Wohin mit dem Weihnachtsstern?

Absichtlich ist hier nicht davon die Rede, die Pflanze erneut "zum Blühen" zu bringen, denn (obwohl sie natürlich auch blüht) sind die schön anzuschauenden roten oder andersfarbigen Blätter keine Blüten sondern stark gefärbte Hochblätter, die sogenannten Brakteen. Diese Hochblätter umgeben die eigentliche Blüte, die allerdings recht unscheinbar ist. 

Hat der Weihnachtsstern ab Heiligabend ausgedient?

Im Laden ist ein Weihnachtsstern ja spätestens nach den Feiertagen bestenfalls noch ein Ladenhüter auf der Resterampe. Die schönen farbigen Blätter verschwinden auch bei bester Pflege meistens spätestens im Januar und so landet das weihnachtliche Gewächs in vielen Haushalten nach dem Fest im Müll. Das muss nicht sein, denn es erfordert nur wenig Aufwand, die Pflanze zu überwintern (oder besser zu übersommern), damit sie im Folgejahr noch um ein Vielfaches schöner anzusehen ist.

Dazu schneidet man der Blütezeit (im Januar) die farbigen Hochblätter herunter und lässt die Pflanze neu austreiben. Jetzt ist auch der beste Zeitpunkt zum Umtopfen in ein größeres Gefäß mit normaler Blumenerde. Düngergaben sind nun ebenfalls nicht verkehrt. Nun kann der Weihnachtsstern auch draußen an einer windgeschützten Stelle bis zum Herbst stehen.

Dann allerdings müssen künstliche Kurztage hergestellt werden, denn die farbigen Brakteen bilden sich nur aus, wenn die Pflanze über mehrere Wochen hinweg weniger als 12 Stunden Licht pro Tag bekommt. Das lässt sich aber einfach bewerkstelligen, indem man den Weihnachtsstern an einem nicht sonnigen Standort unterbringt und ihn ab den frühen Abendstunden mit einem schwarzen undurchsichtigen Vlies oder einer schwarzen Folie einhüllt. Am leichtesten geht das, wenn man ein Pflanzgefäß mit einem kleinen Dach (siehe Anzeige unten) oder anderem Aufbau wählt, denn dann kann die Folie dort befestigt werden und berührt die Pflanze nicht. Nach ca. 6 Wochen wird sich die endgültige Färbung zeigen und der Weihnachtsstern kann nun als weihnachtliche Dekoration an seinen Platz gebracht.

Hinweise zur Pflege

Weihnachtsstern mögen keine Zugluft. Das gilt für solche, die man tunlichst nicht aus dem Eingangsbereich eines Supermarktes mitnehmen sollte und aber auch für das Übersommern zu Hause. Zuviel Wind sorgt dafür, dass die Pflanze recht schnell ihre Blätter verliert.

Nasse Füße kann der Stern ebenso wenig leiden und reagiert darauf mit Wurzelfäule.

In jedem Fall ist es der Weihnachtsstern aber wert, auf diese Besonderheiten Rücksicht zu nehmen, denn die Pflanze wird es danken und über den Sommer zu einem ordentlichen Busch heranwachsen, der in jedem Jahr wieder die schönsten Hochblätter hervorbringen kann.

Sonja, am 02.01.2017
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Bildquelle:
Eigenes (Alleebäume im eigenen Garten)
Eigenes (Selbstversorgung mal anders - Esskastanien selber im Garten anpflanzen)

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