Ist weniger tasächlich besser?

Häufig zu sehende Sommeroutfits (Bild: Gabriele Hefele)

Erst einmal - welche Farben?

Weiß ist die Farbe des Sommers, weiß in allen Schattierungen. Denn weiß reflektiert die Sonne, stößt sie quasi zurück, schwarz hingegen als Antipode absorbiert, schluckt also die Sonneneinstrahlung in sich hinein und verstärkt damit die Hitze. Wenn es nicht weiß sein kann, dann eben: je heller die Farbe umso besser im Sommer. Nicht umsonst setzen wir den Sommer mit Helligkeit gleich, es macht auch vom Wohlbefinden her Sinn!

In den Bildern unten, links: So arbeitet die Pferdetrainerin Simin Hinrichs im Sommer: mit weißem lockeren Wallekleid! Bild rechts: ein beliebter kniekurzer weißer Hänger, kreiert und getragen von der spanischen Designerin Mercedes Castillo, während ihre Tochter daneben zwar ein lockeres weißes Oberteil, aber mit kurzen, sehr beliebten Jeans-Shorts vorzieht. (Fotos: Susan Pfeifer, Gabriele Hefele)Simin in weißtypisches Sommerkleid

Welche Materialien wählen?

Klar, man meint: Bloß keinen Kunst-Stoff, also Polyesterfasern, an die Haut lassen! Das klebt doch sofort am Körper fest. So weit so falsch, denn heute gibt es ja die Mikrofasern, die wunderbar Schweiß durchlassen nach außen. Also genau aufs Etikett und die Beschreibung sehen.

Viele meinen auch, ein Naturstoff wie Seide wäre wohl das Beste im Sommer - siehe Indien und ihre Seidensaris zum Beipiel. Seide ist schon mal nicht schlecht, aber wer schon einmal in solchen wirklich fast ständig von mörderischer Hitze geplagten Ländern war, der sah, dass Baumwolle der bevorzugte Stoff dort ist - von der Karibik über Afrika bis Asien. Am ehesten leichte Baumwolle a la Batist, auch durchlässige, nicht zu dicke Baumwoll-Spitze. Baumwolle klebt weniger am Körper als Seide, saugt auch den Schweiß besser auf und gibt es dann als Kühlung wieder ab.

Der Kleiderstil

Kurz und knapp, vielleicht auch noch eng? Sieht man gerne im Sommer. Bauchfrei dazu. Hosen, Shorts, und wir wundern uns dennoch, warum uns zwischen den Beinen der Schweiß runter läuft!

ungünstig im SommerLinks: sieht sommerlich aus, ist aber ungünstig durch engen anliegenden Rock und Einschnürung in der Taille - lässt die Haut schlecht atmen.

Warum wohl in Wüstenländern sogar Männer einen langen weißen, wallenden Burnus tragen? Die wissen warum: Locker muss das alles sitzen, dann kann der Wind zur Kühlung unten hinein fahren, beziehungsweise durch die Bewegung des langen Gewandes erzeugt man einen kühlenden Luftzug.

Praktisch an lockeren Tunikas und Überwürfen: Frau kann auch ohne Büstenhalter darunter, der schon wieder lästig einengt, auskommen, sofern die Oberweite nicht übergroß ausfällt oder sehr unter der Gravitation leidet.

Die Folgerung zum Schluss: Wir sollten uns die Wüstenbewohner in puncto Kleidung zum Vorbild nehmen!

Die Kopfbedeckung nicht vergessen

Warum wohl hat man in Wüstenländern den Schleier oder Turban erfunden? Das hat doch erst eimal nicht religiöse sondern ganz praktische und Sonnenschutz-Gründe! Und wussten Sie, dass ein Turban oft folgende Funktion hat: Vor einem Karawanenritt taucht man den mindestens vier Meter langen Turbanschal in Wasser, windet ihn aus und wickelt ihn dann über den Kopf! So hält man im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf eine Zeitlang kühl!

Ein Sommerhut, ein Strohhut oder Sombrero gehört zum idealen und dabei gesunden Outfit einfach dazu! Auch hier auf leichte Materialien mit Lüftungsschlitzen achten. Es kommen jetzt sogar Sommerhüte aus geflochtenem Papier auf den Markt.

Übrigens gilt im Sommer wie im Winter: Der Oberkopf ist unser Temperaturfühler sozusagen und reagiert damit am empfindlichsten. Deshalb sollte man ihn gegen Kälte mit einer Mütze und im Sommer mit einem leichten Hut gegen Hitze schützen. So vermeidet man auch den berüchtigten Sonnenstich, vermeidet Ausdehnung der Hirnschale durch Hitze mit all den unerwünschten Folgen von Kreislaufproblemen bis gar zum Schlaganfall.

SommerhüteBesonders die oberen beiden Hüte sind gut geeignet im Sommer: links mit "Luftlöchern", rechts aus leichtem Material. Aber alle mit breiter Krempe, damit auch eine längere Nase darunter passt!

 

Arlequina, am 07.07.2015
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