Weihnachten - Lebkuchen und Glühwein - Gewürze sorgen für Weihnachtsstimmung

 

In der Weihnachtsbäckerei
gibt es manche Leckerei...

Jeder kennt es, jeder liebt es. Es duftet nach Weihnachten.

Die charakteristischen Weihnachtsaromen erinnern uns an vergangene Kindertage, an besinnliche Stunden, an Lebkuchen, an Glühwein und allerlei leckeres Gebäck.

Die typischen Gewürze sind es, die den so besonderen Geschmack und herrlich aromatischen Duft ausmachen, ohne die Weihnachten wohl undenkbar wäre.

Weihnachten hat seinen eigenen Duft - Exotische Gewürze sorgen für kulinarische Verführungen

Das Weihnachtsfest besitzt nicht nur die typischen Gebräuche, signifikante Weihnachtslieder oder bedeutsame Symbole. Um in die richtige feierliche Stimmung gelangen zu können, gehört auch der weihnachtliche Geruch nach Zimt, Anis oder Vanille dazu.

Gerade in der Advenszeit wird in aller Regel sehr viel gebacken und der besonders aromatische Duft lockt die Familienmitglieder um den nachmittäglichen Kaffeetisch. Lebkuchen, Pfefferkuchen und Vanillekipferl sind zum Beispiel beliebte Köstlichkeiten, die zur Weihnachtszeit nicht nur von Kindern gern gegessen werden.

Exotische Gewürze - Muskat, Gewürznelke, Piment - Nicht nur lecker, auch gesund

Muskat

Muskat ist eigentlich kein typisches Weihnachtsgewürz und wird in der alltäglichen Küche vielfach verwendet, beispielsweise zum Verfeinern von Kartoffelpürees, Spargel oder Blumenkohl. Dennoch ist Weihnachtsgebäck ohne das Gewürz Muskat völlig undenkbar, findet es doch Einsatz bei Pfeffernüssen oder Lebkuchen. Dabei kann sowohl die Muskatnuss wie auch die Muskatblüte verwendet werden. Die Blüte ist etwas feiner im Geschmack. Das Gewürz Muskat stammt aus Indien und ist, in Maßen genossen, gesund für Leber und Herz. Ab einer Menge von etwa 5 g täglich ist Muskatnuss ungesund, ja sogar giftig.

 

Gewürznelke

Gewürznelken sind Myrtengewächse und in unseren Landen seit dem frühen Mittelalter als Gewürz bekannt. Ursprünglich stammt die Gewürznelke von den Molukken, wird aber heute weltweit angebaut. Da die Pflanze erst nach etwa 20 Jahren blüht und die Ernte von Hand erfolgen muss, sind Gewürznelken recht teuer. In der alltäglichen Küche harmonisiert die Gewürznelke wunderbar zu Rotkohl. In der Weihnachtsküche findet die sehr eigentümlich schmeckende Nelke Einzug in viele Leckereien, wie etwa Lebkuchen, Glühwein und Früchtebrot. Spekulatius ohne Gewürznelken ist einfach undenkbar. Die Gewürznelke besitzt viele ätherische Öle, die gerade in der Zahnmedizin genutzt werden. Die Nelke dämpft Schmerzen, wirkt antiseptisch und krampflösend.

 

Piment

Piment, auch Nelkenpfeffer genannt, sollte nicht mit der Gewürznelke verwechselt werden. Piment wächst an Bäumen und stammt aus Indien. Seine Entdeckung als Gewürz in Europa verdanken wir Kolumbus. Pimentkörner sehen dem normalen Pfeffer sehr ähnlich, seine Würze steckt jedoch in der Schale. Vielfach wird es als Gewürz zu Soßen und Fleischgerichten verwendet. In der Weihnachbäckerei verleiht Piment dem Lebkuchen seine unaufdringliche Schärfe. Piment wirkt verdauungsfördernd.

Exotische Gewürze - Koriander, Anis, Vanille und Zimt - Der typische Geschmack

Koriander

Koriander ist so alt wie die Menschheit und fand sogar als Gewürz und Medizin Einzug in die Bibel bei Moses. In Pharaonengräbern fand man dieses Doldenkraut als Grabbeigabe. So wirkt es effektiv bei Blähungen und äußerst lindernd bei Magenkrämpfen. Unserer hier beheimateten Petersilie sieht Koriander sehr ähnlich, stammt aber ursprünglich aus dem vorderasiatischen Bereich. In der asiatischen Küchen ist Koriander als Gewürz nicht wegzudenken, schmeckt aber auch hervorragend zu heimischen Bratkartoffeln. In der Weihnachtsküche ist Koriander ein fester Bestandteil bei Lebkuchen und Printen mit seinem würzigen und zugleich süßlichen Aroma.

 

Anis

Was wäre Weihnachten ohne Anisplätzchen? Anis besitzt eine besondere milde Süße mit einem einziartigen Aroma und passt bestens zu Gewürzkuchen, Lebkuchen oder Weihnachtsbroten. Anis ist ursprünglich eine aus dem Orient stammende Heilpflanze und sieht unserem Dill sehr ähnlich. Sie wirkt insbesondere schleimlösend und entkrampfend. Vielfach findet man Anis heute in Spirituosen, wie etwa dem griechischem Ouzo. Auch Süßigkeiten, wie etwa in Bonbons, verleiht Anis sein typisches Aroma.

 

Vanille

Vanille wird in der Regel grundsätzlich jedem Kuchenteig, etwa in Form von Vanillezucker, zugesetzt. Aber auch Punschgetränke oder der herrliche Duft von Bratäpfeln verdanken ihrem Aroma der süßen Vanille. Man sagt diesem Gewürz nach, dass es eine aphrodisierende Wirkung hat. Vanille ist ein Orchideengewächs und stammt aus Mexico. In Verbindung mit Schokolade entfaltet Vanille sein unvergleichliches Aroma. Heute gibt es vielfach künstlich hergestellte Vanille, doch gilt die Vanilleschote nicht umsonst als Königin der Gewürze. Echte Vanille wirkt bakterienabtötend und war bis hinein ins frühe 19. Jahrhundert nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel in Cremes bei Hautkrankheiten bekannt.

 

Zimt

Zimt zusammen mit Orangen oder Pflaumen sind nicht nur an Weihnachten lecker. Zimt entstammt der Rinde des Zimtbaumes und kommt hauptsächlich aus Sri Lanka und Indien. Wunderbar duftende und selbst gebackene Zimtsterne am Weihnachtstisch sind nahezu ein Muss bei jedem Fest. Zimt passt bestens zu Glühwein, Tees und Punschgetränken, aber ebenso zu Bratäpfeln, Kuchen, Kuchenglasuren oder allerlei Gebäckstücken. Zimt senkt den Blutzuckerspiegel und stärkt die Abwehrkräfte. Wer sich etwas Gutes tun will, sollte hochwertigen Zimt nehmen. Zimt ist leider etwas in Verruf geraten durch den Inhaltsstoff Cumarin, der krebserregend wirken kann. Cumarin findet sich allerdings nur in den billigen Zimtsorten. Der Zimt aus Sri Lanka gilt als der beste und gesündeste weltweit und beinhaltet kein Cumarin.

Autor seit 5 Jahren
68 Seiten
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