Ozon als Schutz

Die chemische Bezeichnung O3 ist das Ozon, das immer wieder mal mit trauriger Berühmtheit punktet. Ozon ist ein dreiatomiges Sauerstoffmolekül, das an sich ja gar kein Problem darstellen würde…

Es tritt als Gas in der sogenannten Stratosphäre auf – so heißt die Luftschicht in etwa 20 bis 30 Kilometern Höhe. Diese Luftschicht schließt sich an die erdnahe Troposphäre an, in welcher das Wetter entsteht. Ozon entsteht hier so: sehr energiereiche, kurzwellige UV-Strahlung trifft auf Sauerstoffmoleküle (O2) .

Und genau hier ist Ozon auch alles andere als ein Problem!

In der Stratosphäre hat es eine wichtige Schutzfunktion: Das Gas sorgt hier dafür, dass ein großer Teil der ultravioletten Strahlung der Sonne absorbiert wird.

Die Gefahren der UV-B-Strahlung

Was man wissen sollte – die ultraviolette Strahlung, die sogenannte UV-B-Strahlung, ist eine ernste Bedrohung für Menschen wie Tiere gleichermaßen! Sie kann die Zellen der Pflanzen und Tiere zerstören, und ist bei Menschen für die Entstehung von Hautkrebs und verschiedene andere Schäden verantwortlich.

Hier ist Ozon ein Schutz für uns alle.

Allerdings ist Ozon selbst bedroht von FCKW, das diese Schutzschicht angreift! Der Vorgang kurz beschrieben geht so vor sich - Fluorchlorkohlenwasserstoffe bedrohen diese natürliche Schutzschicht, sie greifen die Ozonmoleküle an und zerstört sie.

Besonders dramatisch: ein einziges Chloratom kann tatsächlich bis zu 100 000 Ozonmoleküle zerstören! Wahnsinn…

Eine gut erhaltene Natur ist ...

Eine gut erhaltene Natur ist wichtig! Nicht nur für die persönlichen Erholungswerte... (Bild: Hans / Pixabay)

Ozon als Umweltbelastung

Zum Problem wird Ozon aber in der tiefer liegenden Troposphäre, denn hier wird es als Klimagas wirksam und trägt so zum anthropogenen Treibhauseffekt bei! Zu beachten ist, dass es ungleichmäßig über den ganzen Globus verteilt ist. Es entsteht aus den sogenannten Vorläufergasen. Darunter versteht man in erster Linie Stickoxide und Kohlenmonoxid, welche bei Verbrennungsprozessen entstehen. Wichtig zu wissen ist, dass sich Ozon seit Beginn des Industriezeitalters gleich nach Kohlendioxid und Methan zum drittwichtigsten Klimagas entwickelt hat! Auch in Bodennähe wird das Gas wirksam: hier entsteht es durch Abgase aus dem Autoverkehr sowie den Emissionen der Industrie.

Ein Riesenproblem ist dies vor allem in Ballungsgebieten, wie zum Beispiel meiner Geburtsstadt Graz – der zweitgrößten Stadt Österreichs. Denn natürlich verstärkt es auch hier den sogenannten Treibhauseffekt und kann als Sommersmog in besonders hoher Konzentration zu einer Reizung der Atmungsorgane und auch der Augen führen. Das sind ausgesprochen unangenehme Erfahrungen, die man lieber nicht machen sollte.

Eine große Stadt, in der Ozon zum Problem werden kann... manchmal.
Graz vom Schlossberg aus gesehen

Graz vom Schlossberg aus gesehen (Bild: Bernadette Maria Kaufmann)

Angst vor dem Ozonloch

Weltweit ist das Ozonloch ein echtes Problem. Vom Ozonloch spricht man dann, wenn die Ozonschicht auf weniger als die Hälfte ihrer ursprünglichen Dicke reduziert ist.

Wie es dazu kommen kann?

