Die Rose zu züchten war lange Zeit Vorrecht des Adels. - Blumologisches

Am 6. Januar jeden Jahres (Heilige drei Könige) war lange Zeit in Frankreich die Rosensteuer, drei Rosenkronen, fällig. Und zu Himmelfahrt noch mal eine Abgabe in Naturalien, nämlich einen Korb mit Blüten zur Gewinnung von Rosenwasser. Besser gestellte Bräute trugen rote Rosenkronen, sogenannte Chapels ( Schäppel im Schwarzwald). Nach der Hochzeit schmückten schwarze Rosenhüte die Damenwelt. Ich verkneife mir dazu jeden Kommentar, und überlasse die Interpretation dem Leser. Aber vermutlich in der Hoffnung, dass der Alte bald abnippelt. Jetzt ist es mir doch noch rausgerutscht. Jede Blume hat eine Bedeutung. Die Rose steht nicht nur für Liebe und Zuneigung, nein auch für Verschwiegenheit. Viele Beichtstühle tragen dieses Symbol. "Sub rosa dictum", unter der Rose gesagt, gilt als Geheimnis. Verborgen bleibt auch der Narr unter seiner Maske. Möglicherweise ein Zusammenhang. Ganz klar erkennt man den Konsens beim Veilchendienstag, damit werden die Männer in Köln, der Karnevalshochburg Nr.1, geehrt. Das kleine Veilchen steht für Anstand, Bescheidenheit, Hoffnung, Liebe und Treue. Manche feiern aber auch inkognito unter einem Künstlernamen, und kommen so dann nochmals mit einem veilchenblauem Auge davon.

Mit einer Nelke im Knopfloch gingen französische Royalisten während der Revolution aufs Schafott, um ihre Treue zum König zu beweisen. Wenn wir schon mal dabei sind, erklär ich auch noch die Lieblingsblume unseres Finanzministers. Es ist die Tulpe! Eine regelrechte Tulpen-Manie löste 1637 in Holland einen gigantischen Börsenkrach aus. Sie steht für rote Zahlen und schwarze Donnerstage..

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Höhepunkt des Straßenkarnevals
Rosenmontags-Umzug

Rosenmontags-Umzug

An Laetare 1823 tagte und organisierte das Kölner Karnevals - Comitee den Umzug für das nächste Jahr.

Windkraft - FußgruppeWarum die ausgerechnet an diesem Kirchentag mitten in der Fastenzeit tagten? Ja, weil et da wat zu Suffe jab. Hab doch oben erklärt, dass dafür die strengen Fastenregeln aufgehoben wurden. Der Karneval wird immer ein Jahr im Voraus geplant. Dann wird die Bilanz der vergangenen Session gezogen, und die Vorbereitungen für die Nächste getroffen. Und kein Kölner würde so eine anstrengende Sitzung ohne ein lecker Kölsch durchhalten. Und weil das der Rosensonntag war, und die den Umzug für den Montag vor Aschermittwoch ausbaldowerten, nannten die sich "Rosenmontagskomitee". Und daraus entstand der Rosenmontagszug. Und der lockt jährlich über eine Million Besucher an. Und ist inzwischen ein enormer Wirtschaftsfaktor für die Dom-Stadt. Über die Ursprünge des Karnevals habe ich bereits einen Artikel geschrieben. Wer mehr erfahren möchte, bitte diesem Link folgen. Die Kirche hat es jedenfalls immer verstanden, heidnische Feste als ihre eigenen zu verkaufen, oder zu tolerieren und umzudeuten. Auch Laetare war ursprünglich ein Fest des beginnenden Frühlings. Tja, was man nicht verbieten kann?!

Aber, dass die Tracht der Kirchenfürsten an diesem Tage, ein fröhliches Rosa, die Rosa-Funken 1995 zur Vereinsgründung animiert hat, ist doch weit hergeholt. Oder etwa nicht? Nee, da wären wir ja von Sinnen (Hella)! Alaaf ihr Jecken.

Autor seit 6 Jahren
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