Geduld ist die Mutter eines guten Fotos

Es ist super, wenn ein schöner Schnappschuss gelingt und dabei auch noch ein cooles Profilfoto herauskommt. Das ist aber eine spontane Sache, die dem Zufall geschuldet ist. Wenn Sie gezielt ein Gesicht fotografieren und die Schokoladenseite auf die Linse bannen wollen, müssen Sie Zeit einplanen, egal ob Sie eine hochwertige Spiegelreflex Kamera oder eine ganz einfache Kompaktkamera verwenden. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich behaupten, dass bei 100 Aufnahmen maximal 10 dabei sind, die dem Begriff eines "schönen Profilbildes" entsprechen. In Zeiten digitaler Fotografie ist das kein großer Aufwand und schon gar nicht mit Mehrkosten verbunden. Profilaufnahmen, die unscharf sind oder bei denen das Modell dümmlich aus der Wäsche guckt, die Augen zusammenkneift oder den Mund schief hält, werden in Nullkommanix per Löschtaste eliminiert. Zum Zeitaufwand eines schönen Profilbildes gehört:

  • Einen Warm up zu Beginn der Fotosession durchführen, damit Modell und Fotograf(in) locker sind.
  • Viele Aufnahmen machen und das Beste zum Schluss heraussuchen.
  • Um das Modell herumgehen und aus verschiedenen Perspektiven fotografieren.
  • Sich die Aufnahmen in aller Ruhe anschauen und wirklich nur die besten Profilbilder auswählen.
  • Bildausschnitte anfertigen und mit einem Bildbearbeitungsprogramm nacharbeiten.

Bildnachweis: pixabay.com

Verschiedene Profilaufnahmen

Eine Profilaufnahme von Django Asül bei seinem Auftritt. (Bild: Ruth Weitz)

Schönes Licht fürs Profil

Wenn Sie Profilaufnahmen machen, achten Sie auf gutes Licht. Ein Blitz sollte wirklich nur im Notfall verwendet werden, wenn die natürliche Lichtquelle nicht ausreicht. Sie sollten aber das direkte Blitzen vermeiden, denn das lässt erstens das Gesicht sehr bleich erscheinen und hellt auch den Hintergrund sehr stark auf. Außerdem laufen Sie Gefahr, einen Schattenkranz um das Gesicht zu erzeugen. Wenn Sie einen Aufsteckblitz verwenden, blitzen Sie auf die Zimmerdecke, um die Helligkeit zu streuen. Zur Not können Sie auch eine Stehlampe mit Strahler verwenden, um das Gesicht auszuleuchten und ein schönes Profilbild zu erhalten. Achten Sie aber auf den Weißabgleich, den Sie auf das künstliche Licht ausrichten müssen.

Für gestellte Aufnahmen ohne Blitz verwenden Sie am besten ein Stativ, um Verwacklungen durch eigene Bewegung zu vermeiden. Eine weit offene Blende lässt den Hintergrund unscharf erscheinen, während das fokussierte Motiv sich klar vor dem Hintergrund abhebt. Die meisten Digitalkameras verfügen über eine spezielle Programmeinstellung für Profilfotos. Probieren Sie einfach verschiedene Einstellungen aus. Wer wagt, der gewinnt!

Natürlichkeit beim Fotografieren ist Trumpf

Schöne Profilfotos sollen natürlich wirken. Muntern Sie Ihr Modell auf. Ein kleiner Warm up vor der Fotosession wirkt Wunder. Sie müssen sich nicht unbedingt als Clown betätigen und Grimassen schneiden. Eine kleine Unterhaltung über dies und das sorgt für eine entspannte Atmosphäre und lockert auf. Unterhalten Sie sich auch während der Aufnahmen mit ihrem Modell. Ein natürliches Lächeln ist viel schöner als ein gekünsteltes Grinsen oder gar ein Haifischlächeln. Machen Sie Serienaufnahmen, um die besten Momentaufnahmen nicht zu verpassen. 

Ein Video-Tutorial

Die richtige Perspektive für super Fotos

Wenn Sie zum Fotografen gehen, um beispielsweise Passfotos anfertigen zu lassen, werden Sie merken, dass Sie immer hingesetzt und in eine schräge Position gerückt werden. Der Fotograf stellt sich fast nie frontal vor Sie, sondern knipst aus einem spitzen Winkel. Dadurch wirkt das Bild erstens natürlicher und lässt zweitens den Oberkörper schmaler erscheinen, weil das Gesicht durch diese Perspektive in den Vordergrund gerückt wird. Einer Frau wird ein guter Fotograf dazu raten, sich zu schminken. Je mehr, desto bester. Ein gutes Make up ist für wirklich schöne Profilbilder von Vorteil, weil es die schönen Seiten eines Gesichts hervorhebt. 

Es ist auch nicht zwingend vorgegeben, das Profil des Modells in der Bildmitte zu platzieren. Im Gegenteil. Mit einer kreativen Bildkomposition wirkt eine Profilaufnahme nicht nur künstlerisch ansprechend, sondern gibt dem Betrachter einen Blick auf die Schokoladenseite des Modells. Laufen Sie um Ihr Motiv herum und fotografieren es aus verschiedenen Perspektiven. Mal von der Seite, mal von schräg vorne, mal von vorne. Bei der Auswahl des Bildausschnitts experimentieren Sie ruhig einmal und richten sich nach dem goldenen Schnitt, indem Sie das Motiv auf die rechte Bildseite rücken. Sie werden staunen, welch tolle Wirkung Sie damit erzielen. 

Krimifreundin, am 17.02.2014
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Bildquelle:
Gabriele Hefele (Wie mache ich ein Porträt - geschrieben, nicht gemalt)

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