Gesund Leben - Eine Frage der Motivation


Mal angenommen, man hätte die Wahl: entweder man bleibt in seiner viel zu kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung, die dazu in schlechtem Zustand ist, in diesem Viertel wohnen, das man noch nie wirklich mochte; oder man zieht in ein lichtdurchflutetes Penthouse in seinem Lieblingsviertel mit Dachterrasse, Wellness-Bad und sonstigen Annehmlichkeiten, bei gleichen Kosten. Wer würde sich nicht für den Luxus entscheiden?

Komisch nur, dass der Weg zu einer solchen Entscheidung gar nicht mehr so einfach ist, wenn es um den eigenen Körper, die eigene Gesundheit und den Weg zu einer tiefen Zufriedenheit mit beidem geht. Klar, da gab es doch schon so viele gute Ansätze mit den vielversprechendsten Diäten und Anläufen zur Ausübung der angesagtesten oder vermeintlich effektivsten Sportarten.

Aber irgendwie hat das alles nicht so geklappt, der Erfolg wollte nicht so schnell kommen wie sich die Euphorie abkühlte; hinzu kam, dass all dies auch noch überaus mühsam war, im Zweifel auch teuer. Zeit, ein paar einfache Vorschläge zu machen, um durch ein Mindestmaß an Bewegung und ganz einfache Regeln zur Ernährung dauerhaft zu Erfolgen zu kommen, die vor allem auf einer veränderten inneren Einstellung basieren.

 

Wunderwerk Körper 

Denn letztlich ist dieser Körper mit all seinen biomechanischen Fähigkeiten, seinen Selbstheilungskräften und dem fantastischen Zusammenspiel der Muskeln, Organe, Bänder, Sehnen und Knochen doch ein solches Wunder, das es sich mehr als lohnt, diesen zu pflegen und zu umsorgen, koste es auch ein Mindestmass an ehrlicher Mühe. Man vergleiche diesen Aufwand ruhig einmal mit dem Pflegeaufwand für die eigene Wohnung oder das umfassend geliebte Auto; mit keinem von beiden würde man so schludrig umgehen wie viele Menschen es mit ihrem Körper tun und dies als völlig normal empfinden; dabei hält sich die wundergleiche Komplexität eines Autos sehr in Grenzen, wenn man es mit einem menschlichen Körper zu vergleichen wagt.

 

Bewegung als Ritual

Die Menschen stecken mithin in diesem Jäger-und-Sammler-Körper und sitzen weitgehend an ihren Schreibtischen recht unbewegt herum. Daher leuchtet es doch ein, dass sich ein Unwohlsein, eine Unausgeglichenheit einstellt, wenn unser Naturbedürfnis nach Bewegung unerfüllt bleibt. 

So weit die Theorie: praktisch sollte man sich zunächst kleinste Bewegungseinheiten zum Ritual machen, bevor man viel Geld in Fitnessstudios, neueste Techniken - etwa Vibrationsplatten aller Art -, gar eigene Fitnessgeräte oder Ähnliches steckt.

Gleich nach dem Aufstehen darf es eine, wirklich nur eine, Bauchübung sein; im Internet gibt es mehr als genug Videos, um sich eine wirklich einfache Übung heraus zu suchen und dann nach einer Tasse mit warmem Wasser in aller Ruhe drei kurze Sätze davon auszuführen, bei Halteübungen etwa drei mal 30 Sekunden. Dann darf man sich aufs Frühstück freuen.

Den Tag über sind dann Aufzüge und Rolltreppen tabu, oder sagen wir: nicht erfunden worden, d.h. Treppen steigen und froh über die zusätzliche Bewegung sein. Dies muss man sich nur zum Grundsatz machen und sich eben nicht ständig die Frage stellen: jetzt vielleicht doch mal den Aufzug? Nein, eben nicht.

