"Wir müssen absolute und vollständige Freiheit gewinnen, so daß alles, was wir tun, jede Handlung – ja, selbst jeder unserer Gedanken – seinen Ursprung in uns selbst hat."

(Aus: "Heile dich selbst mit den Bach-Blüten", S. 58)

"Heal thyself" – Dr. Edward Bachs Lehre vom gelungenen (und gesunden) Leben

  • Intuition, das bedeutet: Spontan und aufrichtig handeln, sich in jedem Moment der inneren Eingebung bewusst sein. Deren Weisungen sollten "unbedingt befolgt werden". Dabei ist es egal, ob es sich um so banale Dinge handelt wie das Trinken einer Tasse Tee oder um den Impuls, die eigenen Lebensumstände grundlegend zu verändern.

  • Wir haben alle gelernt, zu sehr auf andere zu hören. Dabei finden wir alles, was wir brauchen, bereits in uns selbst. So wie die Schwalbe, die sich aus der Ferne von ihrem Instinkt sicher zurück in die Heimat leiten lässt.

  • Wenn wir uns wohl fühlen wollen, dann sollten Körper, Geist und Seele im Einklang sein. Das sind sie automatisch, wenn wir den "Auftrag unserer Seele" ausführen. Damit meint Dr. Bach die individuelle Lebensaufgabe eines jeden Menschen.

  • Ob wir unsere besondere Aufgabe im Leben gefunden haben, so Dr. Bach, können wir daran ablesen wie gesund und wie glücklich wir sind.

  • Wie können wir den "Auftrag unserer Seele" entdecken? - Indem wir unseren Eingebungen, unseren Wünschen und unseren Vorlieben folgen. Wenn es sich leicht, natürlich und einfach anfühlt, dann ist es richtig. Die Arbeit, zu der wir bestimmt sind, tun wir "liebend gerne". Sie ist eine Freude, sie erscheint uns wie ein Hobby. Sie fällt uns leicht und lässt uns unsere natürlichen Talente und Fähigkeiten nutzen.

  • Die Wünsche unserer Seele sind nie egoistisch, sie sind für uns immer richtig. Und noch mehr: Wenn wir ihnen nachgehen, dann profitiert davon automatisch auch unsere Umwelt. Dr. Bach vergleicht es mit der Biene, die ihrem Instinkt nach Pollen und Nektar sammelt und so gleichzeitig die Blüten bestäubt und für neues Leben sorgt. Jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch, so glaubte Bach, hätte seine ganz besondere Aufgabe und würde durch die Erfüllung dieser Aufgabe das Universum bereichern.

Die Rosskastanie als Bachblüte: Sweet Chestnut und Chestnut Bud

"Folgten wir unserem eigenen Instinkt, unseren eigenen Wünschen, unseren eigenen Gedanken, unserem eigenen Verlangen, sollten wir nie etwas anderes kennenlernen als Freude und Gesundheit."

(aus: "Heile dich selbst mit den Bach-Blüten", S. 251)

Dr. Bach und die innere Stimme

An die innere Stimme, die Kraft der Intuition, glaubte Dr. Bach von ganzem Herzen. Er selbst soll ein außergewöhnlich hohes Maß an Intuition besessen haben. Seine besondere Sensitivität half ihm dabei, die geeigneten Blüten für seine Heilzwecke auszuwählen.

Von Dr. Bach wurde berichtet, dass er spüren konnte, wenn Menschen in Not waren. Er konnte Menschen Trost spenden und diese sogar heilen, obwohl er sich nicht am selben Ort wie seine Patienten befand. Die bloße Begegung mit Dr. Bach empfanden viele Patienten als beruhigend und heilsam.

Edward Bach, der große Sympathie und viel Mitgefühl für seine Mitmenschen hatte, empfand seine besondere Kraft als Heiler jedoch keineswegs als ungewöhnlich oder gar übersinnlich. Jeder Mensch, davon war er fest überzeugt, könne sich zu jeder Zeit vollständig auf seine Intuition und sein inneres Wissen verlassen.

Bach predigte das nicht nur, er lebte es vor. Er konnte mitten in einer Mahlzeit aufspringen, weil er den Hilferuf eines in Not gerateten Menschen "gehört" hatte. Als ihm der Gedanke kam, nach Wales zu reisen und dort nach wildwachsenden Blüten zu suchen, schloß er seine Arztpraxis in London umgehend und machte sich auf die Reise.

Von Bach wird erzählt, dass er spontan nach dem handelte, was ihm als erstes in den Sinn kam, noch bevor sich sein kritischer Verstand überhaupt einschalten konnte. Bach vertraute seiner inneren Stimme bedingungslos.

Nicht von den Maßstäben anderer Menschen, von Konventionen, von Pflichtgefühl oder unserer Umwelt sollten wir uns leiten lassen, fand Bach. Leiten lassen sollten wir uns nur von den Eingebungen unserer inneren Stimme. Wer Dinge aus reinem Pflichtbewusstsein tut, der hilft damit weder sich selbst noch seinen Mitmenschen.

Auch Krankheit entsteht dann, so Dr. Bach, wenn ein Mensch sich auf seinem ganz individuellen Lebensweg von außen stören lässt und die "sanfte Stimme" seiner Seele zu lange überhört. Krankheit zeigt uns, "daß wir nicht in Übereinstimmung mit unserer Natur leben und nicht dem Weg folgen, der für unser Leben der richtige ist." (aus: "Heile dich selbst mit den Bach-Blüten", Seite 88)

Edward Bach ließ sich nicht von seiner Umwelt stören. Damit er sich ausschließlich seiner Arbeit mit den neu entdeckten Blütenmitteln widmen konnte, gab er seine Arztpraxis in London auf. Er nahm von seinen Patienten keine Bezahlung mehr an, sondern nur noch Spenden.

Dass sich Kollegen von ihm abwandten, er kritisiert wurde und beinahe seine Zulassung als Arzt verloren hätte, davon ließ er sich nicht aufhalten.

Dr. Bach hatte immer fest daran geglaubt, seine ganz besondere Lebensaufgabe gefunden zu haben. Als Kriegsarzt in Frankreich war ihm 1917 ein Tumor an der Wirbelsäule diagnostiziert worden. Die Prognose war schlecht, der Arzt gab Edward Bach nur noch drei Monate zu leben. Doch Bach, damals mit der Erforschung vom Impfstoffen beschäftigt, setzte seine Arbeit fort. Er war überzeugt, dass er auf dieser Welt noch eine Aufgabe zu vollenden hatte. Und er sollte Recht behalten: Er wurde kräftiger und erholte sich wieder.

Die Prognose seines Arztes überlebte Edward Bach um beinahe 20 Jahre.

Das Heidekraut als Bachblüte: Heather

(Bild: © Pixabay)

Über diese ganz besondere Pflanzensensibilität, die Edward Bach dabei half, seine Blütenmittel zu finden, berichtet Vennhexe im folgenden Artikel, der mich auch zu diesem Beitrag inspiriert hat – vielen Dank!

Dr. Bachs Schriften und Vorträge

Wer mehr über die Lehre und das Leben Dr. Bachs erfahren möchte, der findet ausführliche Informationen in diesem Buch:

Quellenangabe

Sämtliche Zitate sind entnommen aus:

Bach, E. / Petersen, J.: Heile dich selbst mit den Bach-Blüten. 1. Aufl. München: Droemer Knaur, 1988.

Michaela, am 12.02.2013
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