Präsident John F. Kennedy und seine Frau Jacqueline (Bild: skeeze / Pixabay)

Präsident Truman wurde von zwei Männern attackiert

Am 15. Februar 1933 verübte Giuseppe Zangar ein Attentat auf Franklin D. Roosevelt. Die Kugel verfehlte ihn jedoch und traf den Bürgermeister von Chicago, Anton Carmak. Der Attentäter starb am 20. März im Florida State Prison in Railford auf dem elektrischen Stuhl. Harry S. Truman wurde am 1. November 1950 von zwei Männern attackiert. Er blieb unverletzt, aber ein Leibwächter (Leslie Coffelt) und einer der puerto-ricanischen Attentäter (Griselio Torresola) starben. Der zweite Attentäter Oscar Collazo wurde zum Tode verurteilt. Truman wandelte die Strafe später in lebenslange Haft um.

Am 22. November 1963 um 11.33 Uhr landete Präsident John Fitzgerald Kennedy in Dallas, Texas. Begleitet von seiner Frau Jackie setzte er sich mit dem Gouverneur und dessen Frau in eine offene Limousine. In weniger als einer Stunde nach seiner Ankunft wurde er ermordet. Der Ex-Marine Lee Harvey Oswald schoss aus dem sechsten Stock des Schulbuchlagers, in dem er arbeitete. Die erste Kugel wurde von einem Baum vor dem Lager abgeleitet. Der Querschläger verletzte den Zeugen James Tague. Die zweite Kugel ("Magic Bullet") verursachte laut Warren-Report sieben Verletzungen, blieb dabei jedoch völlig intakt. Die dritte Kugel traf den Schädel des Präsidenten und verletzte ihn tödlich.

Wer erschoss Präsident John F. Kennedy?

Der Hobbyfilmer Abraham Zapruder hielt die Schüsse auf seiner 8-mm-Kamera fest. Kurz nach dem Attentat wurde die Warren-Kommission einberufen, um die Umstände zu klären. 600 Zeugen wurde befragt, 3000 Beweisstücke sichergestellt. Der Schluss der Kommission: Lee Harvey Oswald war der einzige Schütze - auch wenn diese Theorie über die Jahre immer wieder angezweifelt wurde. So ließ Oliver Stone in "JFK - Tatort Dallas" (1991) den von Kevin Costner gespielten Staatsanwalt Garrison anhand des Amateurfilms erklären, warum Oswald nicht der alleinige Täter sein könne. Die Mystery-Serie "Akte X" zeigte sogar den Schützen. Der geheimnisvolle "Cigarette Smoking Man", der seine Befehle vom Militär erhielt, erschoss den Präsidenten aus einem Kellerschacht. Eine weitere Variante lieferte die Dokumentation ""The Smoking Gun". Ihr zufolge hatte ein verkaterter Leibwächter den Todesschuss aus Versehen abgefeuert.

Zwölf Jahre nach dem tödlichen Angriff auf Kennedy hatten es zwei Attentäterinnen auf Gerald Ford abgesehen. 1975 versuchte Lynette Fromme - Mitglied der berüchtigten Manson-Familie - Ford zu erschießen. Zwei Monate später feuerte die politisch motivierte Nachahmungstäterin Sara Jane Moore erfolglos auf ihn. Manson-Anhängerin Fromme wurde 2009 begnadigt. Sara Jane Moore kam 2007 frei. Am 30. März 1981 schoss John Hinckley, Jr. auf Ronald Reagan und verletzte ihn schwer. Hinckley wurde für unzurechnungsfähig erklärt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

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