Seehunde auf ihrer Sandbank im ...

Seehunde auf ihrer Sandbank im Wattenmeer (Bild: Eigenwerk)

Borkum - die größte ostfriesische Insel

Zur ganz im Westen gelegenen Insel Borkum dauert die Überfahrt etwa zwei Stunden. Vom Borkumer Hafen geht die Reise mit der zweispurigen Schmalspurbahn weiter bis ins Zentrum. Die Inselbahn befördert nicht nur den gewöhnlichen Reisenden, heiratswillige Paare sind hier ebenfalls sehr willkommen. Denn für den schönsten Tag im Leben setzen die Standesbeamten der Insel einen historischen Zug unter Dampf. So rollt das Brautpaar samt Hochzeitsgesellschaft per Eisenbahn ins Glück. Während der Flitterwochen bleibt dann genügend Zeit, um die drei Leuchttürme und das ehemalige Feuerschiff Borkumriff zu besichtigen und die kulturellen Inselseiten zu genießen.

Juist – die Zauberinsel

Im tideabhängigen Hafen von Norddeich startet die Fähre nach Juist. Töwerland nennen die Einheimischen ihr 17 Kilometer langes Eiland. Das Wort "Töwer" bedeutet Zauber, dem fast jeder erliegt, der zum ersten Mal hierher kommt. Vom Billriff am Westende bis zum Kalfamer im Osten gibt es auf der Zauberinsel viel zu entdecken. Obwohl Juist ein recht schmaler Landstreifen ist, bleibt noch Platz für den größten Süßwassersee der Ostfriesischen Inseln und ein kleines Wäldchen. Wer all die Sehenswürdigkeiten nicht zu Fuß erkunden möchte, fährt mit einer Kutsche oder dem Fahrrad über die autofreie Insel.

Mit dem Bollerwagen an den Strand

 

Überall auf den Ostfriesischen Inseln und auch in den Küstenorten sind Urlauber mit einem Bollerwagen unterwegs. Die kleinen Handwagen erweisen sich als äußerst praktisch, denn die meisten Unterkünfte oder Parkplätze befinden sich etwas entfernt vom nächsten Strand.

Bollerwagen (Bild: Eigenwerk)

Wer also einen schönen Strandtag erleben möchte, muss Decken, Luftmatratzen, Proviant, Bälle, Sandeimer und vieles mehr über eine lange Strecke transportieren. Als Transportmittel bieten sich Bollerwagen an, in denen auch müde Kinder einen Platz finden. Viele Vermieter stellen deshalb solch einen Wagen zur Ausleihe bereit, wer seinen eigenen Bollerwagen haben möchte, findet im Handel eine große Auswahl.

Norderney – ältestes Nordseeheilbad Deutschlands

Auf Norderney sind, genau wie auf Borkum Autos zugelassen, aber nicht unbedingt nötig. Es fahren Busse zu den wichtigsten Zielen, wie Wasserturm, Meierei, Golfplatz, Flugplatz oder in die Innenstadt. Außerdem stehen Taxen und jede Menge Leihfahrräder bereit.

Wie es sich für ein Nordseeheilbad gehört, wird hier Thalasso ganz groß geschrieben. Das Thalasso-Badehaus von Norderney ist eines der schönsten und größten des ganzen Landes, im Familien-Thalassobad wird maritime Erholung kindergerecht, die Wanderwege sind Thalasso-Wege und auf den Dünen entstehen Thalasso-Plattformen.

Geselliges und kulturelles Zentrum von Norderney ist das historische Conversationshaus mit dem angrenzenden Kurplatz. Ein Platz, der von Cafés, Geschäftshäusern und Hotels umgeben ist

Baltrum – die Kleinste der Ostfriesischen Inseln

Etwas beschaulicher geht es auf Baltrum zu. Spötter meinen, sie heißt so, weil man "bald rum" ist, auf dem kleinen Eiland. Ein Stück Weg auf der Insel ist als Gezeitenpfad gestaltet, der zu lehrreichen Stationen führt. Hier erfährt der Wanderer viele Dinge, die es über Ebbe, Flut und Baltrum zu sagen gibt.

