Neugeborene brauchen vor allem eins: Ihre Eltern, die sich liebevoll um sie kümmern. Dabei fordern sie manchmal jedoch mehr aufmerksam, wie man womöglich im Moment geben kann. Nach mehreren Nächten, in denen man selber nicht mehr durchschlafen kann, ist man fix und fertig, und wünscht sich nur noch, dass das Kind wenigstens unter Tags nicht jede Minute unsere Aufmerksamkeit fordert, sondern auch mal abgelenkt ist. Nun kann man sich mehrere Hilfsmittel bedienen, die zum einen für ruhigere Nächte, zum anderen auch unter Tags für ein zufriedenes Baby sorgen.

1. Schlaf bei mir

Mein Tipp für ruhige Nächte ist eindeutig das Familienbett. Da es jedoch recht eng werden kann, wenn ein drittes Persönchen zusätzlichen Platz beansprucht, und manch eine Mami auch Angst hat, das Kind mit der Zudecke zu ersticken, empfiehlt sich das sogenannte Babybay-Bettchen. Das Babybay ist ein kleines Beistellbett, welches an jedes andere Bett angestellt und fixiert werden kann. Die Ebene ist stufenlos verstellbar. Mittlerweile gibt es das Bettchen in den Größen Original, Midi und Maxi, und lässt sich später, wenn es nicht mehr gebraucht wird, mit entsprechendem Zubehör in allerlei andere nützliche Dinge wie Hochstuhl, Laufstall oder Kinderstuhl verwandeln.

Mit diesem Bettchen schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • Dadurch, dass das Neugeborene ganz nah bei Mami ist, schläft es schon mal viel ruhiger, da es die Sicherheit hat, die es braucht
  • Das Baby muss nicht erst durch Schreien auf sich aufmerksam machen, wacht so vielleicht gar nicht ganz auf, sondern beruhigt sich gleich wieder, bzw. kann gestillt werden
  • Die Mama muss nicht ganz wach werden, aufstehen und durch die Wohnung laufen, um beim Baby zu sein
  • Die Bindung und das Urvertrauen werden gestärkt

Wer befürchtet, sein Baby damit zu verwöhnen, dem möchte ich das Buch "Schlafen und Wachen" von William Sears ans Herz legen. Neben wertvollen Tipps zum praktischen Schlafen im Familienbett wird hier auch mit so allerlei Vorurteilen aufgeräumt.

Tipp! Um das Bettchen möglichst lange nutzen zu können, greifen Sie auf jeden Fall auf die größte Variante zurück. Bei der Originalgröße ist nach wenigen Monaten Schluss.

2. Puck mich

Um Babys das Gefühl von Geborgenheit und Begrenzung auch nach der Geburt zu erhalten, gibt es die Möglichkeit, das Kind zu pucken. Bei Schreikindern wirkt dies oft Wunder. Auch Babys, die einen ausgeprägten Mororeflex haben und durch plötzliche Zuckungen von Armen oder Beinen nicht einschlafen oder weiterschlafen können, werden die ersten Monate am besten gepuckt. Dabei wird das Baby mit einer Decke oder einer Puckhilfe so umhüllt, dass weder Arme noch Beine frei beweglich sind. Dadurch werden Zuckungen verhindert.
Besonders praktisch sind Pucksäcke, z.B. der Swaddle me, welche mit Klettverschlüssen bequem zu verschließen sind. Mit einem Pucksack als Geschenk zu Weihnachten machen Sie nicht nur ein unruhiges Baby glücklicher, auch die Eltern können vielleicht das eine oder andere Mal durchschnaufen.

3. Trag mich

"Ein Baby will getragen sein" ist der Titel eines Buches, das mich dazu bewogen hat, mir damals ein Tragetuch zuzulegen. Mein Sohn blieb unter gar keinen Umständen für länger als ein paar Minuten im Kinderwagen. Egal ob dieser fuhr oder stand, er fing an zu brüllen und war im ganzen Ort zu hören. Ich hab das Buch gelesen, den Wagen in die Ecke gestellt und mir ein Tragetuch gekauft. Zwar bin ich anfangs fast verzweifelt, weil ich trotz Anleitung Probleme hatte, das Tuch richtig zu binden, jedoch ist dies reine Übungssache. Manche Hebammen bieten auch Kurse an, bei denen man das Tuchbinden erlernen kann. Für mich war das Tuch ein Segen, denn nun konnte ich den Schreihals da rein packen und hatte die Hände frei, um andere Dinge zu erledigen. Das Tuch war auch der Ort, an dem er längere Zeit am Stück schlief.

Auch hier werden Bindung und Urvertrauen gefördert, die Kinder fühlen sich geborgen. Das Tragen fördert sogar die motorische und geistige Entwicklung des Babys, und sorgt für eine anatomisch korrekte Spreiz-Andock-Haltung, welches Hüftproblemen vorbeugt. Ein Neugeborenes will einfach ganz nah bei der Mutter (oder dem Vater) sein. Nur dann fühlt es sich sicher und geborgen. Ich finde ein Tragetuch ein fantastisches Geschenk für Weihnachten, da es Mutter und Baby gut tut.