FCKW und andere ozonabbauende Substanzen verteilen sich über das Gebiet unserer ganzen Erde – und so sind auch fast alle Gebiete dieser Welt betroffen. Das erste "Loch" in der Ozonschicht entdeckten britische Forscher bereits Ende der 1960er Jahre, und zwar über der Antarktis!

Lange Zeit schien das auch die hauptsächliche Problemstelle zu sein… rein den Medienberichten über das Ozonloch nach.

Aber auch in Graz gibt es sie: Schöne grüne Gegenden.
Rosen und Grün...

Rosen und Grün... (Bild: Bernadette Maria Kaufmann)

Gegen FCKW und andere Schadstoffe

Ursächlich sind für die Probleme mit den Löchern in der Ozonschicht die von uns verantworteten Umweltsünden. Wenn man etwa hören muss, dass 1 Tonne Pellets – das ach so umweltfreundliche Heizmittel! – aus exakt zwei Tonnen Holz gewonnen werden… und dann gleich im nächsten Atemzug davon berichtet wird, dass in Teilen Osteuropas sogar in Nationalparks Bäume für dieses toll beworbene umweltfreundliche Heizen gefällt werden! Und zwar illegal… Da das Heizen mit Pellets ja den CO2 Ausstoß reduziert… frage ich persönlich mich, weshalb es umweltfreundlich sein soll, wenn ich CO2 "vernichtende" Bäume dafür fälle, dass derartige Brennstoffmittel hergestellt werden…

Warum mit Pellets heizen? Das ist nämlich das genaue Gegenteil von umweltfreundlich, wenn man erst mal anfängt, die Zusammenhänge im Großen und Ganzen zu recherchieren.

Wirklich umweltfreundlich heizen - das wäre zum Beispiel heizen mit Solarzellen! Oder mit Erdwärme...

Umweltbewusster für eine schönere Welt mit einer schönen Ozonschicht ohne Risse

Der Trend der Zeit sollte sich ein wenig auf das Wesentliche besinnen. Deodorants mit FCKW sind vielerorts ohnehin bereits verboten… gegen Schadstoffe wird an sich auch schon überall in der sogenannten ersten Welt (an sich auch schon wieder so eine dummer Bezeichnung, da es ja genau eine einzige Welt gibt, in der wir alle leben!) gekämpft… Umweltfreundlich heizen, das ist jedenfalls sicher nicht heizen mit Pellets – denn diese sind Waldvernichter!

Nachwachsende Rohstoffe, wie es so gern beworben wird?

Stimmt so nicht. Bis aus der abgeholzten Fläche wieder ein Wald wird… vergeht eine fast schon wieder unendliche Zeit, nach heutigen zeitlichen Bedingungen. Kann sein, dass wir diese Zeit nicht haben werden. Falls es uns allen gut gehen soll! Denn: Gut Ding braucht Weile! Übrigens, bis der Wald nachgewachsen ist – nimmt wer die Wildtiere aus dem Wald bei sich zu Hause auf? Diese brauchen nämlich auch ein Zuhause. Nur mal so nebenbei bemerkt.

Wenn wir so weitermachen, bleibt ohnehin nur die Frage: wie lange dauert es noch, bis auch der letzte Mensch verstanden hat, dass Sauerstoff – auch als O2 bekannt – definitiv nicht käuflich ist.

Ozon ist nicht an sich das Problem, denn auch Ozon kommt eine wichtige Aufgabe zu auf unserem Planeten. Passen wir auf unsere Ozonschicht auf… denn wir alle werden sie noch lange brauchen… ohne Löcher.

Aufnahme vor dem Aufgang zum Schlossberg von Graz an einem Ozonfreien Tag:-)
Einen schönen Sommertag sollte man ...

Einen schönen Sommertag sollte man gefahrlos genießen können! (Bild: Bernadette Maria Kaufmann)

Autor seit 3 Jahren
92 Seiten
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