Welche Frisur passt zu mir? Die Frage bekommt eine andere Dimension

Die Frage, welche Frisur zu mir passt, ist immer noch nicht überflüssig, sie bekommt jedoch heute eine andere Bedeutung. Die Frage sollte nicht mehr lauten: "Welche Frisur lässt mein Gesicht schlanker oder weiblicher erscheinen?" sondern eher: "Welche Frisur bringt meine Persönlichkeit und den Charakter meines Gesichtes besser zum Ausdruck". Der Charakter des Gesichtes sollte nicht durch eine aktuelle Trend Frisur verdeckt werden. Zu einem schmalen, langen Gesicht dürfen ruhig lange, glatte Haare getragen werden und ein kantiger Charakterkopf muss nicht unter einer femininen Mähne versteckt werden. Trotzdem, unsere Frisur ist unser wichtigstes Accessoire, wichtiger als Kleidung oder Make-up. Lesen Sie, wie Sie die Frisur finden, die Ihr natürliches Erscheinungsbild unterstreicht und wenn gewünscht auch den Ausdruck des Gesichtes verändert.

Frisuren setzen Kontraste zum eigenen Gesicht

Das Geheimnis eines interessanten Looks liegt oft in den Kontrasten. Kontraste sind jedoch stets wesentlich auffälliger und extrovertierter als harmonische Formen. Diesen Grundsatz können wir uns bei der Wahl der passenden Frisur zunutze machen. Sie müssen sich entscheiden: Möchten Sie eher auffallen? Sind Sie ein extrovertierter Typ? Oder wünschen Sie sich eher ein unauffälligeres, harmonischeres Erscheinungsbild? Für extrovertierte Frauen sind Frisuren ideal, die einen Kontrast zur eigenen Gesichtsform bilden. Angenommen, Sie haben ein rundes oder ovales Gesicht und keine besonders markanten Züge. Solchen femininen Frauen stehen geradlinige Haarschnitte mit ausgeprägten Kanten sehr gut. Glattes Haar unterstreicht diesen Aspekt. Ein gutes Beispiel ist die Schauspielerin Halle Berry. Mit langer Lockenpracht sah sie gut aus, aber auch etwas durchschnittlich. Als sie sich für einen kurzen, markanten Haarschnitt entschieden hatte, wurde sie einfach umwerfend.

 

Harmonie statt Kontrast – Frisur und Gesicht im Einklang

Kontraste sind nicht Ihre Sache? Dann setzen Sie auf Harmonie. Hier sollten sie es jedoch auch nicht übertreiben, denn zu wenig Kontrast wirkt ganz einfach langweilig. Eine Frau mit einem runden, femininen Gesicht kann durchaus einen femininen Haarschnitt tragen (z. B. langes, gelocktes Haar), dann sollte jedoch wenigstens durch die Farbe ein klein wenig Pepp in die Frisur kommen. Feminine Frauen sollten den Barbie Effekt vermeiden, es sei denn, das entsprich ihrer Persönlichkeit und ist gewollt. Mit dem Barbie Effekt ist gemeint: rundes oder ovales Gesicht, große Augen, volle Lippen, viel Make-up und langes, lockiges Haar.

Frauen mit markanteren Gesichtern können ebenfalls auf Kontraste verzichten und einen Haarschnitt wählen, der eher maskulin ist. Wenn in diesem Zusammenhang von "harmonisch" gesprochen wird, dann ist damit gemeint, dass Frisur und Gesichtsform den selben Charakter aufweisen. Markante Gesichter werden durch markante Frisuren nicht harmonischer, sondern im Gegenteil noch ausdrucksstärker. Ein bekanntes Beispiel ist Renate Künast.

Sie sehen also, die Frage:"Welche Frisur passt zu mir?" muss heute anders beantwortet werden. Es ist auch eine Frage nach der eigenen Identität.

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Markante, eckige Gesichtszüge oder schmale Gesichter hingegen wirkten durch einen femininen Haarschnitt insgesamt ausgewogener. In diesem Fall ist es das Gesicht, das einen interessanten Kontrast zur Frisur bildet. Steffi Graf oder Uma Thurman sind gute Beispiele für diesen Look, sie haben ein markantes Gesicht und eine feminine, weiche Frisur. Solche kontrastreichen Frisuren lassen sich übrigens in jeder Länge umsetzen. Auch die Farbe kann einen Kontrast bilden, wobei man farbliche Kontraste stets mit Bedacht und Sensibilität einsetzen sollte. Was gar nicht funktioniert sind hellblond gefärbte Haare zu einem dunklen Hauttyp oder andersherum schwarz gefärbte Haare zu heller Haut und hellen Augen.

Autor seit 5 Jahren
1023 Seiten
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