Zimt (lat. cinnamomum) verfügt über ein ganz besonderes Aroma. Verwendet wird es vornehmlich in der Küche zum Würzen von Süßspeisen. Auch in Teemischungen wird Zimt gerne als Geschmacksvariante beigemischt. Doch diese geringen Mengen Zimt reichen nicht aus, um einen medizinischen Effekt zu erreichen. Daher gibt es hierfür Extrakte als Fertigarzneimittel. Gerade bei Diabetes zeigte sich Zimt als sehr wirksam. In Deutschland sind rund 16 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Der größte Teil von ihnen leidet unter Diabetes Typ 2, den man früher Altersdiabetes nannte. Wer unter Symptomen wie häufiges Wasserlassen, starker Durst, Abgeschlagenheit, trockener Mund, Kraftlosigkeit oder Wadenkrämpfe leidet, sollte sich beim Arzt auf Diabetes testen lassen.

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Studien zeigten Erfolge bei der Behandlung von Diabetes und bei der Senkung der Cholesterinwerte

Zimt ist bei uns erst seit 2003 in den Focus der Wissenschaft geraten. Durch die regelmäßigen Gaben von Zimt, wurde bei Diabetikern des Typ 2 sowohl der Blutzuckerspiel als auch die Cholesterinwerte gesenkt. In einer Studie stellte man fest, dass dieser Effekt bei einer täglichen Zufuhr von 1 bis 6 Gramm erreicht wurde. Die im Zimt enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe hatten eine ähnliche Wirkung wie Insulin. Zimt zeigte auch eine insulinverstärkende Wirkung, die man für unterstützende Therapien nutzte.

Man sollte jedoch nicht ohne ärztlichen Rat Zimtpräparate einnehmen!

Neuere Studien konnten die Wirksamkeit nicht eindeutig belegen.

Es mehrten sich immer mehr Meinungen, dass Zimt doch nicht so gut für die unterstützende Behandlung von Diabetes geeignet sei. Und inzwischen wird sogar auch von den Arzneimittebehörden vor der Einahme von Zimtpräparaten zur Senkung des Blutzuckers gewarnt. In einigen Präparaten ist ein hoher Gehalt an Cumarin zu finden. Werden hiervon höhere Mengen über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann dies zu Leberschäden führen. In diesem Zusammenhangwurde bereits Weihnachten vor dem Verzehr von zuviel Zimtgebäck gewarnt, da auch hier eine Gefahr durch die Cumaringehalte besteht.

Die Ergebnisse der ersten Studien konnten nicht eindeutig belegt werden, die Wirksamkeit ist in Frage gestellt. Da diese Arzneimittel als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft werden, unterliegen sie nicht der Zulassungspflicht und können daher ungeprüft erworben werden. Nach wie vor gilt, eine Diabetes-Therapie gehört in die Hände eines Arztes.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel einen fachkundigen Rat eines Arzt oder Apothekers nicht ersetzen kann!

Elli, am 07.03.2012
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