DtH -- für mich immer wieder ein Highligt

Zugegeben, ich bin süchtig. Ja, ich bin süchtig nach den Toten Hosen. Bei mir zu Hause steht eine große CD-Sammlung der Punkrocker, dazu mehrere Bücher und andere Devotionalien, insgesamt eine recht ansehnliche Kollektion. Und es kommen von jedem Konzert neue Bierbecher mit Aufdruck dazu. Und so machten wir, meine Lebensgefährtin und ich, uns auf den Weg nach Leipzig, um meine Idole wieder ein mal live und in Farbe zu erleben. Flixbus macht es preiswert möglich, nur 40 Euro für zwei Personen hin und zurück. Noch ein wenig Ruhen, der Abend wird lang und es geht nach Mitternacht wieder back to Berlin. Der Dauerregen macht müde und so träumen wir von harten Gitarrenriffs und langen Schlagzeugsoli. In Leipzig angekommen, gönnen wir uns noch eine Stärkung bei Burger King, ehe es in die Rock-Arena geht. Und wir sind, klaro, nicht allein. Die Götter rufen und die Jünger kommen, es war schon immer so. You'll never walk alone ....

Das Konzert

Erst mal ein Bier, einige Fotos und ein wenig herum laufen, ankommen im Innenraum der Rock-Arena, wo in wenigen Minuten der Punk abgeht. The Adicts als Vorband heizen ein, harte Gitarrenriffs und ein Schlagzeuger, der mit Wucht sein Instrument malträtiert, lassen Rockerherzen höher schlagen. 30 Minuten Rock von der Insel, ehe Musik vom Band eine Phase der Ruhe und der Vorfreude einläutet.

Noch ein Bier, einige Fotos, ehe die Fahnen mit dem allgegenwärtigen Logo "Bis zum Bitteren Ende" aufgezogen werden und den Haupt-Act ankündigen. Die Stimmung steigt, die Lautstärke der Tausende von Fans ebenso.

Urknall, diese brachiale Hymne des Alles auf Anfang, ist der Beginn einer mehr als zweistündigen Reise durch die Geschichte der Band. Neue Songs wie Unter den Wolken und das auch im Radio laufende Wannsee wechseln sich mit den alten Hits wie Paradies oder Alles aus Liebe ab. Auswärtsspiel verbindet Campino mit einer Wertung der Bundesligaspiele des Tages und natürlich dürfen auch politische Statements nicht fehlen. Vor Europa, einem Song, der sich kritisch mit der Abschottung vor Flüchtlingen beschäftigt, äußert Campino deutliche Kritik an dieser Praxis. 

Und nun bitte alle setzen! Wie bitte? Es war ein imposantes Sit-In, der gesamte Innenraum, mehrere Tausend Menschen, lassen sich auf dem Hallenboden nieder. Und nun? Die ersten Takte geben die Antwort.... Steh auf, wenn Du am Boden bist.... nur ganz praktisch ausgeführt.

Schönen Gruß, Auf Wiedersehen, ist das Ende des ersten Teils, dem sich 3 Zugaben anschließen.... 10 kleine Jägermeister lockern die Stimmung weiter auf und mit You'll never walk alone und einem gigantischen Konfetti-Regen werden wir in die Nacht entlassen. 

Noch voller Eindrücke laufen wir durch die Leipziger Innenstadt, gönnen uns nach Mittternacht noch einen Kaffee und träumen auf der Rückfahrt durch die Nacht von --- na klar, harten Gitarrenriffs und langen Schlagzeugsoli....

Fotos by: Autor

Ich bin Systemischer Coach mit der Spezialisierung auf Menschen mit Angsterkrankungen und lebe wie ich möchte, offen, neu-gierig und dem Leben zugewandt.

https://www.angstberatung-berlin.de/

 

RolfNetzmann, am 27.11.2017
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Bildquelle:
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Vera Kriebel, 2018, PLWM, Feuershow (Mittelalter-Weihnachtsmarkt in Dortmund 2018)
Ich selbst (Wie sehr braucht man Support-Bands?)
© Nicole Hanser ("Post City"– das Ars Electronica Festival 2015 in Linz (OÖ))

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