"Es" ist in Europa: Stephen Kings Clown ist unter uns!

Der Horrorfilm "Es" aus dem Jahr 1990, der nach Vorgaben des gleichnamigen Romans von Stephen Kings Roman verfilmt wurde, könnte schuld an der Coulrophobie sein. Es wäre möglich, das viele Jugendliche Stephen Kings Es ("It" im Original) gelesen oder gesehen und somit eine Angst vor Clowns entwickelt haben.

2017 soll Stephen Kings Neuverfilmung von Es" in die Kinos kommen. Dann wird "Clown Pennywise" wieder sein Unheil auf der Leinwand treiben. Der diabolische Kerl mit der roten Nase hat nichts mit einem lustigen Pausenclown, Zirkusclown oder Krankenhausclown gemein. Er sorgt für Panik, Gänsehaut und Horror pur. Doch nicht nur im Horrorfilm … 

Stephen Kings "Pennywise" lebt!

ES - Stephen King

Horrorclowns in Deutschland

Nicht nur in Amerika sind die Gruselclowns unterwegs, um Unheil zu stiften, Jagd auf Menschen zu machen und Kinder zu erschrecken. Die Doppelgänger von Stephen Kings Pennywise haben selbst in Frankreich und Großbritannien Coulrophobie ausgelöst. Ob blutig geschminkt, mit einer Spieluhr in der Hand, bewaffnet oder nicht, Angst lösen die Clowns auf jeden Fall aus.

Die Meldungen über Horrorclowns in Deutschland stiegen in den vergangenen Wochen drastisch an.

  • Am 15.10.2016 gerieten in Wesel (Nordrhein-Westfalen) zwei Männer ins Visier eines Clowns, der mit Pistole und Messer ausgestattet war. Fünf Tage später kam es in Wesel zu einer weiteren Clowns-Attacke mit Kettensäge.
  • Am 19.10.2016 in Bochum (Nordrhein-Westfalen) tauchte in einer Unterführung eine gruslige Clowns-Gestalt mit einem blitzenden Gegenstand (vermutlich ein Messer) auf. Es war in den frühen Abendstunden und im Tunnel waren fünf Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren unterwegs, auf die der Horrorclown zusteuerte. Die Kids ergriffen panisch die Flucht.
  • Am 20.10.2016 war in Essen (Nordrhein-Westfalen) nach 22:00 Uhr eine Person in einem weißen, rot gepunkteten Maleranzug und weißer Maske unterwegs, die einen 26-jährigen Mann mit einer Holzlatte angriff. Jener verpasste dem Gruselclown eine volle Ladung Pfefferspray. Einen Tag darauf, ebenfalls im Essen, wurde eine 17-Jährige von einem Clown erschreckt, die daraufhin nach Hause eilte und die Polizei verständigte.
  • Am selbigen Tag erschreckte in Greifswald ein Gruselclown eine junge Frau an einer Bushaltestelle in den frühen Morgenstunden, die sofort die Flucht ergriff. Der Clown suchte jedoch nicht das Weite, sondern ein neues Opfer. Einen Radfahrer, den er verfolgte. Dann verschwand er so plötzlich, wie er aus dem Gebüsch gegenüber der Bushaltestelle in Essen aufgetaucht war.
  •  Am 20.10.2016 (andere Quellen nennen den 21.10.2016) kam es in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) zu zwei Vorfällen. Ein 15-Jähriger, der in der Frühe auf dem Weg zur Arbeit war, wurde von einem Clown, der ein Messer in der Hand hielt, angegriffen. Dem Jugendlichen gelangt die Flucht. Im zweiten Fall soll der Clown in Rostock einen 19-Jährigen in eine Pfütze geschupst und ihn verletzt haben. Drei weitere Grusel-Clown-Attacken ereigneten sich am 23.10.2016 in Rostock, wo Messer, Morgenstern und Butterflymesser im Spiel gewesen sein sollen.

Im beschaulichen Lüneburg (Niedersachsen), was Drehort der Telenovela "Rote Rosen" ist, trieb am 20.10.2016 ein Clown mit Baseballschläger sein Unwesen. Auch in Sylt (Schleswig-Holstein) sowie in Leipzig, Riesa und Bautzen (Sachsen) waren an jenem Tag Clowns unterwegs, die nicht für Erheiterung sorgten, sondern Angst und Schrecken verbreiteten.

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Deutsche Polizeigewerkschaft fordert härtere Strafen

Die Horrorclown-Serie in Deutschland scheint kein Ende zu nehmen. Liegt es daran, das Halloween vor der Tür steht? Selbst die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) spricht eine Warnung vor den Horrorclowns aus, die sich in deutschen Großstädten ausbreiten und Menschen bewusst in Todesangst versetzen. Rainer Wendt (Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft) fordert rasches Durchgreifen von der Justiz und härtere Strafen für Täter mit Clowns-Maskierung.  

In Wuppertal haben sich unterdessen zwei Grusel Clowns der Polizei gestellt. Es handelte sich dabei um einen elfjährigen und einen vierzehnjährigen Jungen. Gegen den 14-Jährigen wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Kurz vor Halloween - die Nacht der Horrorclowns: Säuberung geplant?

Die Angst vor Clowns (Coulrophobie) nimmt noch ganz andere Dimensionen an. Die Horrormeldungen in den sozialen Netzwerken häufen sich. Dabei geht es nicht nur um die jüngsten Clown-Attacken in Deutschland, die vor Halloween drastisch zunehmen. Von einer sogenannten "Säuberung" ist in dem Zusammenhang die Rede.

Von einer Nacht, in der "alles erlaubt" ist - sogar Mord und Totschlag. So wie im Horrorthriller "The Purge" ("Die Säuberung") aus dem Jahr 2013. Es wird eindringlich darauf hingewiesen, in der Horror-Clown-Nacht "nicht raus zu gehen, die Fenster und Türen zu verriegeln und die Haustiere drinnen zu behalten".

 

 

KreativeSchreibfee, am 25.10.2016
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Tatort Weihnachtsmarkt - die fiesen Tricks der Kleinkriminellen)

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