Swarovski Innsbruck (Bild: a.sansone)

Ein paar Schritte von Innsbrucks Goldenem Dachl entfernt liegt Swarovski Innsbruck, der Glitzershop, beheimatet in einem denkmalgeschützten Gemäuer mit langer Vergangenheit. Swarovski versteht es, ehrwürdiges Altes und Modernes harmonisch zu verbinden. Nicht nur in seinen Lokalitäten, sondern auch mit seinem reichhaltigen Schmuckrepertoire. Begleiten Sie mich durch den Swarovski-Shop in Innsbruck. Hier kann frau das eine oder andere Stückchen entdecken, dem sie sich auch online auf die Fersen heften kann.

Innsbruck - immer einen Besuch wert.

Was hat ein Wirtshaus mit den Kristallen von Swarovski zu tun?

Wer sich darüber wundert, dass am Hauseck beim Eingang zum (2011 neu gestalteten) Swarovski Shop ein wunderschönes altes Wirtshausschild prangt, der darf sich belehren lassen. Da, wo es heute an kühlen weiß getünchten Wänden und Gewölben glitzert und funkelt, herrschte vor einigen Jahrhunderten noch dunkler Rauch und Wirtshausgeruch.

Das Gasthaus zur Goldenen Rose wurde zum ersten Mal 1329 erwähnt. Es gehört somit zu den ältesten Gaststätten Innsbrucks und lag an der gegen Wilten und zum Brenner führenden wichtigen Straßenverbindung in den Süden (Italien); denn alle Wege führen bekanntlich nach Rom. Der erste nachweisbare Besitzer der "Eggwirtsbehausung zur gulden Rosen, zubenannt am Schrofen", war der Haller Bürgermeister Ambros Hamerspacher, dem das Wirtshaus 1452 gehörte.

1985 verkauften es die Letztbesitzer an die Firma Swarovski. Seither befindet sich im historischen Gebäude die Swarovski Crystal Gallery, auch Swarovski Shop genannt. Das schmiedeeiserne Wirtshausschild wurde 1678 vom Goldschmied Hans Jakob Pfaundler hergestellt und 1908 restauriert.

(Bild: a.sansone)

Der Umbau vom Swarovski-Shop in Innsbrucks Altstadt

Der über ein halbes Jahr dauernde Umbau geschah optisch beherrschend, denn der dazu erforderliche Kran verbarg von der Maria Theresien Straße her imposant acht Monate den Blick in die Altstadt. Vom Beginn, dem 10. Jänner 2011 bis zur Fertigstellung am 25. August 2011 wurde zügig gearbeitet. Ein Investitionsvolumen von 8,5 Millionen Euro setzten die Architekten Hanno Schlögl und Daniel Süß (Schlögl & Süß Architekten) um.

Bei der Umgestaltung des Shops schaute das Denkmalamt dem Bauherrn wie immer akkurat auf die Finger. Einpassung in alte Gemäuer: ja, aber das Ursprüngliche muss dennoch erhalten bleiben. Das Ergebnis sind helle, weitläufige, übersichtlich gestaltete Räumlichkeiten. Denn aller Avantgarde zum Trotz: Das alte, schmiedeeiserne Wirtshausschild und das beeindruckende Tonnengewölbe erinnern daran, dass die Räume so manches zu erzählen hätten.

Wo, wann und was findet man bei Swarovski Innsbruck?

Der Swarovski Shop/Crystal-Gallery befindet sich in der Altstadt von Innsbruck.

  • Adressse: Eingang: Herzog-Friedrich-Straße 39.
  • Ausgang: Stiftgasse
  • Geöffnet ist er täglich von 8:00 Uhr bis 19:30 Uhr.

Was wird hier vor Ort ausgestellt und angeboten?

  • Schmuck für jedes Budget,vom Ring bis zu Charms, Ketten, Armbänder
  • kristalline Figurinen, ein Markenzeichen von Swarovski
  • Christbaumschmuck
  • modernes Design und Accessoires für stilvolles Wohnen
  • Für High Tech-Fans kristallbesetzte Kopfhörer (muss man nicht unbedingt haben, oder?)
  • glitzernde Handyhüllen für It-Girls
  • edel gestaltete Füller
  • oder der ultimative Clou: trendige USB-Sticks.

Es gibt keine Sprache, die vom international besetzten Personal nicht gesprochen wird, mit Ausnahme vielleicht vom Tirolerischen.

Wer erschöpft ist, kann sich an der Bar erfrischen oder wiederbeleben lassen mit international prämierten Spitzenweinen der traditionsreichen Bodega Norton, des argentinischen Weinguts von Gernot Langes Swarovski.

Swarovski Innsbruck besuchen kann man getrost auch ohne etwas zu kaufen. Betrachten Sie es als eine Art Museums- oder Galeriebesuch; auch wenn es besonders dem weiblichen Publikum eher schwerfällt.

