Symptome und Stadien

Die Symptome des Burnout sind:

  • Chronische Müdigkeit

  • Schlafmangel durch Einschlafstörungen trotz tiefer Erschöpfung

  • Nervosität

  • Geistige Abwesenheit

  • Schwitzen und/oder Frösteln

  • Keine Lust mehr auf Sex

  • Allgemeine Freudlosigkeit

  • Depressive Grundstimmung

  • Gereiztheit

  • Unfähigkeit abzuschalten

Zu Burnout existieren zahlreiche Definitionen und Stadien/Phasen-Modelle. Eine kürzere Erklärung lautet:

Stadium 1:

Langer Dauerstress und eventuell körperliche Überlastung sorgen dafür, dass Spannkraft, Ausgeglichenheit und Begeisterungsfähigkeit langsam nachlassen. Die starke Anstrengung führt zu einer Vernachlässigung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Die Probleme, die das mit sich bringt, werden geleugnet. Die ersten Befindlichkeitsstörungen, Ängste und Unzufriedenheit schleichen sich ein.

Stadium 2:

Die innere Gereiztheit wird immer stärker und führt im Alltagsleben zu Problemen mit dem Partner, der Familie, den Kollegen und anderen Mitmenschen. Es kommt häufiger zu Konflikten, die ausgebrannte Frau fühlt sich ungerecht behandelt und allein gelassen. Sie kann nicht mehr abschalten und ist anfällig für Alkohol, Drogen oder Medikamente. Es stellen sich zunehmend körperliche Stresserscheinungen ein.

Stadium 3:

Diese Phase ist gekennzeichnet durch das Gefühl der Sinnlosigkeit und Leere. Schon die kleinste Anforderung gerät zur Krise und zieht Erschöpfungszustände nach sich. Die Beziehungen zur Umwelt verändern sich, denn die Betroffenen ziehen sich mehr und mehr in sich zurück. Es sind deutliche Verhaltensänderungen feststellbar – etwa, dass die Frau gleichgültig anderen Menschen gegenüber wird. Ihre innere Leere führt zu Verzweiflung und Depression. Am Ende steht die völlige Erschöpfung. Nichts geht mehr.

Der Film, in dem der Präventivmediziner, Dr. Spitzbart, Informationen zu Burnout gibt, gelten natürlich ebenso für die Vorgänge im weiblichen Körper.

Hilfen aus dem Burnout

  1. Legen Sie mehr kleine Erholungpausen ein und setzen Sie sich in Entspannungsphasen nicht wieder unter Leistungsdruck. Planen Sie jeden Tag bewusst eine bestimmte Zeit für sich ein – und wenn es nur eine halbe Stunde ist.

  2. Reduzieren Sie die Anzahl Ihrer Tätigkeiten und stoppen Sie das Multitasking. Konzentrieren Sie sich immer nur auf eine Sache. Gönnen Sie sich den Luxus, telefonisch nicht erreichbar zu sein und begrenzen Sie bewusst die Zeit, die Sie im Internet surfen. Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Partner und ihre Familie.

  3. Teilen Sie Ihre Aufgaben und Pflichten in kleine Portionen ein. Das schützt vor dem Gefühl der Überlastung. Prüfen Sie, ob alles, was Sie auf dem Tagesplan haben, wirklich nötig, wichtig oder eilig ist. So manches davon können Sie sicher getrost von Ihrer Liste streichen.

  4. Schaffen Sie sich stützende Rituale und strukturieren Sie Ihren Tages- und Wochenablauf. Aktivitäten, die sich in immer gleichem Rhythmus wiederholen, geben Halt, tun gut und helfen Ihnen, sich zu erholen.

  5. Sie sind Herrin Ihrer Zeit. Machen Sie sich das immer wieder deutlich. Sie haben es in der Hand, wie viel Zeit Sie sich selber einräumen. Reduzieren Sie Termine, wo immer möglich und setzen Sie Prioritäten.

  6. Schützen Sie sich vor den Ansprüchen anderer Menschen. Machen Sie sich klar, dass Sie ein Recht auf Ihre eigenen Ansprüche haben und lassen Sie sich nicht zu stark von der Familie oder Freunden in Beschlag nehmen. ''Nein'' zu sagen ist wichtig und kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben.

  7. Schöpfen Sie Kraft aus dem Rhythmus der Natur und gehen Sie so oft wie möglich an die frische Luft. Jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten. Nehmen Sie sie bewusst wahr und genießen Sie sie.

  8. Ernähren Sie sich vitalstoffreich und essen Sie regelmäßig. In Phasen mit zu starkem negativen Stress neigt man häufig dazu, unkontrolliert und falsch zu essen. Fastfood, Süßigkeiten, Zucker, Weißmehlprodukte, Alkohol, Kaffee, führen schnell dazu, dass der Blutzuckerspiegel Höhen-und Tiefflüge macht. Auf Dauer überfordert das die Bauchspeicheldrüse und kann zu Diabetes führen. Blutzucker stabilisierende Lebensmittel sind Vollkornprodukte (Reis, Nudeln, Brot), frisches Obst oder frische grüne Smoothies, kleine Mengen Protein (Geflügel, Milch oder pflanzliche Proteindrinks, Käse, Joghurt, Soja), Nüsse und Samen, frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, fetter Fisch wie Makrele, Sardinen und Lachs.

Bitte beachten Sie, dass Pagewizz-Artikel niemals fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen können.

 

Quelle:

Psychiatrie und Psychotherapie, 3. Auflage 2005, Thieme-Verlag

Fachjournal 'Gesundheit für Frauen' – Psychosomatik -, FID-Verlag



 

Autor seit 4 Jahren
46 Seiten
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