Wer etwas weiter Wandern möchte, kann bei Ebbe, mit einem ortskundigen Wattführer, zum Festland laufen. Auf der Rückfahrt mit der Fähre von Neßmersiel gibt es dann einen schönen Blick auf die Seehundsbank vor Baltrum.

Allerlei Insiderwissen hält das Museum Altes Zollhaus bereit, in dem auch die Geburtsstube vieler Insulaner zu sehen ist. Der kultigste Platz für einen echten Ostfriesentee ist übrigens im Café Kluntje zu finden.

 

Die Inselbahn von Langeoog (Bild: Eigenwerk)

Fähre von Bensersiel nach Langeoog (Bild: Eigenwerk)

Langeoog – Insel fürs Leben genannt

Genau wie Baltrum ist auch Langeoog autofrei. Der Inselurlaub beginnt bereits auf dem Festland, am Bensersieler Hafen. Dort steht das Fährhaus Langeoog als moderner "Umschlagplatz" für Inselgäste. Für hier Geborene und Zugereiste ist Langeoog die "Insel fürs Leben" und sie trägt den Titel Qualitätsinsel, der von der Initiative Service Qualität Deutschland vergeben wird. In den Gaststuben wird ostfriesische Gemütlichkeit gelebt und das Haus der Insel sorgt regelmäßig für Kultur. Von der Melkhörndüne und der Plattform des Wasserturmes hat ergibt sich eine traumhafte Sicht über Insel und Wattenmeer bis hin zur Küste. Am Ostende Langeoogs ist bereits die nächste Insel in Sicht.

Spiekeroog die gemütliche Insel

Grün, autofrei und idyllisch ist Spiekeroog. In dem verträumten Inseldorf steht die älteste Kirche der Inselkette und zum Westend fährt eine museale Pferdebahn, die einzigartig in Deutschland ist.

Malerisch sind die Friesenhäuser, der Älteste der alten Bäume ist 350 Jahre alt, selbst einen romantischen Kusspfad besitzt die Insel. Bei Schietwetter spielen die Kinder auf Spiekeroog im Trockendock und im Umweltzentrum zieht das Skelett eines Pottwales staunende Blicke auf sich.

Richtig urig aber, geht es auf dem, fast, naturbelassenen Zeltplatz zu. Er ist ausgestattet mit sanitären Anlagen, Waschmaschinen, einem Kiosk und viel Sand. An den lange Wochenenden zu Himmelfahrt und Pfingsten zieht es Scharen von Seekanuten aus Neuharlingersiel an den Campingstrand. Abends liegen dann oft mehr als hundert farbenfrohe Seekajaks im Sand. Tagsüber stechen viele der Kajakfahrer zur Inselumfahrung in See, andere vergnügen sich beim Brandungspaddeln.

Wangerooge ostfriesische Insel im Oldenburger Land

Ganz im Osten der Inselkette liegt Wangerooge eine Insel mit vielen Facetten, die allerdings nicht zu Ostfriesland, sondern zum Oldenburger Land gehört. Im März beginnt die Saison für Brandungsangler, Fliegenfischer und Co, die ihre Angeln nach Flundern Dorsch und Barsch auswerfen.

Zeit zum Heiraten auf Wangerooge ist immer Freitags. Dann steigt der Standesbeamte die 150 Stufen des Alten Leuchtturmes hinauf um wieder ein glückliches Paar in den Hafen der Ehe zu schicken. Wangerooge hat eine Inselbahn, einen Golfplatz, das Café Pudding und unvergessliche Sonnenuntergänge zu bieten.

Mit dem Leuchtturm Roter Sand besitzt die Insel ein ausgezeichnetes, "historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst" und mit Westturm ein tolles Ambiente für die Jugendherberge

Inselhüpfen an der Nordseeküste

Jede der Inseln ist eine Reise wert. Wer sich nicht für Eine entscheiden mag, fährt zum Inselhüpfen nach Ostfriesland um eine Insel nach der Anderen zu besuchen. Ein reizvolles Vorhaben, was zumindest in der Hauptsaison gut geplant werden sollte. Für den "Sprung" zur nächsten Sandbank findet sich meist ein Schiff, mit freien Unterkünften ist dies nicht so einfach. Nicht vergessen, in Ostfriesland sagt man Moin, Moin.

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