Dieser Artikel befasst sich mit einer philosophischen Ansicht zum Thema Bewusstsein und Realität, wobei kein Bezug auf wissenschaftliche Beweiskraft genommen wird.
Geist und Materie verhalten sich symbiotisch

Bewusstsein oder Geist wird als das Feinstoffliche bezeichnet, wobei Materie das Anfassbare darstellt. Doch beide Komponenten sind enger miteinander verbunden als man auf den ersten Blick vermuten würde, denn Materie ist, wie das Wort schon sagt, die sich materialisierte Vorstellung des Geistes. Man sagt deshalb auch, dass Materie nichts anderes als komprimiertes Bewusstsein, also stark zusammengepresste Energie ist. Und da Energie aufgrund des Energieerhaltungsgesetzes nie verloren geht, besteht das Bewusstsein ewig – es war schon immer da und wird aller Wahrscheinlichkeit nach nie aufhören zu existieren.

Materie als Spiegelbild unserer Gedanken - Wahrnehmung erschafft die Realität

Da Materie folglich nicht ohne Geist vorhanden sein kann und das Bewusstsein stetig bestrebt ist, Materie zu erzeugen, verhalten sich beide Energieformen symbiotisch. Materie ist also nur das Spiegelbild unserer Gedanken. Es ist nämlich schon erstaunlich, dass das menschliche Gehirn die gleichen Strukturen aufweist, wie unser materielles Universum. Je mehr wir also über unseren Kosmos in Erfahrung bringen, desto mehr müssen wir Menschen gleichzeitig feststellen, dass wir tiefere Erkenntnisse über unser Selbst erlangen. Wenn wir das Universum beobachten, so beobachten wir nichts anderes als unsere Gedanken.

Erkenntnis (c) by M.Fernholz

Bewusstsein (c) by M.Fernholz

Warum sollte Bewusstsein Materie erzeugen?

Eine berechtigte Frage. Information ist die Antwort. Stellen wir uns doch mal einen Menschen vor, der komplett isoliert ist und von allen Sinnesreizen ferngehalten wird. Diese Person wird, da das Gehirn Informationen benötigt, um materiell zu existieren, Dinge erfinden. Solche entstehenden Halluzinationen hält diese Person dann für real existierend, und wenn die Isolation bestehen bleibt, taucht der jeweilige Mensch immer tiefer in diese Realität hinein, selbst wenn sein Körper aufgrund fehlender Nahrungsaufnahme längst verendet ist. Das Bewusstsein ist folglich außerhalb des Körpers beziehungsweise omnipräsent und formt sich zu einer jeweils neuen Materie; in welcher Form auch immer. Dies entspricht folglich dem Prinzip Xeper (ins Dasein gelangen) der satanischen Philosophie.

Betrachten wir kurz den Traum – selbst dieser ist eine andere Realität, denn in ihm nehmen wir uns auch als Materie wahr und können Ereignisse beeinflussen. Doch wir wissen, dass diese Realität nur aufgrund unserer Gedanken geformt wird.

Warum empfindet sich jeder als individuelles Ich?

Das Beantworten dieser Frage ist gar nicht so schwer. Wie wir schließlich wissen, nehmen wir unsere Realität aufgrund körperlicher Merkmale mit Hilfe unserer fünf Sinne wahr – dem Sehen, dem Hören, dem Riechen, dem Schmecken und dem Tasten. Alle wahrgenommenen Eindrücke werden in unserem Gehirn verarbeitet, woraufhin wir schlussfolgern und Ereignisse erzeugen oder auf Situationen reagieren können. Da wir über unsere Sinneswahrnehmung im Laufe des Lebens individuelle Erfahrungen sammeln, bildet sich das Ich heraus – wir erkennen uns selbst als Individuum. Beim Menschen bildet sich das Ich im Kleinkindalter heraus. Ohne einen Körper gibt es wahrscheinlich auch kein Ich mehr. Sollte also einst der körperliche Tod eintreffen, bestehen wir wieder nur aus dem allumfassenden Bewusstsein; oder materialisieren uns sofort wieder aufs Neue.

Bewusstsein und Realität – ein philosophisches Gedankenspiel

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