Die größten Krankmacher unserer Zivilisation - Stress, Übergewicht, Rauchen

Sein Gewicht dauerhaft und vor allem gesund zu reduzieren ist immer schwer und langwierig. Mit dem Rauchen aufzuhören ebenfalls. Folgende Zahlen sprechen für sich: Etwa 90 Prozent aller Raucher und Abnehmwillige schaffen es eben gerade nicht, ihr Sucht- oder Essverhalten langfristig oder  - idealerweise - dauerhaft zu ändern. Nahezu 75 Prozent aller Arztbesuche basieren auf Stress. Um es klar zu sagen, den Gang zum Arzt wird eine Hypnosetherapie niemals ersetzen können, diese kann aber gezielt dazu eingesetzt werden, das Umlernen verschiedener Verhaltensmaßnahmen im täglichen Leben leichter und effektiver zu bewerkstelligen oder sogar dazu beitragen, völlig anders auf bestimmte Situationen zu reagieren. 

Hypnosetherapie - Was passiert da mit mir?

Um es vorweg zu nehmen: Ja.

Leider hat der Begriff Hypnose immer noch einen leidigen Beigeschmack in unserem Alltagsleben. Nicht umsonst ist dies auch vielen Film- und Fernsehsendungen zu verdanken, die die Hypnose als bloße Zauberei oder gefährliche Scharlatanerie darstellen. Tatsache ist, dass ein Patient in einer Sitzung unter fachkundig durchgeführter hypnotischer Trance in einen Unterbewusstseinszustand versetzt wird, der es dem Therapeuten erlaubt, per verbaler "Anweisung" dem Patienten zu suggerieren, was für ihn gut ist und was nicht. Dabei ist diese Anweisung eher als eine Anleitung zu verstehen. Der Patient selbst entscheidet dabei für sich immer noch ganz allein, was für ihn gut ist oder was nicht, was er tun möchte und was er besser lassen sollte. Mit gebieterischer Autorität des Therapeuten und Willensaufzwingung hat dies überhaupt nichts zu tun, es würde nämlich schlichtweg gar nicht funktionieren. Der erhobene Zeigefinger ist also völlig fehl am Platze.

In den Sitzungen wird vom geschulten Therapeuten versucht, das Gehirn des Patienten auf bestimmte Dinge des Lebens vorzubereiten. Das Ziel ist, die Sicht oder die Wahrnehmung von bestimmten Dingen oder Situationen im Alltag zu verändern, damit der Patient selbst lernt, seine Sichtweise zu berichtigen, bei manchen Situationen vielleicht sogar völlig anders zu reagieren.

Um es einfach zu erklären: Bei einer Hypnosetherapie wird der Patient vom Therapeuten dabei unterstützt, seine Gedanken neu zu ordnen oder völlig umzudenken. Dies hilft, mit Begebenheiten des Lebens, gemachten Erfahrungen oder sogar Suchtsymptomen völlig anders im Alltag umzugehen und mental gestärkt an Dinge heranzugehen.

Wann eignet sich eine Hypnosetherapie?

im Grunde eignet sich eine Hypnosetherapie nahezu bei jeder Art von Krankheit oder Störung, wenn sie auch niemals den Gang zum Arzt ersetzen kann und darf.

Wir halten fest: In einer von einem Therapeuten durchgeführten hypnotischen Trance werden Selbstheilungskräfte aktiviert und die Gehirnaktivität im Unterbewusstseinszustand genutzt, um Dinge im Leben zu ändern oder leichter angehen zu lassen. Insofern kann fast bei jeder Art von Krankheit eine Hypnosetherapie gut für Körper und Seele sein, zumindest unterstützend.

Gute bis sehr gute Erfolge werden bei einer Hypnosetherapie bei rein körperlichen Beschwerden, Depressionen und Stresssymptomen erzielt. Doch auch ADHS-Patienten, Angstpatienten, Allergiker, hier vor allem die große Zahl von Patienten mit Heuschnupfen, Personen mit chonischen Schmerzen und sogar Patienten mit Reizdarmbeschwerden können erfolgreich, teilweise bis hin zur Schmerz- und Beschwerdefreiheit, therapiert werden. Bei einer Therapie wird in aller Regel die Sichtweise und die Reaktion auf bestimmte Dinge oder Elemente geändert und sogar die körpereigenen Selbstheilungskräfte werden effektiv aktiviert.

Hypnosetherapie und die Kosten - Privat oder gesetzlich versichert?

Um es einmal klar zu sagen, bereits seit dem Jahre 2006 erkennen sogar die gesetzlichen Krankenkassen eine Hypnosetherapie als offizielles Heilverfahren an, übernehmen allerdings in den wenigsten Fällen für diese Art von Therapie die Kosten. Allerdings lohnt es sich immer, vor einer Behandlung mit der Krankenkasse über die entstehenden Kosten zu sprechen. Es gibt inzwischen tatsächlich geringe Einzelfälle, wo von der gesetzlichen Krankenkasse alle Kosten übernommen worden sind. Wer privatversichert ist oder eine Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen hat, für den sieht die Sache schon einfacher aus. Hier kommt es auf den Leistungskatalog der jeweiligen Kasse an oder ob die Hypnosetherapie mit versichert ist. Auf jeden Fall sollte man, um hinterher kein finanzielles Fiasko zu erleben, vor einer Behandlung mit der entsprechenden Krankenkasse sprechen.

Die meisten Hypnosepraxen sind ohnehin Privatpraxen, welche sich eben gerade nicht an Krankenkassensätze halten müssen und so dem Patienten selbst die Rechnung ausstellen, die dieser dann auch allein zu zahlen hat. Es ist also sinnvoll, vorher in der Hypnosepraxis nach den Kosten zu fragen, da die Sitzungen in der Preisspanne recht unterschiedlich sind.

Autor seit 5 Jahren
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