Bambus

Bambus (Bild: mike lowe / Flickr)

Der richtige Standort für Bambus

Bei der Auswahl der Pflanzen und auch des Standortes sollte zunächst die Funktion der Bepflanzung im Vordergrund stehen. Für eine Hecke sind andere Arten empfehlenswert als beispielsweise für eine Kübelbepflanzung oder einen Sichtschutz. Die Pflanzen werden vor allem gerne im Terrassenbereich oder auch an Teichen gepflanzt. Der ideale Standort ist ein Lehmboden mit einem pH-Wert von 6,5. Der Standort sollte Wind geschützt sein. Zwar mag der Bambus feuchte Luft, er ist aber keine Sumpfpflanze. In der Nähe des Teiches muss dafür gesorgt sein, dass das Wasser nicht im Bereich der Wurzeln steht.

 

Das Ausläufer Problem

Auch wenn der Bambus so pflegeleicht ist, gibt es doch ein paar Probleme, die bei der Kultivierung auftreten können.

Die Ausläuferbildung ist in der Praxis das am häufigsten anzutreffende Problem. Sie tritt allerdings nur bei bestimmten Arten auf wie beispielsweise den beliebten Flachrohrbambus-Arten. Denn wer in seinem Garten einen solchen Bambus setzt, muss damit rechnen, dass in seiner Nähe plötzlich neue Bambussprösslinge aus dem Boden sprießen. Bedenkt man auch, wie schnell diese Pflanze wächst, kann der Bambus sich unkontrolliert im Garten ausbreiten. Die Bambusausläufer sind schwer zu entfernen. Deswegen ist es empfehlenswert, schon beim Pflanzen eine Rhizomsperre zu integrieren. Eine solche Sperre besteht aus Kunststoff und kann im Fachhandel gekauft werden.

Bambus Ausläufer (Bild: Joi / Flickr)

Bambus pflanzen

  • Um die Bambus Pflanzen zu setzen, wird zunächst ein Loch ausgehoben. Es sollte etwa doppelt so tief wie der Ballen werden.
  • Der Boden des Loches wird mit Kompost, etwas Dünger und Torf bedeckt.
  • Der Wurzelballen wird vor dem Einsetzen gewässert.
  • Setzen Sie die Pflanze ein und füllen Sie den Rest mit Erde.
  • Wässern Sie die Pflanze nach dem Setzen noch einmal gründlich.
  • Damit sich der Bambus im Garten gut entwickelt, braucht er in der Folgezeit ausreichend Wasser.
Video: So toll wächst Bambus in einem Garten in Deutschland

Die Pflege

Bambus ist pflegeleicht und genügsam, trotzdem sollte er zwischen März und Juli mit stickstoffarmem Dünger gedüngt werden. Danach wird er ein- bis zweimal im Jahr etwas zurückgeschnitten und gesäubert. Schützen Sie den Wurzelballen im Winter vor Frost, indem Sie ihn abdecken. Weitere Tipps finden Sie in diesem Artikel.

Bambus als Hecke ziehen

Bambushecken sehen wunderschön aus, bieten ausreichenden Sichtschutz und bleiben das ganze Jahr über grün und blickdicht. Sie müssen allerdings regelmäßig mit der Heckenschere bearbeitet werden, um ihre Form zu behalten. Es gibt bestimmte Bambusarten, die für das Ziehen eine Hecke besonders gut geeignet sind wie beispielsweise die Sorten Standing Stone, der Pfeilbambus und Campbell.

Hinweis: Wählen Sie für eine Bambushecke unbedingt eine Sorte, die keine Ausläufer bildet. Das ist sehr wichtig, denn es wäre aufwändig und teuer, über die gesamte Länge der Hecke eine Rhizomsperre einzubauen.

Bei der Planung der Hecke sollte berechnet werden, dass die Pflanzen etwa einen Meter Platz in der Breite benötigen.

Welche Pflanze für den jeweiligen Standort und Zweck am besten ist, ist nicht so einfach zu beantworten. Informieren Sie sich im Fachhandel oder im Internet über die erhältlichen Bambusarten. Einen guten Überblick finden Sie auch hier auf dieser Seite und in diesem Bambus Lexikon.

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