Nach dem Mittagessen könnte man dann vielleicht nicht einfach noch ein wenig herum sitzen, sondern voller Freude eine Extra-Runde um den Block machen, einfach gehen, auch das erhöht den Gesamt-Bewegungsumfang schon erheblich. Später kann man an ein Ritual denken, das beispielsweise vier Kniebeugen bei jedem Aufstehen vom Schreibtisch vorsieht; dies alles lässt sich natürlich steigern.

Und wenn die Umwelt beginnt zu denken, dass dies alles ein wenig merkwürdig aussieht, ist der richtige Weg schon einmal beschritten. Wer will schon ganz normal sein? Die zwei Etagen zur Wohnungstür am Abend bereiten dann schon sehr bald gar keine Probleme mehr; Zeit vielleicht, "aus Versehen" eine Tüte unten zu vergessen, und noch einmal zu gehen; wie gesagt, das Ritual ist der Schlüssel.

 

naliha, "gesunde Ernährung", some rights reservedGrundlage allen Wohlbefindens: die Ernährung

Um schließlich die Effizienz all dieser wirklich einfachen Massnahmen noch einmal massiv zu steigern, kommt die Ernährung ins Spiel. Denn nun, da der Metabolismus sich ganz neuen Herausforderungen gegenüber sieht, dieses Wunderwerk rund zu laufen beginnt, sollte er auch mit möglichst hochwertigem Treibstoff versorgt werden, wer würde daran zweifeln?

 

Nun gibt es zunächst die schlichte Wahrheit, dass abnimmt, wer mehr Kalorien verbrennt, als er zu sich nimmt. Stimmt, aber damit tut man seinem Körper noch nicht zwangsläufig etwas Gutes. Jenseits aller Spezialratschläge und Diäten, die man sich getrost sparen kann, mag der Rat zu einer ausgewogenen Ernährung am Nächsten liegen. Das bedeutet, möglichst viel frische Produkte zu essen, während Fleisch nicht mehr, Fisch nicht weniger als einmal die Woche auf dem Speiseplan stehen sollte. Reisst dieser Ratschlag Lücken in die Versorgung, so sollten diese reichlich mit Gemüse jeder Art gefüllt werden. Joghurt und andere Milchprodukte sollten ihren Platz haben und andere Eiweißquellen sind immer willkommen; Nüsse in Maßen sind ratsam, Obst natürlich sowieso.

Und nun die Kohlenhydrate, von Atkins-Jüngern verpönt und in die Ernährungs-Hölle verdammt: definitiv zu Unrecht. Denn sie gehören nicht nur schlicht zu den sogenannten Nährstoffen - der Name legt da sicher schon eine gewisse Notwendigkeit nahe -, sondern bürgen auch für eine ausdauernde Energieversorgung des Körpers, der auf diesen Treibstoff gerne zur Leistungsabgabe zugreifen wird. Natürlich sollte auch hier wohl gewählt werden; unbedingt zu Vollkorn-Produkten greifen, sei es bei Brot, Nudeln oder Müsli, da sollte es keine Kompromisse geben; Mehrkorn ist halt nicht das gleiche. Zugegeben, wird hier ein wenig sinnvoll reduziert, können Fettreserven des Körpers besser angegriffen werden.

Und dann das Fett, tatsächlich auch ein (lebensnotwendiger) Nährstoff; vielleicht merkt man sich anfangs, möglichst ausschließlich auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren zuzugreifen, Olivenöl geht eigentlich immer. Sossen, triefende Nachspeisen und die üblichen Sünder sollten sicher gänzlich gemieden werden, wenn es zumindest auch ums Abnehmen gehen soll. 

 

Aber: das muss ja nicht jeder für sich wollen, gesund hingegen will fast jeder sein, und sich in seiner Haut wohl fühlen, in seinem ganz persönlichen Wunderwerk der Schöpfung.

 

Bildquelle:

http://piqs.de/fotos/32275.html

Fotograf: naliha, Titel: "gesunde Ernährung"

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