Der Arganbaum - Arganie

Bei den Arganbäumen in Marokko handelt es sich um recht wertvolle Bäume. Auch jeder einzeln stehende Baum hat seinen eigenen Besitzer, der gut über ihn wacht. Das Holz des Baumes ist sehr hart und diente früher als Bau- und Feuerholz. Die Arganie kann auch große Trockenheiten verkraften, was dem Standort in den trockenen Regionen Marokkos sehr zu gute kommt. Inzwischen gibt es spezielle, staatlich geförderte Programme zur Aufforstung der Arganbäume. Früchte tragen die Bäume jedoch erst nach etwa 5 Jahren.

Arganie

Arganie (Bild: Pixabay)

Wenn die Früchte des Arganbaumes reif sind, werden diese vom Boden aufgesammelt und zuerst einmal bis zur Verarbeitung gelagert. Für die Herstellung des Arganöls werden nur die Kerne der Früchte verwendet. Diese werden mit Hilfe zweier Steine aufgeschlagen, um an das Innere der Kerne zu gelangen. Das Fruchtfleisch ist sehr bitter. Es wird getrocknet und zusammen mit der Hülle des Kerns, die sehr hart ist, als Brennmaterial verwendet. Traditionell erledigen die Frauen der Berber das Sammeln der Früchte und Aufschlagen der Kerne. An manchen Herstellungsorten des Arganöls kann den Frauen bei ihrer Arbeit zugeschaut werden, um ein Bild davon zu bekommen, wie aufwändig die Freilegung des benötigten inneren Kerns ist. Da es sich um ein bereits sehr altes Handwerk der Berber handelt, hat die UNESCO es in ihre Liste der immateriellen kulturellen Erbe aufgenommen. Damit ist vielen Frauen, trotz der Industrialisierung der Herstellung des Arganöls, ihre Arbeit und somit ihr Verdienst erhalten geblieben.

 

Arganöl in der Küche

In der Küche wird das Arganöl verwendet, bei dem die Kerne vor der Herstellung des Öls leicht angeröstet werden, bevor man sie zu einem Brei verarbeitet, um das Öl zu gewinnen. Dieser Vorgang entzieht den Kernen die Bitterstoffe. Das ist die Art der Herstellung, die die Frauen der Berber in mühsamer Handarbeit anwenden. Das Arganöl hat einen sehr intensiven, nussigen Geschmack. Wenn man diesen Geschmack mag, kann man ihn als raffinierte Würze dem Salatdressing beifügen, oder auch anderen Speisen eine etwas andere Geschmacksrichtung geben. Bei den Berbern wird oft nur Brot in das Arganöl getunkt und gegessen. Da es einen ziemlich hohen Anteil an Omega 6 Fettsäuren enthält, sollte man allerdings nicht zu viel davon verzehren. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass bei täglichem Verzehr die Cholesterinwerte leicht sinken. Ansonsten ist Arganöl genauso gesund, wie andere pflanzlichen Öle auch, so die Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Der ziemlich hohe Preis ist durch die handwerkliche Arbeit der Frauen gerechtfertigt, die auch tatsächlich das meiste des Verkaufserlöses erhalten.

Arganöl in der Kosmetik

Zur Herstellung von Creme, Seife und Shampoo wird das industriell gefertigte, kalt gepresste Öl verwendet. Es wird gegen sehr trockene, rissige Haut und spröde Haare eingesetzt. Sehr gut geeignet ist das Arganöl auch zur Massage. Arganöl enthält Vitamin E, ungesättigte Fettsäuren, Triterpenoide und Carotinoide. Weshalb es auch als Anti-Aging-Mittel angepriesen wird. Außerdem wird ihm desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, weshalb es auch gut gegen Akne wirken soll.

Einfach eine Gesichtsmaske selbst herstellen:

  • 2 Esslöffel Arganöl kalt gepresst
  • 1 Teelöffel Trockenhefe (zur Stabilisierung des Säurehaushalts der Haut)
  • 1 Teelöffel Honig

Die Mischung auf das Gesicht, Hals und Dekolletee auftragen und 20 Minuten einwirken lassen. Mit einem lauwarmen, feuchten Tuch abwaschen.

https://pagewizz.com/arganol-herkunft-und-verwendung-38034/

Argan

Argan (Bild: Pixabay)

Ajerrar, am 22.06.2018
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