Die Grundlagen

Inzwischen werden Rauchmelder in einigen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wie die Rechtslage in Ihrem Bundesland ist können Sie hier nachlesen. Für einen Mindestschutz wird empfohlen, zumindest in allen Schlaf- und Kinderzimmern, sowie den Fluren einen Rauchmelder installiert zu haben. Je mehr Räume mit einem Rauchmelder ausgestattet sind, desto höher ist natürlich der Schutz, den man dadurch geboten bekommt. Für einen Vollschutz sollten alle Räume, auch der Keller und der Dachboden mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Lediglich Badezimmer und Küchen sollten ohne Rauchmelder bleiben. In diesen Räumen kann es sonst durch Dampfentwicklung zu häufigen Fehlalarmen kommen. Aber auch andere Räume sollten ohne Rauchmelder bleiben, wenn es darin zu starker Dampf- oder Rauchentwicklung kommt, wie etwa in einem Raucherzimmer. Da aber gerade Küchen mit den zahlreichen Elektrogeräten potentielle Brandquellen birgt wollen viele Menschen in der Küche nicht auf den Schutz eines Rauchmelders verzichten. Vom Rauchmelderhersteller Gira wird für solche Räume daher seit einiger Zeit der Gira Dual VdS angeboten, ein Rauchmelder, den man auf Knopfdruck in den Schlafmodus versetzen kann.

 

Der laufende Betrieb

Rauchmelder sollten möglichst mittig in einem Raum platziert werden, mindestens jedoch im Abstand von 50 Zentimeter zu den Wänden. Der Rauchmelder muss immer an der Raumdecke platziert werden, da der Rauch stets nach oben steigt. Damit die Sensoren in dem Rauchmelder die Rauchpartikel auch wirklich erkennen können muss der Rauchmelder in einer waagerechten Position angebracht werden. Bei Räumen mit schrägen Zimmerdecken muss man also erst eine gerade Fläche schaffen oder einen Dachbalken nutzen. Außerdem sollten es in der Nähe des Rauchmelders nicht stark ziehen. In der Nähe von Dachluken oder Lüftungsschächten sollte man also keinen Rauchmelder anbringen. Auf Dachböden darf man den Rauchmelder nicht in der Dachspitze, also nicht im obersten Punkt des Raumes anbringen, sondern etwa 30 bis 50 Zentimeter darunter. Der Grund dafür ist, dass sich in solchen Dachspitzen die warme, aufsteigende Luft sammelt und eine Art Luftpuffer entsteht, der den Rauch nicht durchdringen lässt. Man darf Rauchmelder außerdem auf keinen Fall beim Streichen mit Farbe eindecken. Sonst besteht die Gefahr, dass durch die Farbe die Lufteinlässe des Melders verstopft werden und Rauchpartikel nicht an den Sensor gelangen wenn es brennt. Bei größeren Wohnungen oder Häusern ist es empfehlenswert Funkrauchmelder zu verwenden. In einem Rauchmeldernetzwerk geben alle Melder Alarm, sobald einer der Melder ein Feuer entdeckt. Einige Rauchmelder lassen sich auch nachträglich mit einem Funkmodul ausrüsten und sich so zum Funkrauchmelder umfunktionieren.

Bei der Verwendung von batteriebetriebenen Rauchmeldern sollte man darauf achten, dass der Melder der DIN 14604 entspricht. Dies tun Melder, die durch einen Signalton anzeigen, wenn ein Batteriewechsel nötig wird. Rauchmelder verfügen außerdem über einen Testknopf, dr sollte zumindest hin und wieder betätigt werden um zu sehen, ob der Melder noch funktionstüchtig ist. Da mit dieser Method jedoch nur getestet wird, ob der Alarm noch funktioniert und nicht, ob die Rauchsensoren noch funktionieren sollten diese gelegentlich separat überprüft werden. Dafür empfiehlt es sich, ein Testspray zu nutzen. Dieses Spray simuliert die Eigenschaften von Rauch und prüft so den Sensor. Nicht nutzen sollte man Zigarettenrauch, mit diesem kann man die feinen Luftdurchlässe am Sensor verstopfen.

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