Die Kiwipflanze

Kiwi-Pflanzen sind Kletterpflanzen, die bis zu 18 m hoch werden können. Dafür brauchen sie allerdings eine entsprechende Rankhilfe. Sie können Rankhilfen kaufen oder selber bauen.

Wichtig ist, dass von vorneherein genug Platz vorhanden ist, damit die Pflanzen sich voll entfalten können. 

Da die meisten Kiwis zweihäusig sind, das heißt, dass eine Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten trägt, sind also mindestens zwei Pflanzen nötig, damit eine Befruchtung stattfinden kann (logischerweise natürlich eine männliche und eine weibliche).

Wenn der Abstand zwischen den Kiwi-Pflanzen nicht mehr etwa als 4 m beträgt, reicht eine männliche Pflanze aus um bis zu sieben weibliche Pflanzen zu befruchten (ein kleiner Kiwi-Harem sozusagen).

Zwar gibt es mittlerweile auch einhäusige Sorten, die an einer Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Blüten tragen; es hat sich aber auch bei diesen Sorten bewährt, mindestens zwei Kiwipflanzen nebeneinanderzusetzen. 

Die Ansprüche an Boden und Standort

Damit die Kiwis optimal gedeihen können, brauchen die Pflanzen einen warmen und hellen Standort, der nach Möglichkeit auch noch windgeschützt ist. Ideal wäre beispielsweise eine Hauswand an der Süd- oder Südwestseite des Hauses.

Der Boden sollte humus- und nährstoffreich sein und einen pH-Wert haben, der etwas im sauren Bereich liegt. Weniger gut ist ein zu kalkhaltiger Boden. In dem Fall empfiehlt es sich, etwas Rhododendronerde beizumischen.

Am besten pflanzen Sie Ihre Kiwis im späten Frühjahr bzw. im Frühsommer an. Vor allem in den trockeneren Zeiten brauchen die Pflanzen sehr viel Wasser. Aber auch sonst kommen Sie um ein regelmäßiges Gießen nicht herum (Staunässe muss selbstverständlich vermieden werden).  

Wenn der erste Winter ansteht, ist es ratsam, den Boden um die Pflanzen herum mit Tanne oder Reisig abzudecken. Sollte es sehr kalt werden, ist es sicherer, auch noch den Stamm mit alten Stoffen oder Packpapier vor Frost zu schützen. 

Die richtige Pflege der Kiwi-Pflanzen

Gedüngt wird erst im zweiten Jahr im Frühling. Aber auch eher sparsam mit Kompost oder mineralhaltigem Rhododendrondünger.

Binden Sie die Triebe, die sich in den ersten ein bis zwei Jahren an den Pflanzen bilden, immer wieder an die Rankhilfe. Schneiden sollten Sie erst dann, wenn diese neuen, waagerechten Haupttriebe ihre ersten Seitentriebe entwickelt haben. Diese können dann regelmäßig auf 4 bis 6 Blätter zurückgeschnitten werden.

Wenn sich das Laub dann mit der Zeit verdichtet, ist es wichtig, dass im Sommer besonders dichte Stellen ausgelichtet werden. Nur so ist gewährleistet, dass alle Fruchttriebe genügend Licht bekommen und Sie im Herbst Ihre Kiwis ernten können.

Die Triebe, die einmal Kiwis getragen haben, bilden danach keine Früchte mehr und können  im nächsten Frühjahr auch abgeschnitten werden.

Sie können Ihre Kiwis übrigens auch im Kübel auf der Terrasse anpflanzen.

Dann sollten Sie die Pflanzen allerdings zum Überwintern ins Haus holen und dort an einen hellen und kühlen Platz stellen.

Ins Freie können die Kiwipflanzen dann wieder im März, wenn sich die ersten Triebe ankündigen.  

monros, am 12.04.2013
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Bildquelle:
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Warum haben Rosen keine Dornen?)

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