Sie wollen endlich ihren Zahnersatz oder den auffälligen Zahnlücken ein Ende bereiten und wieder ganz natürlich und unbefangen lächeln? Wieder so richtig in einen Apfel beißen und die Nahrung mit Genuss zerkauen?

In diesem Artikel möchte ich meine eigenen Erfahrungen mit Zahnimplantaten weitergeben. Ich habe mir in knapp zwei Jahren 11 Implantate setzen lassen.

Sie haben sich aus bestimmten Gründen einige oder gar mehrere Zähne ziehen lassen und tragen nun einen Zahnersatz, haben durch den Zahnersatz ein Problem beim Sprechen, oder die Frage bei einer ärztlichen Untersuchung nach einem Zahnersatz? Oder haben sie durch den Zahnersatz Druckstellen am Zahnfleisch und wünschen sich, dass sie endlich diesen Fremdkörper aus ihren Mund bekommen? Sie nicken mit ihren Kopf und merken, dass ich genau ihr Problem kenne. Dann ist es an der Zeit, dass nun der Schritt gekommen ist, etwas zu unternehmen, denn Implantate sind sicher auch etwas für sie.

 

Ich werde ihnen nun genau Schritt für Schritt den Behandlungsablauf erklären.

 

Der erste Weg führt sie natürlich zum Zahnarzt.

Wer aber macht das schon gerne. Da müssen sie durch. Ich habe es auch geschafft und sie werden froh sein, dass auch sie sich entschieden haben, diesen Weg zu gehen.

Als erstes werden einige Röntgenbilder angefertigt und ein ausführliches Beratungsgespräch geführt. Besteht ihre Zahnlücke schon über eine längere Zeit und ist der Knochen deshalb zu dünn oder zu schmal geworden, so kann man den Kiefer mit knochenähnlichen Materialen wieder aufbauen. Dieser Ersatz muss ca. vier bis sechs Monaten einwachsen. Haben sie ein perfektes Kiefer, kann mit der Implantation begonnen werden. Haben sie auch die Kosten mit ihrem Zahnarzt besprochen und sie besitzen die finanziellen Mittel, dann kann es losgehen.

Wie läuft die Implantation ab?

Nach der örtlichen Betäubung am Ort des Geschehens öffnet ihr Zahnarzt das Zahnfleisch. Durch schonende Bohrung im Knochen schafft ihr Zahnarzt passgenaue kleine Implantatlager und setzt kleine Schräubchen darin ein. Danach wird das Zahnfleisch vernäht und nach einer Woche werden die Fäden wieder entfernt. Sie tragen wie gewohnt  weiterhin ihr Provisorium. Hatten sie vorher einen Zahnersatz, ist dies nach kleinen Umarbeitungen möglich. Die Knochenheilungsphase dauert zirka vier bis sechs Monate. 

Ist die Einheilung abgeschlossen, wird das Zahnfleisch erneut eröffnet. Nun setzt ihnen ihr Zahnarzt sogenannte Zahnfleischformer in das Implantat, der das Zahnfleisch ausformt damit später die Zahnkronen genau passen. Anschließend werden Abdrücke von ihrem Kiefer für die Anfertigung eine oder mehrere Kronen oder Brücke gemacht. Auch im diesem Abschnitt können sie mit kleinen Umarbeitungen ihren Zahnersatz tragen. Sie verlassen ihren Zahnarzt also nie ohne Zahnersatz. 

Letzter Behandlungschritt: Sie bekommen endlich ihre Kronen oder Brücke

Nach etwa zwei bis drei Wochen werden die Zahnfleischformer entfernt, und es werden ihnen die angpassten Kronen oder die Brücke eingesetzt. Der Zahnersatz wird fest und unsichtbar befestigt. Sie können nun wieder langsam wie gewohnt essen, und niemand erkennt den Unterschied zu den natürlichen Zähnen. Ich sage ihnen, sie bekommen eine neue Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

  • Können Implantate allergische Reaktionen auslösen?

Im Allgemeinen werden durch Titanimplantante selten Allergien ausgelöst. Bei Kronen und Brücken zeichnen sich Keramikmaterialien durch ihre Verträglichkeit aus. 

  • Kann ich meine Behandlung ambulant durch eine örtliche Betäubung durchführen lassen oder ist eine Vollnarkose erforderlich?

Bei gutem gesundheitlichen Zustand sind eine oder mehrere Implantate durch örtliche Betäubung ambulant durchführbar. Wenn sie Diabetiker und medikamentös optimal eingestellt sind steht der Behandlung nichts im Wege. Besprechen sie es mit ihrem Zahnarzt. 

  • Wann kann man keine Implantate setzen lassen?

Bei allgemeinen schweren Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenschädigung oder einer erhöhten Blutungsneigung, sowie bei einem geschwächtes Immunsystem ist ein Beratungsgespräch mit ihrem behandelnden Arzt erforderlich, der sie über die Einnahme bestimmter Medikamente, über Möglichkeiten und Entscheidungen auf Grund  ihres Gesundheitsprofiles trifft.

Autor seit 7 Jahren
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