Das Experiment

Die grundlegende Frage, wie lange man Kartoffeln kochen soll, ist leicht geklärt! Je nach Kartoffelsorte ergibt der Test 15-20 Minuten. Machen sie den Gabeltest. Leicht anstechen und wenn sie ohne viel Druck bis zur Mitte vordringen können, sind sie fertig!

Ganz ehrlich, machen sie mit IHREN Kartoffeln ganz einfach einen Kochtest, denn die verschiedenen Sorten zeigen sehr unterschiedliches Kochverhalten! Und allein die festkochende Variante umfasst folgende Sorten: 

Agria, Arkula, Astilla, Atica, Bamberger Hörnchen, Bolero, Christa, Colette, Désirée, Finka, Gala, Gloria, Grandifolia, Granola, Hela, Jelly, Laura, Leyla, Maja, Quarta (Kartoffel), Rosara, Saskia, Saturna, Secura, Solara, Satina, Tizia, Ukama Wiki

Aber warum eigentlich kochen?

Kartoffel aus dem Sack - Wählen sie die Kartoffelsorte, die sie brauchen!
Kartoffeln im Sack

Kartoffeln im Sack

Salzkartoffeln - Solanum tuberosum, geschält und gesalzen!

Noch immer ist die "Salzkartoffel" wohl die gebräuchlichste Art und Weise der Kartoffelzubereitung.

Salzkartoffel meint: Die Kartoffeln schälen und in kaltes, gesalzenes  Wasser in einen Topf geben. Darin so lange kochen, bis sie weich sind. So finden sie die Kartoffel in jeder Kantine, Großküche, fast jedem Restaurant, bei Muttern zu Hause und bei sich selbst. Oder?

In großen Mengen werden die Kartoffeln von Maschinen geschält und in Plastiksäcken geliefert.

Schlimmer geht es nur in der Mikrowelle, aber dazu später.

Also Tipp Nummer 1: Niemals vor dem Kochen schälen!!

 

Weich oder nicht Weich?

Schon weich?

Kartoffel und Schale

Schale

Die Kraft liegt in der Schale!

Früher war die Pellkartoffel so etwas wie ein Zeichen für Armut. Das Schälen ist wie das weiße Mehl ein kultureller "Fortschritt" mit vielen Fragezeichen.

Ich erinnere mich allerdings an wunderbare Pellkartoffeln mit selbstgemachter Leberwurst und ein bisschen Butter und Salz! Aber das war in den 50er Jahren. Einfach wunderbar.

Die Schale selbst und die Schicht darunter enthalten die meisten wichtigen Inhaltsstoffe, da viele davon wasserlöslich sind und so beim Kochen verschwinden. Wenn sie die Kartoffel schälen, dann verwandeln sie diese von einer Powerknolle in eine fade Beilage. Die Schale selbst sollten sie nicht unbedingt essen.

Tipp Nummer 2:

Geben sie die Kartoffeln samt Schale nicht wie gewohnt in kaltes Wasser, sondern bringen sie das Wasser zum Kochen und geben sie die Knollen erst dann dazu! Warum? Weil das zu lange im Wasser dümpeln die Knolle auslaugt!

Dampfgaren

Beim Dampfgaren liegen die Kartoffeln nicht im Wasser, sondern werden durch den Dampf ohne viele Verluste weich gemacht. Lassen sie auch beim Dampfgaren die Schale dran, denn wie beim kochen in Wasser, verlieren sie sonst zu viele Nährstoffe! Wie lange gart man die Kartoffeln?

Auch hier würde ich zu einem Test mit ihrer liebsten Kartoffelsorte raten. Den Gabeltest machen und schon haben sie Gewissheit!

Kartoffeln hinter Gittern
Kartoffeln im Sack

Kartoffeln im Sack

Schnellkochtopf für Kartoffeln

Im Schnellkochtopf geht es natürlich auch, allerdings müssen sie sich da an die Tabellen der Hersteller halten. Gelegentliches rein stechen mit der Gabel ist schlecht möglich. Allgemeine Empfehlungen gehen bei Pellkartoffeln von 7-8 Minuten Garzeit aus. Bei geschälten Kartoffeln nicht anders!

Sie sparen eine Menge Energie mit einem Schnellkochtopf!

Was sie nie tun sollten! Kartoffeln in der Mikrowelle!

Das ist natürlich meine persönliche Meinung, aber Kartoffeln in der Mikrowelle ist ein absolutes NO GO!

Lesen sie mal in den verschiedensten Foren über Kartoffel in der Mikrowelle. Es geht nicht schneller als im Kochtopf und verwandelt ein gutes Lebensmittel in ein minderwertiges Nahrungsmittel.

Die Mikrowelle zerstört die Zellen der Kartoffel und macht noch andere grausige Dinge damit!

Im Zentrum der Gesundheit finden sie ein paar sehr erhellende Bemerkungen und Untersuchungen über die Wirkung der Mikrowelle! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Meine Lieblingskartoffel!

Ich bin ein Bratkartoffelfan, aber es gibt auch eine Zwischenstufe zwischen gekocht und gebraten, die ich am liebsten esse.

Das geht so:

- Eine eher fettige und festkochende Kartoffelsorte nehmen und als Pellkartoffel mit der Schale ins  heiße Wasser geben.

- 15 Minuten kochen, machen sie den Gabeltest!

- Abgießen und die Kartoffeln mit kaltem Wasser "abschrecken", dann lassen sie sich leichter Schälen

- einen Bund Petersilie waschen und kleinschneiden und mit einem großen Stück Butter im Topf anbraten

- die halbierten und geschälten Kartoffeln mit der Petersilie und der Butter goldbraun anbraten!

Fertig!

Dazu?

Na ja, zum Beispiel Blattspinat mit viel Knoblauch und ein Spiegelei! Ganz traditionell!

Guten Appetit

Also, Allzeit weiche Pellkartoffel!
Pellkartoffel

Pellkartoffel

bernd49, am 28.02.2012
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Autor seit 7 Jahren
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