Osteochondrose: Was ist das eigentlich genau?

Eine Osteochondrose von Wirbelsäule und Gelenken beruht zum einen auf durch Verschleiß oder Abnutzung der Bandscheiben verursachte Veränderungen der knöchernen Wirbelkörper und zum anderen auf einer mangelhaften chondralen Ossifikation, bei der Knorpelgewebe zu Knochengewebe umgewandelt wird. Umfassende Informationen und Tipps hält die Webseite http://www.osteochondrose-info.de bereit.

Skelett (Bild: Bildquelle: Nemo@Pixabay)

Ursachen einer Osteochondrose

Wirbelsäule: Osteochondrosis intervertebralis 

Allein schon der aufrechte Gang des Menschen bedeutet eine enorme Belastung für die Wirbelsäule. Hinzu kommen Fehlbelastungen: Viele Arbeiten werden heutzutage im Sitzen oder Stehen erledigt. Wenig Abwechslung in den täglichen Bewegungsabläufen und womöglich noch fehlender Bewegungsausgleich in der Freizeit unterstützen einen schädlichen Prozess und erschweren zusätzlich den Nährstofftransport zwischen Abschnitten der Wirbelsäule und innerhalb der Gelenke. Da die Wirbelsäule im Lendenwirbelbereich den stärksten Druck auffangen muss, tritt eine Osteochondrose hier bevorzugt auf. 

Als weitere Ursache ist Skoliose zu nennen, eine Wirbelsäulenerkrankung, bei der die Wirbelsäule eine unnatürliche Krümmung aufweist. Die dadurch unvermeidliche ständige Fehlbelastung kann schließlich zur Osteochondrose führen. 

Auch bei Bandscheibenvorfällen oder –entzündungen und nach Operationen an der Wirbelsäule kann sich eine Osteochondrose entwickeln. 

 

Gelenke: Osteochondrosis dissecans 

An Gelenken entsteht eine Osteochondrose aufgrund einer gestörten Ossifikation – der Umwandlung von Knorpel- zu Knochengewebe. Wird Knorpelgewebe nämlich zu langsam in Knochengewebe umgebaut, entsteht allmählich eine zu dicke Knorpelschicht. Im Knorpel befinden sich keine Blutgefäße. Seine Nährstoffe nimmt er über Diffusion auf. Bei zu dicker Knorpelmasse werden die tieferen Schichten nicht mehr ausreichend versorgt und verkümmern. Es kann sich dabei sogar ein Stück Knorpel lösen und frei im Gelenk schwimmen: die sogenannte Gelenkmaus. Am häufigsten von einer Osteochondrose betroffen sind Knie- und Sprunggelenk sowie Ellenbogengelenk.

Osteochondrose behandeln

Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztherapie (MRT) helfen bei der Diagnose. In der folgenden Therapie geht es zunächst um Schmerzlinderung, wobei auch die Muskulatur entspannt. Vereinzelt wird sogar vorläufige Bettruhe verordnet. Bei bestehender Entzündung werden Antiphlogistika – entzündungshemmende Medikamente – gegeben. Gute Erfolge bringen physiotherapeutische Behandlungen, gern verbunden mit Elektrotherapie oder Wärmeanwendungen wie Fangopackungen und Rotlichtbestrahlungen. 

Ganz wichtig: Eine erfolgversprechende Therapie bindet den Osteochondrosepatienten aktiv mit ein. Gezielte Beweglichkeitsübungen für die Gelenke sowie Muskelaufbautraining sollen weiterer Degeneration vorbeugen. Der Besuch einer Rückenschule ist ebenfalls angezeigt, um dem Patienten eine verbesserte Rückenhaltung und typische Situationen für Fehlbelastungen bewusst zu machen.

Beeinflusst der Ernährungsstil Osteochondrose?

Lecker! Aber wie gesund? (Bild: Bildquelle: [email protected])

Es ist möglich, mit einer speziellen Ernährung den Verlauf einer Osteochondrose günstig zu beeinflussen beziehungsweise ihr vorzubeugen. 

Neben den allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Kost wie Vermeiden von Fertiggerichten und Fast Food gelten hier folgende Tipps: 

Wenig Fleisch essen, am besten vegetarisch ernähren oder sonst statt Fleisch Fisch wählen. Fisch darf sogar mehrmals pro Woche auf den Teller. Reduzierter Fleischkonsum ist aber okay, wenn es sich um fettarmes Fleisch handelt und dieses fettarm zubereitet ist. Scharfe Gewürze und insbesondere Salz sind weitmöglichst einzuschränken. Kräuter und übrige Gewürze sind erlaubt. Kalziumhaltige Milchprodukte zum Knochenaufbau werden empfohlen

Zum Schluss

Dieser Artikel dient der Information. Den fachkundigen Rat von Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker kann und soll er nicht ersetzen.

Textdompteuse, am 10.08.2014
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Autor seit 13 Jahren
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