Was ist das Geheimnis wirklich saftiger Kokosmakronen?

Kokosflocken sind nun einmal etwas trocken und alleine durch Eiweiß und Zucker kommt keine saftige Konsistenz zu Stande. Wie allgemein bekannt ist, ist Fett ein Geschmacksträger und macht Backwaren schön saftig. Falls Sie auf Diät sind, ist mein Lieblingsrezept ganz sicher nichts für Sie. Denn es enthält Butter und eine Konditor Creme, die Sie zunächst zubereiten müssen.

Rezept Pastelera (Konditorcreme), die Basis der Kokosmakronen

Zutaten für 1 Portion:

250 ml Vollmilch • 75 g Zucker • Das Mark von 1 Vanilleschote oder einige Tropfen Vanille-Extrakt • 10 g Maisstärke • 15g Mehl • 2 Eier

Zubereitungszeit 5 min - Gesamtzeit 10 min:

Erwärmen Sie zunächst die Milch mit der Hälfte des Zuckers und dem Vanillemark oder Extrakt in einem Topf, lassen Sie sie aber nicht kochen. In einer Schale verrühren Sie nun die Eier mit den übrigen Zutaten, bis alles schön glatt ist. Diese Masse geben Sie nun unter Rühren in die heiße Milch und lassen das ganze ebenfalls unter ständigem Rühren kurz aufkochen, bis eine puddingartige Creme entstanden ist. Die Konditorcreme ist vergleichsweise fest, siehe Bild. Vor der weiteren Verwendung muss sie nun abkühlen. Das Bild von der Creme ist von Andreas Kaiser/ Wikimedia Commons

Crema pastelera (Bild: annalibera / Flickr)

Rezept Coquitos

Zutaten für ca. 3 Bleche Makronen:

200 g weiche Butter

250g Zucker (nicht weniger als 220g verwenden, sonst ändert sich die Konsistenz) 

5 Eier

200g Konditorcreme (es bleibt aus dem Rezept oben etwas übrig, Naschkatzen werden sich freuen!) 

400g Kokosraspeln 

20 g Maisstärke 

Einige Tropfen Vanille-Extrakt oder das Mark von einer Vanilleschote

Heizen Sie den Backofen auf 175°C oder 165°C bei Heißluft vor.

 

Zubereitung:

Butter mit Zucker schaumig schlagen

 

 

Schlagen Sie die Butter mit dem Zucker mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine zu einer schaumigen Masse und geben Sie nach und nach die Eier hinzu.

 

 

 

Kokosraspeln unterheben

 

 

Jetzt rühren Sie die Konditorcreme, Vanilleextrakt und Maisstärke ebenfalls mit dem Mixer unter. Ganz zum Schluss heben Sie die Kokosraspel mit einem Löffel unter den Teig.

 

 

 

 

Das Originalrezept sieht es vor, die Masse in einen Spritzbeutel zu füllen und damit hübsche kleine Kokosberge auf ein Backblech zu setzen. Wenn Sie das versuchen möchten, brauchen Sie einen großen, stabilen Spritzbeutel der eine Tülle mit einem großen Loch hat. Meine Versuche mit einer einfachen Garnierspritze, die man für Tortendekoration verwendet, sind kläglich gescheitert!

Keine gute Idee!

Eine Lösung habe ich dann doch noch gefunden!

Deswegen habe ich mir spontan etwas anderes überlegt und einen kleinen Trichter gefunden. Alternativ können Sie die Kokosmakronen jedoch auch mit der Hand formen, dazu ganz einfach eine Kugel rollen und auf dem Backblech ein wenig in Zipfelform drücken.

Das mit dem Trichter hat aber hervorragend funktioniert.  Feuchten Sie ihn zunächst etwas an und drücken Sie ca. zwei Esslöffel von der Makronenmasse in den Trichter. Nun stürzen Sie ihn auf das Backblech und pusten oben in das Loch hinein (dabei nicht lachen!). Die fertige Makrone hüpft so fast von alleine aus der Form.

 

Makronen formen

perfekte Kokosberge

In Argentinien kann man die Coquitos in Bäckereien und Supermärkten fertig kaufen. Sie sind normalerweise recht groß. Später habe ich jedoch festgestellt, dass es auch Vorteile hat, sie etwas kleiner zu machen. So erhält man mundgerechte Häppchen, die sich besser essen lassen.

Wenn Sie die Makronen geformt haben, kommen sie für ca. 20 Minuten in den Backofen. Kleinere Exemplare brauchen nur ca. 15 Minuten. Sie sollten braune Füße und leicht braune Spitzen haben, dann sind sie fertig.

Wirklich saftige Kokosmakronen, goldgelb

Wirklich saftige Kokosmakronen, goldgelb

Lassen Sie das Gebäck unbedingt auf dem Backblech kurz abkühlen, bevor sie es auf einen Rost geben.

Die saftigen Kokosmakronen können nun pur genossen oder aber noch mit Schokolade überzogen werden.

Zunächst sind sie außen knusprig, nachdem sie ein paar Tage in einer Blechdose gelagert wurden, haben sie erst ihre optimale Konsistenz. Dann sind sie weich und schön durchgezogen.

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Argentinische Rezepte – echte crossover Küche

Flagge Argentinien, Quelle: UltimapalabraArgentinien ist ein Einwandererland, hier sind die unterschiedlichsten Einflüsse der großen europäischen Küchen miteinander verschmolzen. Schaut man sich die Rezepte an, erinnert vieles an die italienische, französische und auch deutsche Küche. Hinzu kommen außerdem Einflüsse der traditionell jüdischen Küche und natürlich der Ureinwohner Argentiniens. Wie allgemein bekannt ist, wird viel Fleisch gegessen, vor allem Rindfleisch. Aber auch Pasta, Pizza und andere Teigwaren spielen eine große Rolle. Die süßen Spezialitäten sind eine Offenbarung für Leckermäuler. Hier die 10 beliebtesten Alltags-Gerichte.

Die berühmtesten Spezialitäten sind Alfajores, mit Dulce de Leche (Karamellcreme) oder Quittengelee gefülltes und mit Schokolade oder Baiser überzogenes Gebäck, die aus Spanien stammenden Churros, Berlinesas (Berliner), Pan Dulce (eine Art Panetone) und natürlich zahlreiche leckere Torten und Kekse.

Angela Michel

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