ein paar einführende Worte

Venenleiden bzw. die Ausbildung von Krampfadern sind ein weit verbreitete Volkskrankheit. Allein in Deutschland leiden mehr als 25. Millionen Menschen an einer Venenschwäche, jeder dritte Erwachsene  ist somit von dieser Erkrankung betroffen. Bei einem Krampfaderleiden handelt es sich um eine Erweiterung und Entzündung der oberen Beinvenen. Normalerweise sorgen diese für den Rücktransport des Blutes in Richtung Herz und Lunge. Dabei werden sie mit Hilfe der Wadenmuskulatur und Venenklappen unterstützt. Funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr richtig, oftmals ist eine Bindegewebsschwäche Schuld, kommt es zu einem Blutstau und später zur  Ausbildung von Krampfadern. Erste Anzeichen sind in der Regel schwere und müde Beine, geschwollene Unterschenkel und Knöchel, Kribbeln und Wadenkrämpfe. Ein anderes Merkmal können sogenannte Besenreiser sein. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen gestörten Blutfluss, der allerdings in den meisten Fällen harmlos ist und keinerlei Schmerzen verursacht.

Krampfadern gelten als Risiko, da diese Thrombosen, Embolien und Entzündungen auslösen können. Sie gehören deshalb unbedingt in die Hand eines Arztes oder Heilpraktikers.

Risiko - Faktoren

genetische Disposition 

Sie gilt als der größte Risikofaktor. Es handelt sich hierbei oftmals um eine familär bedingte Bindegewebsschwäche. Das Bindegewebe unterstützt die Venen. Bei einer Schwächung führt dieses zu einer Erweiterung und Aussackung der Adern nach außen. Dauert dieser Prozeß an, kann es zu einer Ausbildung von Krampfadern kommen.  Insbesondere ab dem 70. Lebensjahr wird dieser Prozeß erheblich beschleunigt. 

Bewegungsmangel 

Sitzende Tätigkeiten wie sie heutzutage im Büro Alltag sind und Langstreckenflüge lassen den Wadenmuskel erschlaffen und führen somit zu einem erschwerten Blutrückfluß.

Ernährung

Kalorienreiche Ernährung kann zu Übergewicht und somit zu einer Überlastung der Beinmuskulatur bzw. Venen führen. Die Folge ist ein Versagen der Wadenpumpe, sodass ein Rückfluß des Blutes in Richtung Herz nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem kann ballststoffarme Ernährung und eine daraus resultierende Verstopfung zu dieser Erkrankung führen.

Hormonhaushalt

Das Geschlechtshormon Östrogen kann sich negativ auf die Elastizität der Venenwände auswirken. Auch hier kann es zu einer Ausbildung von Krampfadern kommen. Müssen östrogenhaltige Präparate (Antibabypille) eingenommen werden, sollten Produkte mit einem "niedrigen" Teil dieses Hormons eingenommen werden.

sonstige Risiken

Einige Herz- und Kreislauferkrankungen (Herzschwäche, Thrombosen) können den Druck im venösen System erhöhen und somit zu einer Ausbildung von Krampfadern führen. 

vorbeugende Maßnahmen

Ernährung

> Vermeiden Sie kalorien- und fettreiche Nahrungsmittel. Vollkornprodukte, viel Obst und Gemüse liefern Ballaststoffe und lassen die Pfunde purzeln

> Sorgen Sie für genügend Flüssigkeit. Bis zu zwei Liter am Tag können es sein. Kräutertees und Mineralwässer sind hier als das Optimum anzusehen. Bei einigen Herz- und Nierenerkrankungen sollten Sie allerdings ihren Hausarzt oder Heilpraktiker konsultieren.

Büroarbeiten

> Arbeiten Sie viel im Sitzen, ist ein guter Schreibtischstuhl von  Bedeutung. Die Höhe sollte so eingestellt werden, dass die Oberschenkel in einem rechten Winkel aufliegen. Die Füße stehen dabei flach auf dem Boden bzw. auf einer Fußstütze.

Schuhe

> Robuste Gesundheitsschuhe und ein gutes Fußbett sind empfehlenswert. Von engen Schuhen mit hohen Absätzen ist abzuraten.

Wechselduschen nach Kneipp

> Wechselduschen, abwechsend mit kaltem und warmen Wasser sind eine wahre Wohltat für die Beine. Wichtig: Prozedur immer mit kaltem Wasser beenden! Auch das Wassertreten kann empfohlen werden. Nach der Anwendung können die Beine hochgelegt werden, das fördert den Rückfluß des Blutes zum Herz. Zu heißes Wasser und Saunagänge sind allerdings als kontraproduktiv anzusehen und nicht zu empfehlen. Dadurch werden die Venen unnötig erweitert. 

Kompressionsstrümpfe 

> Werden diese über Ihren Arzt oder Heilpraktiker verordnet, sollten die Strümpfe täglich nach Vorschrift getragen werden. Nur so wird eine optimale Wirkung erzielt.

Phytotherapie

> empfehlenswerte Heilpflanzen sind Extrakte aus der Rosskastanie und dem roten Weinlaub. Diese verhindern Ödeme in den Beinen,  in dem sie das Venengerüst stabilisieren, entzündungshemmend wirken und somit die Durchblutung fördern. Phytotherapeutika zeigen ihre Wirkung allerdings erst nach längerer Einnahme.   

ein bißchen Venentraining

Viel Bewegung, wenig sitzen und stehen, alles das schützt vor Venenschwäche und Krampfadern. Walken, Joggen, Radfahren und Schwimmen sind hierbei als ideal anzusehen. Außerdem können kleine Übungen im Büro oder den eigenen vier Wänden viel bewegen.

Zeitung knüllen

 Knüllen Sie eine Zeitung mit den Füßen zu einem Ball zusammen und anschließend wieder auseinander. Eine gute Übung, um die Beinmuskulatur zu trainieren.

mit einem Ball arbeiten

Heben Sie einen Ball mit den Fußinnenkanten an und lassen diesen zwischen den Füßen hin und her rollen. Die Beine ziehen Sie dabei abwechselnd an. Die Übung mehrmals hintereinander durchführen.

Fersenlaufen

Stellen Sie sich auf die Fersen und versuchen nach vorne zu laufen. Die Übung mindestens fünfmal wiederholen.

Weitere Ratschläge gibt es unter www.venenratgeber.de

Ashlie, am 10.06.2012
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