Düngen und Gießen

Verwenden Sie bei Ihrer Balkonbepflanzung im Sommer entweder vorgedüngte Blumenerde oder mischen Sie vor dem Pflanzen selber Langzeitdünger unter die Blumenerde.

Nachher sollten Sie dann regelmäßig Flüssigdünger in das Gießwasser geben. Richten Sie sich hier genau nach der Packungsangabe.

Eins der größten Risiken für Ihre Pflanzen ist die Staunässe. Vor allem bei Pflanzen, die mehr im Schatten stehen, sollten Sie eventuell das Gießen auf den Morgen verlegen. So hat die Erde eine längere Trockenzeit und Sie laufen nicht Gefahr, dass Ihre Pflanzen nachts in der nassen Erde stehen, was im schlimmsten Fall einen Pilzbefall zur Folge haben könnte.

Im Übrigen sollten Sie beim Gießen auch bedenken, dass es nicht nur die Sonne ist, die Ihre Blumen zum Austrocknen bringen kann, sondern auch der Wind.

Sehr zu empfehlen sind Balkonkästen, die einen Ablauf und einen Wasserstandsanzeiger haben.

Diese sind zwar etwas teurer, aber Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.

Für ganz Unsichere oder während der Urlaubszeit empfiehlt sich eine automatische Bewässerungsanlage.

Welche Pflanzen für den Südbalkon?

1. Pelargonien (Pelargonium)

Die Pflanze für die Sonnenseite schlechthin. Pelargonien gibt es als stehende und als hängende Pflanzen. Sie sind sehr robust und verzeihen Ihnen sogar, wenn Sie das Gießen mal vergessen sollten.

Pelargonie rot (Bild: Pixabay)

Pelargonien werden umgangssprachlich immer noch als Geranien bezeichnet, obwohl der Name aus botanischer Sicht eigentlich falsch ist. 

Pelargonien und Geranien sind zwei verschiedene Gattungen innerhalb der Storchschnabelgewächse. 

Die Pflanzen, die man überall als Balkonbepflanzung sieht, sind Pelargonien.

 

Mittlerweile gibt es diese Klassiker auch in so vielen verschiedenen Rot-, Rosa- und Violettabstufungen, dass sich sogar wieder viele Leute, die bis dato der Meinung waren Pelargonien seien langweilig, weil die jeder hat, für diese Pflanzen entscheiden.

2. Husarenknöpfchen (Sanvitalia procumbens)

Ebenfalls beinahe unverwüstlich sind die Husarenknöpfchen.

Die flachwachsende Pflanze hat kleine gelbe Blüten und kann auch ideal als Hängepflanze in Blumenampeln verwendet werden.  

Husarenknöpfchen (Bild: Laborratte / Pixabay)

3. Portulakröschen (Portulaca grandiflora)

Portulakröschen sind ebenfalls optimal für die Sonne geeignet. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und mittlerweile sind sogar Züchtungen erhältlich, bei denen eine Pflanze in verschiedenen Farben blüht.

Bei Sonnenaufgang öffnet das Portulakröschen ihre Blüte und abends schließt es die Blüte wieder. Dadurch, dass diese Pflanze ziemlich fleischige Blätter hat, in denen sie das Wasser speichern kann, muss sie auch nicht übermäßig oft gegossen werden.

Portulac (Bild: Pixabay)

4. Zinnien (Zinnia)

Die vierte Pflanze, die ich Ihnen für Ihre Balkonbepflanzung im Sommer vorstellen möchte, ist die Zinnie. Die Zinnie ist ebenfalls eine farbenfrohe und pflegeleichte Sonnenliebhaberin.

Die nach dem deutschen Botaniker Johann Gottfried Zinn benannten Pflanzen gibt es übrigens auch als ausdauernde Gewächse und als Halbsträucher. Ideal zur Kübelbepflanzung auf Balkon oder Terrasse.

Zinnien

Zinnien (Bild: pixabay)

5. Verbenen (Verbena)

Die Verbenen, von denen übrigens eine Sorte zur Balkonpflanze des Jahres 2011 Rheinland-Pfalz gekürt wurde, gibt es auch als stehende und als hängende Pflanze.

Neben ihren ausgesprochen leuchtenden Farben, besticht sie auch mit einem sehr angenehmen Duft.

Verbenen (Bild: Pixabay)

6. Wandelröschen (Lantana camara)

Das Wandelröschen trägt ihren Namen, weil es im Sommer je nach Sonneneinwirkung die Farbe wechselt. Das kann mitunter zu einem wunderschönen Farbenspiel werden.

Falls Sie allerdings kleine Kinder oder Haustiere haben sollten, die eventuell Ihrer Balkonbepflanzung nahe kommen könnten, sollten Sie auf die Wandelröschen verzichten. Die Pflanze ist giftig.