Man kommt sich vor wie Aschenputtel - fehlt nur noch der gläserne Schuh

Man tritt in die Laubengänge und erreicht durch geheimnisvolles Dunkel, argwöhnisch beobachtet von einem riesigen Facettenauge, den Eingangsbereich. Um nahezu magisch von der hell erleuchteten kristallbesetzten Treppe mit der "Cascade", dem einem Wasserfall gleichenden Luster, der imposant über die Stockwerke reicht, ans Licht gezogen zu werden.
An den ersten Schaukästen, die vor allem Optik und Design beherbergen, vorbei gelangt man ins Reich des ehrfürchtigen Erschauerns vor so viel Glanz und Glitzer.

Swarovski - Shop

Cascade (Bild: a.sansone)

Ein kleiner Rundgang durch das Glitzer-Shop

Wenn man als männliche Begleitung mitgeht, tut man selber gut daran, sich (oder seiner Partnerin) vorher ein Beruhigungsmittel einzuverleiben. Denn bei weiblichen Wesen beginnt spätestens bei den ersten sehr preiswerten Accessoires, die nach Farben geordnet an den Wänden hängen, der Puls ordentlich anzusteigen.

Kostbares, auch preislich Gehobenes, ist hinter Glas vor begehrlichen Händen geschützt.

Ich persönlich komme mir immer vor wie ein Kind, das in eine Engelswerkstatt gucken darf, denn mir haben es die entzückenden Tier-Figurinen angetan. Von Bambi bis zum Eisbär, vom Warzenschwein Pumbaa

bis zum edlen Pferd, ist alles Tierische zu finden. Und das in künstlerisch hervorragender Qualität.
Ob man das Glitzerzeug mag, ist Geschmackssache. Aber an der Anerkennung für das handwerkliche und künstlerische Können kommt keiner vorbei.

Swarovski-Figuren

(Bild: a.sansone)

Wer jetzt noch keinen schwachen Moment erlebt hat, schreitet die Treppe hinunter ins "untere G'wölb", dem man die mittelalterlichen Strukturen noch wunderbar ansieht.
Schmuck, Schmuck, Schmuck, soweit das Auge reicht.

"Hast du Farb-Töne!", wie etwa das ultramodische Radiant-Orchid, kann man da nur noch flüstern. Hier hilft als kaufunwilliger Begleiter nur, frau energisch zum Ausgang zu zerren.

Oder viel, viel besser: frau liebevoll beim Aussuchen des passenden modischen Accessoires zu.
Mit Schnappatmung wird man zum Abschluss in die enge mittelalterliche Seitengasse, der Stiftgasse, ins alte Innsbruck entlassen.

Wer es allerdings, so wie ich es seit Jahren halte, als quasi Museumsbesuch ansieht; der hatte seinen optischen Spaß. In einem Museum wollen Sie ja auch nicht alle Bilder, die hängen, kaufen und selber im Wohnzimmer aufhängen, oder?

Swarovski Cleanchic (Bild: a.sansone)

Die Familie Swarovski – eine einzigartige Erfolgsgeschichte des Kristalls

Im Jahr 1895 siedelte sich der böhmische Unternehmer Daniel Swarovski im Tiroler Ort Wattens an. Dort gründete er ein Unternehmen zur Verarbeitung von Kristall. Seine neue, mechanische Methode zum Schleifen von Kristall-Schmucksteinen revolutionierte die Modeindustrie.

Dem Fleiß und Geschick der Familie Swarovski ist es zu verdanken, dass sich daraus eine weltweite Industrie des Glitzerns und Funkelns entwickelt hat.

Lesetipp: Geschichte der Swarovskis

Wem mit dem Glanz in Innsbruck so richtig Lust nach verzauberter Welt gekommen ist, der muss sich – ob als Tourist oder als Einheimischer, unbedingt in die Kristallwelten nach Wattens begeben. Das Motto: "Für einen Augenblick an Wunder glauben" und sich verzaubern lassen, triff voll zu. Auch für Nichtromantiker.

Quellen: Forschungsinstitut Brenner Archiv; Swarovski;

Swarovski - ein Pionier auch im Sozialen

Das Arbeiterkind Daniel Swarovski vergaß nicht auf seine bescheidene Herkunft und wurde zu einem besonders sozial denkenden Firmenpatriarchen. Deshalb erwarb er Baugründe für seine Arbeiter in Wattens, die er dann kostengünstig an sie weiterverkaufte. "Jedem Arbeiter sein Haus", welcher Arbeitgeber oder Konzernchef von heute würde so sozial handeln?

Im Winter ist Swarovski überall zugegen

Swarovski und Innsbruck (Bild: a.sansone)

Besonders die diversen Christkindlmärkte von Innsbruck leben durch den Glanz von Swarovski-Steinen.

Wo gibt es international Swarovski-Boutiquen oder Shops?

In Österreich gibt es in nahezu jeder Landeshauptstadt einen Swaroski-Shop.

Adele_Sansone, am 15.02.2014
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Bildquelle:
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Wie stylt man die Trendfarbe Radiant Orchid?)

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