Positive Anreize durch Licht und Sonne

Unser Stoffwechsel läuft seit Jahrtausenden nach einer inneren Uhr und wird durch zahlreiche biochemische Einflüsse gesteuert. Durch den Wechsel von hell und dunkel entsteht ein 24 Stundentakt, der auch circadiane Uhr genannt wird. Licht ist hierbei der wichtigste Zeitgeber. Ist es hell, schalten wir auf wach und aktiv, ist es dunkel, steigt das Ruhe- und Schlafbedürfnis. Wir merken das am besten bei Reisen in andere Zeitzonen, hier passt unsere innere Uhr zunächst nicht zum momentanen Tagesablauf (Jetlag). Es dauert in der Regel ein paar Tage, bis sich unser Organismus auf die neue Situation angepasst hat. Eine gute Strategie ist es, sich am Zielort direkt an der aktuellen Tageszeit zu orientieren.

Mit dem Start in den Frühling, in dieser Jahreszeit wird uns das Licht am meisten bewusst, werden die Tage wieder länger und heller. Die höhere Lichtdosis steigert die Produktion des Glückshormons Serotonin, als Folge werden wir wieder aktiver und leistungsfähiger. Außerdem wird der Vitamin-D-Speicher wieder aufgefüllt, Muskeln, Knochen, das Immunsystem und vieles andere werden gestärkt. Vitamin D wird in der Haut mit Hilfe von Sonnenlicht über mehrere Vorstufen hergestellt.

Menschen, die an einer saisonal abhängigen Depression (SAD) leiden, hilft die Frühlingssonne, aufgrund der hormonellen Umstellung, wieder auf die Beine zu kommen. Bei anderen Betroffenen hat das stärkere UV-Licht einen positiven Einfluss auf Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte. 

UV-Schutz und Kunstlicht - Was sollte man beachten?

Bereits im April besteht in unseren Breiten Sonnenbrandgefahr. Schuld ist die hohe UV-Strahlung, die bis in tiefere Hautschichten vordringt und dort zu Zellveränderungen und Hautkrebs führen kann. Außerdem altert die Haut schneller. So sollte für den notwendigen Sonnenschutz gesorgt werden, Sonnencreme, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sind hier geeignete Hilfsmittel. Über die Intensität der UV-Strahlung gibt der UV-Index Auskunft. Dieser lässt sich unter anderem über die Homepage www.dwd.de des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abfragen.

Ein anderes und in den letzten Jahren viel diskutiertes Problem stellt der hohe Kunstlichtanteil da. Kunstlicht macht die Nacht zum Tag und bringt den Hell-Dunkel-Rhythmus durcheinander. So gerät die circadiane Uhr aus dem Takt und kann für Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gereiztheit und Depressionen sorgen. Der Anteil des blauen Lichtes, der tagsüber für gute Laune sorgt, verringert sich abends mit Beginn der Dunkelheit. Wir sind dann auf künstliches Licht, z. B. energiesparenden Leuchtdioden (LED), angewiesen. Diese Dioden werden allerdings auch in vielen Computerbildschirmen, Tablets und Smartphones verwendet. Beschäftigen wir uns nachts privat oder beruflich mit diesen Geräten, wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin gedrosselt. So wird der Schlafzyklus beeinträchtigt, das kann zu Durchschlafstörungen führen. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass blaues Licht die Netzhaut des Auges schädigen kann, die fehlende Melatoninproduktion kann zu depressiven Verstimmungen führen. Neue und moderne Geräte, dazu gehören viele Smartphones, sind mit einem Nachtmodus ausgestattet, der blaues Licht filtert und somit die Augen schont. 

Die Sonne - regt Körper und Seele an (Bild: Katzenfee50 / Pixabay)

Mein Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers und Apothekers. 

Ashlie, am 24.04.2018
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