Von der Herstellung des kostbaren Öls

Zunächst einmal müssen die Früchte des Arganbaumes geerntet werden. Das Abschlagen der Früchte ist jedoch nicht erlaubt, denn der Arganbaum ist geschützt. Spezielle Rüttelmaschinen ermöglichen im Plantagenanbau die schonende Ernte der Früchte, ansonsten muss man warten, bis die reifen Früchte von alleine vom Baum fallen. Dann heißt es jedoch "schnell sein", denn den Ziegen schmecken die Früchte auch recht gut.

Danach werden die Früchte an Luft und Sonne getrocknet und anschließend gequetscht. Durch das Quetschen löst sich das Fruchtfleisch vom Kern. Den nackten Kern schlägt man nach traditioneller Art zwischen zwei Steinen auseinander. Was so einfach klingt, ist in Wahrheit eine mühevolle Angelegenheit, denn diese Schalen sind um einiges härter als sogar die von Kokosnüssen.

Allerdings befindet sich im Inneren dieser Kerne die Basis für das begehrte Arganöl - nämlich die Samen. Diese werden geröstet und mit einer Handmühle gemahlen. Die gemahlenen Kerne werden so lange mit Wasser verknetet, bis sie das Öl absondern bzw. es von Hand einfach herausgepresst werden kann. Aufgrund seiner Farbe und seiner Kostbarkeit wird Arganöl auch das "flüssige Gold Marokkos" genannt.

In Bezug auf die Zusammensetzung der Fettsäuren und auf den Gehalt an Vitamin-E-aktiven Substanzen bewegt sich das Arganöl im Vergleich zu anderen Ölen eher im Mittelfeld. Allerdings verfügt Arganöl in seiner Zusammensetzung über zwei Phytosterine, die in anderen Ölen nur in geringen Mengen oder überhaupt nicht vorkommen. Diesen wird eine tumorhemmende bzw. zellstimulierende Wirkung nachgesagt, was wissenschaftlich allerdings noch nicht endgültig belegt ist.

Arganöl in der Küche

Als Speiseöl ist Arganöl in zwei Varianten erhältlich, geröstet und ungeröstet. Das geröstete Öl schmeckt nussiger, das ungeröstete ist milder im Geschmack. Verwendung findet es vor allem in Salaten, denen es sein ganz besonderes Aroma verleiht. Zum Braten und Backen ist es weniger geeignet, da durch die hohen Temperaturen die wertvollen Inhaltsstoffe verlorengehen würden. Jedoch kann man Arganöl auch für warme Speisen verwenden, das Öl wird dann einfach zum Ende der Kochzeit dazugegeben.

Pflegende Kostbarkeit für Gesicht und Körper

Ungeröstetes Arganöl hat einen kaum merklichen Eigengeruch.

Das macht es im Vergleich zur gerösteten Variante geeigneter für den kosmetischen Einsatz.

 

In seiner natürlichsten Form wird es einfach pur auf die Haut aufgetragen. Aber es muss nicht immer das reine Öl sein.

 

Durch seine Seltenheit und durch den vergleichsweise hohen Preis wird Arganöl auch oft gestreckt, das heißt, viele Pflegemittel verwenden Arganöl als einen Bestandteil von vielen.

Seine volle Wirkung entfaltet es natürlich in seiner reinsten Form.

 

 

Heilmittel aus Marokko

Arganöl wird innerlich und äußerlich eingesetzt, um gesundheitsfördernde Effekte zu erzielen. Die äußerliche Anwendung erfolgt durch Einreiben und wird vor allem praktiziert, um der Haut etwas Gutes zu tun. Arganöl spedet Feuchtigkeit für Gesicht und Körper und soll Pilzerkrankungen vorbeugen. Glaubt man diversen Berichten über Arganöl (zum Beispiel wie im Buch von Dr. Peter Schleicher dargestellt), so scheint man es mit einer wahren Wunderpflanze zu tun zu haben, zu deren Anwendungsgebiete auch Fettstoffwechselstörungen, Gelenkprobleme, Haar- und Hautkrankheiten und viele weitere gehören.

 

Bitte beachten Sie, dass ein Pagewizz-Artikel nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers ersetzen kann.

Sophie1975, am 06.06.2013
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Bildquelle:
Amazon, Produktbild (Zimtlatschen und Zimtsohlen)
Eigenes (Esskastanien - wo kommt die leckere Nuss her?)

Autor seit 5 Jahren
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