Sauerstoff und andere Nährstoffe werden abgegeben und Kohlendioxyd und andere Stoffe aufgenommen. Etwa 10% der Flüssigkeit tritt aus den Kapillaren aus und verbleibt im Bindegewebe – ein ganz normaler Vorgang. Diese Flüssigkeit wird Lymphe genannt.

Die Aufgabe der Lymphgefäße ist es nun, diese ausgetretene Flüssigkeit zum Herzen zurückzutransportieren. Im gesunden Körper besteht ein Gleichgewicht zwischen dem Lymphabfluss und der Lymphbildung. Ist dieses Gleichgewicht gestört entstehen Ödeme. Die Gründe dafür können vielfältig sein.

Zufluss in den Kapillaren ist zu hoch

Ist der Zufluss in den Kapillaren zu hoch wird der Abfluss gestört. Gleiches gilt für eine erhöhte Durchlässigkeit der Kapillarwände. Ist zu wenig Eiweiß im Blut oder das Lymphsystem geschädigt, ist ebenfalls der Abfluss behindert.

Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, die Ödeme begünstigen. Zum einen Nieren- oder Herzinsuffizienz. Auch bei einer Leberzirrhose oder einer Beinvenenthrombose entstehen Ödeme. Ödeme entstehen ebenfalls bei Entzündungen oder Allergien, da die Kapillaren dann durchlässiger werden.

Ein Ödem ist meist schmerzlos, die betroffenen Körperteile nehmen aber an Umfang zu. Meist sind sie an den Beinen lokalisiert, aber auch zahlreiche andere Regionen wie die Lider, der Bauch oder Hände können betroffen sein. 

Ödem im Bein – vor allem im Sommer sind viele betroffen

Liegen keine Krankheiten zugrunde können Ödem trotzdem entstehen. Bei Frauen kommen dabei vor allem hormonelle Ursachen in Frage, entweder im Rahmen von PMS, dem Prämenstruellen Syndrom oder auch in der Schwangerschaft, wo bis zu einem gewissen Grad Ödeme normal sind. Auch im Sommer oder bei großer Hitze entstehen Ödeme bei vielen Leuten, vor allem an den Händen und den Füßen denn durch die Wärme erweitern sich die Gefäße. Auch eine familiäre Disposition kann zu einer Venenschwäche und so zu Ödemen führen. Es gibt einiges, was man dabei selbst tun kann, um dem Vorzubeugen und auch wenn es wieder einmal soweit ist, gibt es Mittel und Wege, um Ödeme wieder kleiner werden zu lassen.

Bildquelle: jayhem / Compfight / CCBewegung ist der Schlüssel

Zum einen ist Bewegung wichtig. Vor allem wenn Füße und Beine betroffen sind ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen. Durch die Bewegung der Muskeln kann die Flüssigkeit besser abtransportiert werden. Auch wer am Schreibtisch sitzen muss kann vorbeugen: Stündlich aufstehen und sich die Beine vertreten und auch zwischendrin immer wieder einmal die Füße und Zehen bewegen. Viel trinken ist ebenfalls ein gutes Mittel gegen Ödeme. Auch kaltes abduschen, an den Füßen beginnend und langsam nach oben arbeiten ist ein gutes Mittel.

(Textbild: jayhem / Compfight.com / CC)

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