Wie finde ich den richtigen Gesangslehrer?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen passenden Gesangslehrer zu finden. Volkshochschulen bieten oft auch Gesangskurse an, manchmal auch Einzelunterricht. Dort ist der Unterricht auch am günstigsten, auch weil es für Bedürftige meist eine Ermäßigung gibt. Oft findet man dort aber nicht den passenden Gesangslehrer. Denn wichtig ist bei der Suche nicht nur die Chemie zwischen Schüler und Lehrer, sondern er muss auch die richtige Stilrichtung unterrichten können. Wer Jazzgesang lernen will, ist bei einem Opernsänger sicher nicht an der richtigen Stelle.

Gesangslehrer kann man auch an privaten Musikschulen finden oder über Kleinanzeigen in Stadtmagazinen oder im Internet. Private Gesangslehrer sind in der Regel etwas teurer. Eine Stunde Gesangsunterricht kostet meist zwischen 20 und 30 Euro, es kann aber auch noch mehr sein. Das hängt von dem Bekanntheitsgrad des Gesangslehrers ab, aber auch davon, ob er oder sie bei sich zu Hause unterrichtet oder einen extra Raum angemietet hat.

Am besten nimmt man erstmal nur eine Probestunde, manche Lehrer bieten die sogar kostenlos an. Dort können sich beide Seiten gegenseitig kennenlernen und schauen, ob sie miteinander produktiv arbeiten können. Wichtig ist es für einen Gesangsschüler auch, schon in der ersten Stunde seine Ziele klar definieren zu können. Da ansonsten die Gefahr besteht, viel Zeit mit Dingen zu verbringen, die einen nicht weiterbringen.

Wie kann ich als Sänger oder Sängerin entdeckt werden?

Als Sänger oder als Sängerin entdeckt werden, funktioniert nur, wenn man auch gesehen wird.

Wer als Sänger auf die Theaterbühne möchte, der sollte Musical/ Show oder Operngesang studieren. Am besten bewirbt man sich an staatlichen Hochschulen, die es im ganzen Bundesgebiet gibt. Nachdem man sich beworben hat, wird man zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen, wo man einen Song, der aus einem Theaterstück stammt, vorsingen muss. Wer sich für Musical/ Show beworben hat, wird auch noch etwas vortanzen und vielleicht auch noch etwas schaupielern müssen. Eine Musicalstudium ist sehr anspruchsvoll, da es aus den Bereichen Gesang/ Tanz und Schauspiel besteht. Trotzdem sind die freien Plätze an den staatlichen Hochschulen begehrt und man sollte sich in allen drei Bereichen intensiv auf die Prüfung vorbereiten.

Wer abgelehnt wird, hat aber auch noch die Möglichkeit eine Musicalausbildung an einer privaten Schule zu machen, die kosten aber meist ab 400 Euro aufwärts Schulgeld im Monat. Es ist aber unter bestimmten Voraussetzungen möglich Bafög zu erhalten. Eine private Musicalschule sollte man allerdings genau prüfen, ob sie in der Branche einen guten Ruf hat oder ob sie unseriös arbeitet und nur gutes Geld mit dem Schulgeld ihrer Schüler verdient.

 

Wen es aber nicht auf die Theaterbühnen dieser Welt zieht, der kann sich auch als Sänger oder Sängerin bei Bands bewerben. Gesuche findet man in Stadtmagazinen oder im Internet. Man kann aber auch selber Konzerte besuchen und versuchen mit den Bandmitgliedern ins Gespräch zu kommen. Oft wird auch erstmal verlangt eine Demo- CD zu schicken. Auf einer Demo- CD sollten zwei bis drei gesangliche Darbietungen in guter Qualität sein. Einige Tonstudios bieten das Produzieren einer Demo- CD zu einem günstigen Preis an. 

Kontakte sind sowieso das Wichtigste in der Musikbranche. Die meisten Jobs werden über Bekannte oder Bekannte von Bekannten vergeben.

Das gilt auch für Solokünstler. Solokünstler können die Möglichkeit nutzen und sich bei offenen Bühnen der Welt präsentieren. Dabei kann man außerdem lernen mit dem Publikum zu spielen und es einzubinden. So oft es geht, sollte man an Wettbewerben teilnehmen, dass müssen nicht umbedingt öffentliche Castingshows im Fernsehen sein, die häufig eher der Belustigung des Fernsehpublikums dienen, als große Talente hervorzubringen. Natürlich kann man sich auch in Castingshows im Fernsehen zeigen, aber man sollte die Sendungen vorher genau prüfen und sich gut überlegen, ob man sich dort präsentieren will.

Man kann auch seine eigene kleine Castingshow inszenieren und ein Gesangsvideo und / oder Tanzvideo von sich drehen lassen und es bei youtube hochladen. Bei youtube sind schon einige Nachwuchstalente entdeckt worden. Allerdings muss man auf eine gute Bild- und Tonqualität des Videos achten. Ein gutes Gesangsvideo kann unter Umständen eine Demo- CD ersetzen.

Was mache ich, wenn mir der Einstieg in die Musikbranche nicht gelingt?

Nicht jeder schafft es ein bekannter Sänger zu werden und von seinem Beruf leben zu können. Sänger und Sängerinnen, die über ein gutes pädagogisches Geschick und eine professionelle Ausbildung verfügen, haben oft auch die Möglichkeit mit Gesangsunterricht geben, gut zu verdienen. Aber auch das können meist nur die Sänger, die bereits einen guten Ruf in der Musikbranche genießen.

Es gibt aber für Sänger und Sängerinnen auch die Möglichkeit sich weiterzubilden und zum Beispiel Musiktherapeut zu werden. Für Musicalsänger bietet sich auf eine Weiterbildung in Tanztherapie oder das Unterrichten von Tanz an.

Wer keine professionelle künstlerische Ausbildung und keinen Erfolg als Sänger hat, der sollte lieber an eine nicht künstlerische Aus- oder Weiterbildung denken. Denn jahrelange Arbeitslosigkeit, lassen die Hoffnung auf einen Einstieg in die Arbeitswelt schwinden und auf die Dauer machen sie ein würdevolles Leben unmöglich. 

Autor seit 4 Jahren
109 Seiten
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