Weihnachtsbaum, Adventskranz und Dekoration

Die aufregende Zeit für die Vierbeiner beginnt schon lange vor Weihnachten. spätestens dann, wenn dekoriert wird. Das erste für den Hund ungewöhnliche Teil kommt schon Wochen vor Weihnachten ins Haus: der Adventskranz. Einige Zeit später steht der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Beiden gemeinsam ist der natürliche Duft nach Wald, was ja einen Hund schon einmal irritieren und zum Beinheben am Baum verleiten kann - dafür sind Bäume aus seiner Sicht nun einmal da und draußen macht er das ja schließlich auch. In der normalen Hundeerziehung sollte es möglich sein, dem Hund das Interesse an bestimmten Gegenständen (also auch am Weihnachtsbaum) zu verleiden. Das erfordert ein bisschen Übung, aber irgendwann wird er begreifen, dass es eben nicht "seins" ist, so wie das bei vielen anderen Gegenständen auch selbstverständlich ist.

Eine Alternative wäre ein künstlicher Baum, der eben nicht so interessant riecht. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass zumindest schon einmal eine weihnachtliche Gefahrenquelle ausgeschaltet wird, nämlich das Fressen von pieksigen Tannennadeln. Ein Duftspray oder Öl mit Tannennadelduft sollte übrigens nach Möglichkeit nicht zum Einsatz kommen und wenn, dann nur ganz dezent und an unzugänglichen Stellen, damit der Hund nichts ablecken kann.

  • Weihnachtskugeln, egal ob am Baum, auf dem Adventskranz oder irgendwo anders im Zimmer müssen hundesicher sein. Das heißt, es sollte nichts zum Einsatz kommen, was kaputtgehen kann, denn Scherben sind für des Vierbeiners Magen und Pfoten sehr gefährlich.
  • Dekoration: Verwenden Sie kein Lametta und andere Dinge, die ein Hund leicht fressen kann. Ein Darmverschluss ist nicht schön. Dekorationen aus Holz, Stroh und anderen Naturmaterialien sind auch schön anzusehen.
  • Kerzen: Keine echten Kerzen in Hundenähe! Den Adventskranz auf dem Tisch (nicht auf einem niedrigen Couchtisch) immer beaufsichtigen, wenn dort doch echte Kerzen gewählt werden. Bei Weihnachten mit Hund bedeutet das besondere Wachsamkeit, denn wie schnell ist mal freudig am Kranz entlang gewedelt. Einen Weihnachtsbaum mit echten Kerzen sieht man heute sowieso nur noch recht selten, in Haushalten mit Hund sollte er jedoch überhaupt nicht vorkommen.

Weihnachtsleckereien

Alles riecht gut und verführerisch... Frauchen backt Plätzchen und im Ofen schmort etwas Knuspriges, das dem Hund das Wasser im Maul zusammenlaufen lässt. Doch nicht alles, was da so lecker riecht, ist auch gut für ihn. Dinge, die er das Jahr über auch nicht bekommt (weil schädlich), sollten auch an Weihnachten tabu sein, also kein "ach komm schon, einmal im Jahr darf er doch, es ist doch schließlich Weihnachten...". Stark gewürzte und/oder scharfe Speisen sind nichts für ihn, selbstverständlich dann auch keine Reste vom Weihnachtsessen. Auch keine Süßigkeiten! Nichts mit splitternden Knochen!

Plätzchen für Hunde selber machen

Beim nächsten Plätzchenbacken einfach den Teig unterteilen und den für Menschen gedachten mit der üblichen Menge Zucker zubereiten, den hündischen Teil stattdessen mit Haferflocken und ggf. für die Geschmeidigkeit einer weichen gedrückten Banane. Den Teig aus Dinkelmehl, Bananen, Haferflocken und Sonnenblumenöl geschmeidig zubereiten, ausrollen und ausstechen. Das Ganze bei 160 Grad im Ofen backen, bis die Plätzchen fertig sind. Die Hundekekse schmecken dem Hund pur, aber vermutlich noch besser mit etwas Lachscreme (Tube) oder Leberwurst. Damit hat man auch dem eigenen Anspruch genügt, dem Hund zu Weihnachten auch "etwas Besonderes" anbieten zu wollen.

Geschenke

Für viele unserer Vierbeiner ist gefühlt jeden Tag Weihnachten. Bekommen sie doch auch das Jahr über immer mal etwas mitgebracht - ein neues Spielzeug vielleicht oder einen besonders schönen Kauknochen oder ein Plüschtier. 

Die größte Weihnachtsfreude ist für ihn vermutlich sowieso, dass seine Familie Urlaub hat, zu Hause ist und mehr Zeit für ihn hat als sonst. Liegt auch noch ein bisschen Schnee, ist das für viele Hunde die Krönung. Besondere Geschenke zu Weihnachten bekommt er natürlich trotzdem. Wenn alle Familienmitglieder ihre Geschenke begutachten, möchte Bello natürlich auch etwas zum Auspacken haben. Das macht vielen einen riesigen Spaß. Selbstverständlich sollte dabei nichts verwendet werden, was leicht verschluckt werden kann. Keine Klebestreifen also und statt buntem Geschenkpapier lieber einfaches Packpapier ohne Farbe. Als Inhalt kommt dann alles in Frage, was der Hund eben gerne hat und ungefährlich ist - richtiges Hundespielzeug ohne Kleinteile, Kauknochen, Seile mit Knoten... (Oder etwas, das zwar prinzipiell hundegeeignet ist, das er aber aus anderen Gründen selten bekommt, wie zum Beispiel einen Ochsenschwanz, dessen Geruch viele Herrchen und Frauchen nur selten im Jahr oder normalerweise nur im Freien tolerieren).

Weihnachten für andere Hunde?

Schön, dass es unserem Hund so gut geht, dass er das ganze Jahr über und an Weihnachten verwöhnt wird. Bei unserem Weihnachten mit Hund denken aber gerade Hundehalter auch an Hunde, denen kein so schönes Weihnachten bevorsteht. Kleiner Tipp: Es gibt Geschäfte und Versender, die auch an beliebige Adressen innerhalb Deutschlands liefern und denen es egal ist, ob der Paketdienst ein bestelltes Paket (wie beispielsweise dieses bei Amazon) beim Besteller zu Hause oder vor dem örtlichen Tierheim ablegt.....

Sonja, vor 17 Tagen
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Bildquelle:
Eigenes (Können Hunde zählen?)

Autor seit 6 Jahren
292 Seiten
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