Antibiotika und Milch

 Wer Tabletten nehmen muss, denkt in erster Linie an Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Kaum jemand macht sich Gedanken, welche Nahrungsmittel er bei der Tabletteneinnahme meiden sollte. Vielleicht mit einer Ausnahme, bei der Einnahme von Antibiotika. Hier dürfte die Empfehlung Milch- und Milchprodukte nicht zu verzehren schon geläufig sein. Fotoquelle: Alexandra H./pixelio.de

Grapefruit und Blutdruckmittel

Besondere Vorsicht ist beim Verzehr von Grapefruit-Früchten zu beachten. Bei der Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten kann es schnell zu einem extremen Blutdruckabfall kommen. Auch Schwindel oder Herzrasen gehören zu den Symptomen die nach dem Verzehr der Zitrusfrucht auftreten können. Darüber hinaus können auch Wechselwirkungem in Kombination mit Grapefruit bei Schmerz- und Schlafmitteln sowie Antihistaminika auftreten.

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Lakritze und Diuretika

Hin und wieder mal ein oder zwei genaschte Lakritzschnecken werden kaum zu Beschwerden führen. Wer jedoch langfristig Mittel zum Entwässern, so genannte Diuretika einnimmt und häufiger in die Naschtüte greift, muss mit Kaliumverlust rechen, der sich durch erhöhtem Blutdruck, Schläfrigkeit und Muskelschwäche bemerkbar macht.

Sauerkraut und Antidepressiva mit MAO-Hemmer

Lebensmittel wie Sauerkraut, Käse, weiße Bohnen oder Hering werden während der Einnahme von Antidepressiva nicht so schnell verdaut. Das benötigte Enzym kann nicht wirksam werden und es kommt schlimmstenfalls zu Blutdruckkrisen, die schnell behandelt werden müssen um Organschäden zu verhindern. In diesem Zusammenhang wird besonders auf die Gefahr bei Chianti, in Verbindung mit MAO-Hemmern hingewiesen, die zu ausgeprägten Wechselwirkungen führen können.

Monoaminooxidase-Hemmer oder auch -Inhibitoren hemmen das Enzym Monoaminooxidase und hemmen auf diese Weise den Abbau von biogenen Aminen. Aufgrund dieser Eigenschaft werden sie als Antidepressiva genutzt. Hierbei tritt allerdings die...
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Schwarzer Pfeffer und Asthma-Mittel

Ich denke die Warnung vor schwarzem Pfeffer im Zusammenhang mit der Tabletteneinnahme von Medikamenten bei Asthma bronchiale wird nur eine ganz kleine Gruppe von Patienten betreffen. Eine Warnung ist dennoch angebracht. Hauptstoff des schwarzen Pfeffers ist Piperin. Dieser wirkt dem Abbau von Theophyllin entgegen, sodass der Thephyllinspiegel erhöht wird. Deshalb sollte man auch tanninhaltige Lebensmittel wie Schwarztee, Grüntee, Himbeere und Walnüsse nur in Maßen essen. 

 

Kaffee und Eisentabletten

Gerade Frauen müssen wegen starker Blutverluste während der Periode gelegentlich Eisentabletten einnehmen. Kaffee oder Tee machen die Wirkung jedoch zunichte. Die Gerbsäure der Getränke bindet die Eisenionen, sodass sie ohne vom Körper aufgenommen, wieder ausgeschieden werden. Ganz auf  Kaffee oder Tee muss man allerdings nicht verzichten. Liegt eine große zeitliche Spanne zwischen Tabletteneinnahme und dem Trinken, kann man dieser unerwünschten Wechselwirkung vorbeugen.

Blutverdünnende Mittel und Lebensmittel mit viel Vitamin K

Wer Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen muss, sollte Nahrungsmittel mit viel Vitamin K nur sehr mäßig zu sich nehmen. Darunter fallen beispielsweise Brokkoli, Blumen- und Rosenkohl, Kopfsalat, Leber, Spargel und Spinat.

 

 

Wichtiger Hinweis! Eine Beratung durch Ihren Arzt oder Apotheker ist unerlässlich, um bei Wechselwirkungen mit Lebensmitteln keine bösen Überraschungen zu erleben!

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Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 21.09.2011
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