Wandelröschen rosa/gelb (Bild: Pixabay)

7. Kapkörbchen (Osteospermum)

Das Kapkörbchen ist auch bekannt unter den Namen Kapmargerite, Bornholmmargerite oder Paternosterstrauch.

Während der Blütezeit müssen bei dem Kapkörbchen sehr oft die verwelkten Blüten rausgeschnitten werden.

Wem das allerdings nichts ausmacht, hat eine dankbare Pflanze, die sich auch einfach in einem hellen Raum überwintern lässt.

Bornholmmargerite weiß (Bild: Pixabay)

8. Petunien (Petunia)

Man unterscheidet Minipetunien und Hängepetunien. Besonders die Hängepetunie ist durch ihre große Blüte ein wenig wind- und regenempfindlich und sollte deswegen etwas geschützter stehen. Ansonsten liebt die Petunie auch die Sonne, braucht allerdings auch relativ viel Wasser.

Petunien

Petunien (Bild: Pixabay)

Die passende Balkonbepflanzung im Sommer für die Nordseite - mit diesen Pflanzen klappt es auf dem Nordbalkon

Neben den oben genannten Sonnenanbetern, die ohne viel Sonne vielleicht noch wachsen, aber wenig bis gar nicht blühen, gibt es auch Pflanzen, die überhaupt nicht gerne der direkten Sonne ausgesetzt sind. Diese Pflanzen eignen sich für einen Nordbalkon.

Natürlich sinkt bei sehr geringem Lichteinfall auch die Auswahl an Pflanzen, die blühen. Allerdings gibt es hier noch einen kleinen Trick. Wenn Sie einen Balkon besitzen, der relativ wenig Licht abbekommt, dann versuchen Sie bei Ihrer Balkonbepflanzung im Sommer möglichst viele weiße Blumen zu verwenden. Diese Farbe reflektiert am besten das Licht.

1. Fleißige Lieschen (Impatiens)

Die fleißigen Lieschen heißen nicht nur so, sie sind auch sehr fleißig und wachsen immer weiter. Dabei sind sie noch nicht einmal sehr anspruchsvoll.

Sehr schön sind auch die gefüllten Lieschen, die ebenfalls nicht gerne direkt in die Sonne möchten.

Alle Impatiens gibt es in den Farben Weiß, in verschiedenen Orange- und Rottönen und in allen möglichen Rosa- und Lilaabstufungen. 

 

2. Edellieschen (Impatiens Neu Guinea)

Edellieschen haben größere Blätter und auch größere Blüten als ihre kleinen Schwestern, brauchen aber wesentlich mehr Wasser.

Mitunter lässt sich das Edellieschen auch überwintern, dann sollte man im August/September aufhören zu düngen.

3. Fuchsien (Fuchsia)

Da Fuchsien bei einer hohen Luftfeuchtigkeit besonders gut austreiben, gehören sie zu den wenigen Balkonpflanzen, die besonders üppig blühen, wenn es im Sommer viel regnet.

Fuchsie

Fuchsie (Bild: Pixabay)

4. Glockenblume (Campanula)

Die Glockenblume gibt es in den Farben Weiß, Hellblau und Lila. Für die Balkonbepflanzung im Sommer eignen sich sehr gut die hängenden Glockenblumen. Wenn die Campanula der direkten Sonne ausgesetzt ist, vertrocknen die zarten Blüten sehr schnell. Deswegen ist sie auch besser auf der Nordseite aufgehoben.

Glockenblume spitz (Bild: Pixabay)

5. Ballonblume (Platycodon)

Die Ballonblume trägt ihren Namen, weil ihre Blüten wie kleine Ballons aussehen, solange sie noch zu sind. Wenn sie dann aufblühen, sind sie eher sternenförmig. Erhältlich sind die Ballonblumen in den Farben Weiß, Rosa und Blau.

Ballonblume (Bild: Pixabay)

6. Hortensie (Hydrangea)

Zwar gehört die Hortensie nicht zu den klassischen Balkonblumen, ist aber für einen halbschattigen Balkon gut geeignet. Ihr lateinischer Name Hydrangea weißt übrigens auf den hohen Wasserbedarf der Pflanze hin.

Hortensie blau (Bild: Pixabay)

7. Begonien (Begonia)

Unter den Begonien, oder auch Schieferblatt genannt, gibt es sehr viele Sorten, die sich bei der Balkonbepflanzung im Sommer für die halbschattige oder schattige Seite eignen.

Beispielsweise die Eisbegonien, die Knollenbegonien oder die Hängebegonien.

Selbst die Eliatorbegonie, die meistens als Zimmerpflanze angeboten wird, fühlt sich auch draußen wohl, solange sie nicht direkt in der Sonne steht.

Begonie im Topf (Bild: zbuhdalu / Pixabay)

monros, am 09.03.2012
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