Die Vorzüge von ökologischer Lehmfarbe

Die Anwendung von Lehmfarbe ist in Deutschland alt bekannt. Sie ist beliebt, denn sie enthält keine giftigen Substanzen. Ihre Inhaltsstoffe sind:

  • Fein gemahlenes Tonmehl
  • Marmorsand
  • Kreide
  • Cellulose
  • Pflanzenstärke und Farbpigmente

Lehmfarben haben

  • Einen matten Anstrich
  • Eine hohe Farbsättigung

Lehmfarben sind

  • Abriebbeständig
  • Diffusionsoffen
  • Einfach zu verarbeiten
  • Beliebig oft zu überarbeiten
  • Unbegrenzt lagerfähig
  • Frei von Dispersionen
  • Ohne oder mit nur einem geringer Anteil an Konservierungsstoffen

Lehmfarben haben keine großen Ansprüche an den Untergrund

Lehmfarbe ist auch für Gipskartonplatten und nicht frisch tapezierter Rauhfaser geeignet. Damit sie gut haftet und nach dem trocknen gut aus sieht, muss ein besonderer Wert auf den Untergrund gelegt werden. Dieser muss, sauber, dauerhaft trocken, tragfähig, frei von Beschädigungen, fest und nicht zuviel Sand enthaltend.

So wird die Farbe vorbereitet

Die einzelnen Farbkomponenten werden, je nach Farbwunsch, in den Mischeimer gegeben und trocken, sorgfältig, mit dem Rührquirl, kräftig gemischt. Dabei gilt folgender Materialverbrauch des Trockenpulvers

Wird mit der Rolle gestrichen:

  • In der Regel zweimaliger Farbauftrag: 50 bis 90 g/m2 und Lage (ca. 1,25 bis 1,75 Liter Wasser je kg Lehmfarbe)

Wird mit der Lasurbürste aufgetragen:

  • zweimaliger Farbauftrag 40 bis 70 g/m2 und Lage (ca. 2,0 bis 2,2 Liter Wasser je kg Lehmfarbe)

Wird eine Spritzpistole verwendet:

  • Je nach gewünschtem Effekt

Es wird das erforderliche Wasser in einen zweiten Eimer gegeben und das gemischte Pulver, bei laufendem Rührquirl, zugeben. Dann kräftig durch rühren. Nach 15 bis 30 Minuten Quellzeit das Ganze nochmals kräftig umrühren. Die fertige Farbmischung kann dann, mit dem gewählten Werkzeug, aufgetragen werden. Vorsicht! Da Lehmfarbe aus 100 Prozent natürlichem Material besteht, ist es möglich, dass es innerhalb verschiedener Farb-Chargen zu Farbunterschieden kommt. Wem die Farbe mitten bei der Arbeit ausgeht, dem kann es passieren, dass er beim neu anmischen einen unterschiedlichen Farbton erhält. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, vor Beginn eines jeden Projektes, ein separates Muster der Farben anzulegen.

Wie unterscheiden sich Lehmfarbe und Lehmstreichputz

In Bezug auf Raumklima und Wohlbefinden der Bewohner gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Produkten. Sie unterscheiden sich dadurch, dass die Lehmfarbe glatt ist, der Lehmputz eine leichte Körnung hat und die Farbe intensiver ist.

Lehmfarben zum Leuchten bringen

Kritiker bemängeln, dass einige Lehmfarben nicht brillant genug leuchten. Maler Tobias Büttner, Mitglied der Fachwerk.de-Community rät: "Intensivere Farbtöne nehmen oder mit einer brillanteren Lasur überarbeiten." Wird eine glänzende Wand gewünscht, empfiehlt er Kasein, Wasserglas oder wasserlösliches Wachs, statt Leinöl, zum versiegeln zu nehmen. Diese Materialien sperren den Untergrund nicht so stark ab.

Kreative Verarbeitungstechniken der Lehmfarbe

Lehmputz und Lehmfarbe lassen keine Farbwünsche offen. Ob als Wandfarbe, Lehmstreichputz, oder als Lehmspachtelputz. Sie begeistert in der Anwendung, weil sie so kreativ, auch in der Schablonenmalerei, eingesetzt werden kann.

1. Unterschiedliche Farben können nebeneinander aufgetragen und dann miteinander vertrieben werden
2. Lehmfarbe kann aufgetragen werden, in die feuchte Farbe einige Farbkleckse gemalt und dann, mit einem feuchten Malerpinsel,vertrieben werden
3. Nach der Trocknung können mit Schablonen oder einer Abklebung Ornamente aufgebracht werden
4. Farbkonzentrate und Lasuren lassen sich herstellen, indem Pigmente mit Lehmfarbe angeteigt werden
5. Pigmente können auf die noch feuchte Oberfläche aufgestreut, aufgeblasen und danach verrieben werden.
6. Die Bandbreite der Farben erweitert sich, in dem Pigmente angeteigt und mit Wasser verdünnt in die Lehmfarbe eingerührt werden.
7. Lehmfarbe kann auch als Untergrund für Lasurtechniken genutzt werden.Da Lehmfarbe stark saugt, und schnell trocknet müssen Lasuranrührungen wässrig und noch lichter sein als auf einem normalen Untergrund

8. Wer eine rauhe Oberflächenstruktur haben will, kann der Farbe fünf Prozent Lehmedelputz der gleichen Farbe oder Kaseinstreichputz zufügen

Ein Experte rät: Lehmfarben immer mit Quast zu verarbeiten. Der Kalkfarbe für die Außenbeschichtung kann, zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften, Quark, untergemischt werden.

Ein ergänzender Artikel: Lehm - die Wiederentdeckung eines alten Bio-Baustoffes

Info Quelle: Lesando Spezialist für Lehmfarben, Lehmputze
Tierrfino Spezialist für Lehmfarben, Lehmputze

MonikaHermeling, am 26.01.2015
4 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Laden ...
Fehler!