Tragetücher gibt es mittlerweile von verschiedenen Herstellern und in ganz vielen tollen Farben. Ich habe mich damals für das Original von Didymos entschieden, und war voll zufrieden. Um alle unterschiedlichen Tragemöglichkeiten auszunutzen, benötigt man mindestens Tuchlänge 6. Mittlerweile gibt es auch weitere Tragehilfen von Didymos, das DidiSling und DidiTai. Diese sind viel einfacher anzuwenden, und erfüllen trotzdem ihren Zweck.

Noch mehr Tragen

Eine weiter geniale Möglichkeit, das Neugeborene am Körper zu tragen, ist der ERGObaby Carrier. Eine Trage, die vor allem später, wenn das Baby schon sitzen kann, interessant wird. Ich habe es z.B. mit dem Tragetuch nie hinbekommen, das Kind auf dem Rücken zu tragen. Da kam der ERGObaby Carrier zum Einsatz. Den kann man sich wirklich wunderbar mit Kind auf den Rücken schnallen. Durch die gepolsterten Riemen und der Hüftgurt wird der Druck gut verteilt, und man merkt das Gewicht kaum. Der Baby Carrier wird ab 4 Monate, das Tragen auf dem Rücken frühestens ab 5 Monaten empfohlen, jedoch kann der ERGO auch für Neugeborene zum Tragen vor dem Bauch mit einem speziellen Neugeborenen-Einsatz verwendet werden.

Wichtig! Häufig sieht man Babys, die mit dem Gesicht nach vorne in Babytragen gesetzt werden. Diese Haltung ist gefährlich für die Wirbelsäule und die Hüfte. Zudem kann es beim Baby zur Reizüberflutung führen, da es den Kopf nicht wegdrehen kann. Billige Babytragen garantieren oft nicht die richtige Spreiz-Andock-Haltung.

Mami macht mal Pause...

Haben wir bisher versucht, das Neugeborene zufriedenzustellen, indem es viel Kontakt zu Mama oder Papa hat, kommen nun die Ersatzbefriedigungen. 24 Stunden sind einfach manchmal zu lang, und auch die Eltern brauchen mal eine Auszeit. Darum versucht man, das Kind an den Schnuller zu gewöhnen oder mit faszinierenden Dingen abzulenken.

4. Wo ist der Schnuller schon wieder?

Der Schnuller kann ein Segen sein, oder eben zum Horrortrip werden, wenn dieser gerade nicht auffindbar ist. Eine ganz tolle Erfindung finde ich da diverse Schnullerketten, mit denen der Schnuller an der Kleidung des Babys festgemacht werden kann. Keine Ahnung, wie die Schnuller sonst immer so schnell verloren gehen, aber mit der Schnullerkette wird dies nun beendet. Nichts ist lästiger, als wenn der letzte Schnuller plötzlich unauffindbar ist, oder bei Nacht aus dem Bett fällt. Um die Sucherei zu verhindern, schnallt man diesen einfach fest. Schnullerketten gibt es in 1001 verschiedenen Ausführungen und Modellen. Besonders persönlich wird das Geschenk, wenn die Schnullerkette mit dem Namen des Würmchens versehen ist.

5. Was sehe ich denn da?

Der am wenigsten entwickelte Sinn beim Neugeborenen ist der Sehsinn. Um diesen zu stimulieren, bieten sich Mobiles in den verschiedensten Formen und Farben an. Mobiles sollten möglichst kontrastreich sein, damit sie entsprechend wahrgenommen werden können. Sanfte Pastellfarben gefallen höchstens den Erwachsenen, Babys finde diese völlig uninteressant. Am liebsten mögen Babys rot. Das sind sie schon von vor der Geburt gewöhnt, und können sie am frühesten wahrnehmen. Zum Teil gibt es Mobiles mit Licht und Sound, doch manchmal ist auch weniger mehr, und so erfüllen einfache Holzmobiles perfekt ihren Zweck, nämlich das Baby zu faszinieren. Ein Geschenk, das man auch mehrmals besitzen kann, da man es an verschiedenen Stellen, zum Beispiel am Stubenwagen oder dem Wickeltisch braucht.

6. Spielereien

Perfekt, um das Baby mal kurz zwischenzuparken, sind die sog. Activitiy Center. Es handelt sich dabei entweder um Spielstationen aus Holz oder Plastik, die über das Baby gestellt werden, oder aus Bögen mit Spielsachen, die auf einer Krabbeldecke integriert sind. Rasseln und Greifringe, aber auch Knöpfe die Musik machen, halten das Baby auf Trab und lenken es ab. Anfangs wird das Neugeborene nur fasziniert draufschauen können, doch später wird es versuchen, die Spielsachen zu erreichen, und sich riesig über Bewegungen und Geräusche freuen, die es selber verursacht hat.

susivital, am 26.10.2012
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Bildquelle:
Heimo Cörlin (Frohes Fest: Texte für Weihnachtskarten)

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