Eine kleine Einführung

Der Fuß ist ein Wunderwerk aus zahlreichen Knochen, Gelenken und Muskeln. An der Ferse liegen die Knochen übereinander, vorne und in der Mitte nebeneinander. So entstehen Längs- und Quergewölbe, diese dienen als Stoßdämpfer. Außerdem sind die Füße mit mehr als 1500 Nervenenden ausgestattet, so entsteht ein Kontakt mit fast allen Körperregionen. Diese Tatsache macht sich die Reflexzonenmassage zunutze. Eigentlich kommen fast alle Neugeborenen mit gesunden Füßen zur Welt, im Erwachsenenalter hat allerdings die Hälfte dieser Personen Probleme in Form von Hornhaut, Hühneraugen, eingewachsenen Zehennägeln und zahlreichen anderen Erkrankungen. So kann sich auf Dauer ein ganzer Fuß verformen, ein Hallux valgus ( Schiefstand der großen Zehe), Platt-, Senk- oder Spreizfuß können die Folge sein. Manchmal helfen selbst orthopädische Einlagen nicht mehr, es muss operiert werden. Schuld an dem ganzen Desaster sind oftmals falsches Schuhwerk, die den Fuß in ein zu enges und falsches Schuhbett befördern. Schuhe müssen passen, das ist eine wichtige Grundregel, dazu gehört auch ein regelmäßiger Schuhwechsel. Eine Alternative ist das Barfußlaufen, bei korrekter Anwendung ist das Gesundheit der besonderen Art. 

Tipps und Tricks

Das Barfußlaufen ist besonders für den Anfänger mit einigen Besonderheiten verknüpft. Möchte man die Welt auf leisen Sohlen erkunden, ist zunächst einmal eine Eingewöhnungsphase erforderlich. Die Fußmuskulatur, Bein und Kniegelenk benötigen Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen, ansonsten kann es zu Schmerzen und Entzündungen kommen. Es ist sinnvoll, zunächst einmal kleine Strecken zurückzulegen, das kann auch in den eigenen vier Wänden passieren. Für den Einstieg eignen sich manchmal Barfußschuhe mit entsprechend dünner Sohle. Außerdem sollte man den Abrollprozess, das heißt das Fortbewegen, mit dem Vorfuß beginnen (nicht wie in Schuhen üblich über die Ferse). Das bewirkt eine geringere Krafteinwirkung auf den Körper, insbesondere auf die unteren Extremitäten und hat einen positiven Effekt auf das Knie- und Hüftgelenk. Ein anderes Kapitel ist das Barfußlaufen auf verschiedenen Untergründen. Asphalt, Waldwege, Gras, Sand, selbst der Teppich im heimischen Wohnzimmer bietet Abwechslung und eine Extraportion Training. Alles das ist wichtig für das Ansprechen von verschiedenen Reizen und für eine optimale Anpassungsfähigkeit. Übrigens gibt es in Deutschland auch einige Barfußparks, der wohl bekannteste existiert in Bad Wörishofen. Hier geht es über verschiedene Materialien wie Sand, Kies, Moos und Gras, faszinierend für das Wunderwerk "Fuß". Weitere Infos finden sich unter dem Link: www.barfuss.net

Barfußlaufen laufen im Sand - Gesundheit für den ganzen Körper (Bild: moniquayle / Pixabay)

Mein Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers und Apothekers. 

Ashlie, am 01.07.2018
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