden.

 

Christoph von Bleichwang, ein weiterer Verehrer von Olivia, wird von Tobias dazu angestachelt,  sich mit Cesario einen Zweikampf zu liefern. Würde er Cesario besiegen,  dann wäre der Weg zur Gräfin frei. Nur leider gerät Christoph ausgerechnet Sebastian (der nun ebenfalls für Cesario gehalten wird) und steckt bei diesem Zweikampf ordentlich Prügel ein.

 

"Was ihr wollt" - ein Feuerwerk an Verwirrungen

Das Chaos nähert sich nun dem absoluten Höhepunkt:

  • Orsino trifft ein um persönlich mit Olivia zu sprechen. Sie teilt ihm mit, dass sie bereits mit Cesario verheiratet ist, was auch der Priester bestätigt, der die beiden vermählt hat.
  • Die nichtsahnende Viola kommt hinzu und wird von Orsino zum Duell aufgefordert.
  • Als auch noch Kapitän Antonio erscheint ist die Verwirrung perfekt: Er hält Viola für Sebastian, den er ja gerettet hat, Viola versteht gar nichts mehr und Orsino fühlt sich von seinem Pagen hintergangen.
  • Bevor die Situation eskaliert, kommt Sebastian hinzu und klärt alles auf. Viola fällt ihrem Bruder in die Arme und legt ihre Verkleidung ab. Orsino ist so angetan von der hübschen Viola, dass er sie um ihre Hand bittet. Malvolio wird natürlich rehabilitiert, bleibt aber verbittert.

 So gibt es für fast alle ein Happy-End, das beinahe zu einer Tragödie geworden wäre...

Grace, am 31.03.2013
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