Wie wurde getestet?

Die Stiftung Warentest gewichtet bei solchen Tests die einzelnen Kriterien, in diesem Fall entfielen auf:

  • Trocknen: 50 %
  • Hand­habung: 30 %
  • Umwelt­eigenschaften: 15 %
  • Sicherheit und Verarbeitung: 5 %

Dabei nehmen die Tester Abwertungen im Gesamturteil vor, wenn wichtige Eigenschaften mangelhaft sind. Das betraf etwa die Sicherheit und Verarbeitung, wenn diese mangelhaft war, konnte das Gesamturteil nicht besser ausfallen - siehe den Testverlierer von Gorenje. Wenn beispielsweise die Wärmepumpensiebe nur "ausreichend" zu reinigen waren, erhielt die Hand­habung einen Abzug um eine halbe Note. Bei den Prüfungen legt die Stiftung Warentest offizielle Normen wie die EN 61121:2013 zugrunde. Bei den Füllmengen richtet sie sich nach Herstellerangaben und nach der anfänglichen Restfeuchte von 50 %, mit der die Wäsche nach dem Schleudern aus den meisten Waschmaschinen kommt.

Testsieger und -verlierer beim Wäschetrockner Test von Stiftung Warentest


Den ersten Platz teilten sich die deutschen Premiumhersteller Siemens, Bosch und Miele, wobei der Gleichstand zwischen dem Siemens- und dem Bosch-Gerät nicht zu überraschen vermag: Beide Unternehmen betreiben seit 1967 die Firma BSH (Bosch Siemens Hausgeräte) und stellen vielfach mit diesem Unternehmen identische Haushaltsgeräte her, die sie nur unter dem jeweils eigenen guten Namen vermarkten. Dreimal Platz eins mit der Note "gut" (1,9) gab es beim Wäschetrockner Test für:

  • Siemens WT47Y701 iQ800
  • Bosch WTY87701
  • Miele T 8857 WP EcoComfort

Testverlierer mit "mangelhaft" war das Gorenje-Gerät D7664N. Dieser Wäschetrockner fiel durch, eine mangelhafte Note bei Stiftung Warentest ist ein eindeutiges Signal an die Kunden: nicht kaufen! Das Gerät könnte eine tödliche Kinderfalle werden, denn der polnische Hersteller Gorenje hält eine bestimmte Norm nicht ein, die besagt, dass der Kraftaufwand beim Öffnen einer Wäschetrocknertür maximal 70 Newton betragen darf (wenn die Tür eingeschnappt ist). Damit könnte ein hineingeklettertes Kleinkind die Tür von innen aufdrücken. Gelingt ihm das nicht, droht der Erstickungstod. Das Gorenje-Gerät D7664N überschreitet diesen Normwert, es musste absolut abgewertet werden.

Wäschetrockner Test: Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest ermittelte das Trocknungsergebnis (in % der Restfeuchte), die Energieeffizienz, die Dauer der Programme, Sicherheitsmerkmale, die Bedienung/Handhabung und die Lautstärke. Dabei unterschieden die Tester zwischen Kondensationstrocknern mit und ohne Wärmepumpentechnologie sowie Ablufttrocknern. Trocknen können moderne Wäschetrockner durchweg, sie schaffen "schranktrocken", das ist Wäsche mit einer Restfeuchte unter 10 Prozent (so viel Feuchte enthält über die normale Luftfeuchtigkeit auch Wäsche, die über Wochen im Schrank liegt). Hierfür wurde bei allen Trocknern die Note "gut" vergeben. Große Differenzen gibt es bei der Dauer der Programme, beim Stromverbrauch und hinsichtlich der Bedienung. Beispiel Dauer: Das Programm "Schranktrocken" kann zwei oder drei Stunden dauern, der Stromverbrauch 212 kWh oder auch 512 kWh pro Jahr betragen (Wärmepumpen- versus Ablufttrockner, beide Geräte mit 7 kg Fassungsvermögen), die Reinigung der Flusensiebe kann von Hand oder automatisch erfolgen. Das Menü ist mehr oder weniger verständliche, die Verarbeitung unterschiedlich solide. Auch auf die genormte Türverrieglung legten die Tester Wert. Ausführlichte Testberichte zu den aktuell beliebtesten Wäschetrocknern finden Sie übrigens auf waeschetrockner-test.de.

Test Fazit zu Wäschetrocknern

Moderne Wäschetrockner leisten ganze Arbeit, aber mit unterschiedlicher Energieeffizienz. Wirklich sparsame, aber auch teure Geräte sind nur Wärmepumpentrockner.

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