Im Internet zählt der Überblick

Im Internet zählt der Überblick (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Systematisierte Positionen erleichtern das Lesen

Wenn Website-Inhalte an der Wahrnehmung der Leser ausgerichtet sind, dann wird damit viel Zeit gespart und auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingegangen. Die Besucher finden sich auf Websites schneller zurecht, wenn sie wissen, wo sie suchen müssen – und wenn das Gesuchte dort zu finden ist, wo die Besucher es erwarten.

Typische Positionserwartungen für Standard-Komponenten von Websites:


- Hauptnavigation als linke Spalte oder horizontale Linie am Seitenkopf

- Websiteinterne Suche am Seitenkopf rechts oben

- Texte in der Mitte der Website oder vom linken Rand ausgehend

- Ausgehende Links als rechte Spalte

Dass es ganz genau feststellbare Positionserwartungen gibt, bedeutet nicht, dass man sie stets 1:1 einhalten muss. Es ist ausreichend, sich an den Bedürfnissen der Leser zu orientieren und die Website-Struktur daran auszurichten. Im Einzelfall kann das auch bedeuten, Abweichungen vorzunehmen. Ganz gleich, wie die Website gestaltet wird, wichtig ist, dass man jeden Schritt begründen kann. Was am Ende zählt, ist immer der Gesamtzusammenhang. Das passende Setzen der Standard-Komponenten gibt der Website einen klaren Rahmen. Dieser muss dann – natürlich auch den Positionserwartungen gemäß – gefüllt werden.

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Die Website im Überblick

Das A und O einer guten Website ist die Übersichtlichkeit. Die Startseite und alle anderen Seiten müssen so übersichtlich sein, dass ein fremder Leser sofort weiß, wo er hin muss, um etwas Bestimmtes zu finden. Darum ist es wichtig, bereits bei der Startseite den Blickverlauf von Lesern zu berücksichtigen. Dort, wo die Nutzer als erstes hinschauen, sollte auch der Blickfang der Website sein. Als Blickfang können ein Bild oder das stärkste Thema eines redaktionellen Textes genutzt werden. Die Leser blicken zu allererst auf das obere linke Viertel einer Website. Darum sollte die obere linke Fläche stets ansprechend, reizvoll und informativ sein.

 

Der Blickverlauf verschiebt sich dann weiter Richtung Website-Mitte und schließlich an den rechten und unteren Rand. Es ist auch möglich, das obere linke Viertel mehrfach als Blickfang zu nutzen, indem man zum Beispiel das Firmenlogo und einen Teil der Navigation dort einbindet. Um den Überblick aufrechtzuerhalten, sollte auf der Startseite mit möglichst wenigen Worten so viel wie möglich über den Inhalt der Seite gesagt werden. Um die Frage des Users ("Bin ich hier richtig?") zügig zu beatworten, ist eine kurze und prägnante Darstellung des Inhalts unumgänglich. Als Tagline eignet sich ein zentraler Satz, der sofort verrät, was auf der Internetpräsenz zu erwarten ist.

 

Wenn auf einer Website umfangreiche Inhalte präsentiert werden, dann muss eine innere Ordnung gestaltet werden, die hierarchisch geprägt ist. Das heißt, dass wichtige von unwichtigeren Themen getrennt werden müssen. Wer entscheidet darüber, ob Webinhalt eher wichtig oder eher unwichtig ist? Das hängt ganz von der Absicht ab, die man verfolgt. Wer möglichst viele Leser erreichen will, sollte stets die Suchbegriffe recherchieren, nach denen häufig gesucht wird. Wenn dann die Inhalte auf diese Suchbegriffe optimiert werden, steigt deren Relevanz für die eigene Website. Die Ordnung muss für die Leser erkennbar sein. Ein Inhaltsverzeichnis, ein Archiv oder ein Blog sind hier gute Möglichkeiten, um Inhalte zu systematisieren.

 

Verwendete Literatur

Eydt, Christoph (2012): Der Internetautor. Schreiben für Mensch und Suchmaschine.

            Eisleben: Amazon Kindle.

Grafberger, Ulrikge & Hörner, Thomas (2009): Texten für das Internet. Ein Ratgeber

            für den erfolgreichen Web-Auftritt. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.

Heijnk, Stefan (2011): Texten fürs Web. Planen, schreiben, multimedial erzählen.

            Das Handbuch für Online-Journalisten. Heidelberg: dpunkt Verlag.

Autor seit 3 Jahren
17 Seiten
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