Monument Valley (Bild: PDPhotos / Pixabay)

Das Monument Valley ist die Heimat der Navajo-Indianer

1923 gründete der staatliche Schafinspektor mit seiner Frau Leone bei ihrer Ansiedlung den Handelsposten "Goulding's Lodge". Heute befindet sich in dem zweistöckigen Gebäude ein historisches Museum. Als Harry 1938 hörte, dass John Ford an einem neuen Western arbeitete, schlug er den Studiobossen vor, den Film im Monument Valley zu drehen. Dadurch wollte er neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Und sein Plan ging auf. Das Tal ist die Heimat der Navajo-Indianer. In ihrer Sprache trägt es den Namen "Tse bil ndisgali".

Das Monument Valley liegt an der Grenze zwischen Arizona und Utah, westlich der Staatsgrenze zu Colorado und New Mexico in der Four-Corners-Region. Die Temperaturen variieren zwischen -3 Grad Celsius im Winter und durchschnittlich 30 Grad Celsius im Sommer. Der Niederschlag beträgt etwa 240 mm im Jahr und fällt teilweise als Schnee. Gewaltige Tafelberge aus Sandstein dominieren das Tal. Wasser und Wind benötigten über 1,5 Millionen Jahre, um das weiche Gestein abzutragen und diese Formationen zu hinterlassen. Die rötliche Farbe der Felsen kommt aus dem im Stein enthaltenden Eisenoxid.

Die Anasazi-Indianer waren die ersten Bewohner des Monument Valley

Früher war das Monument Valley ein riesiges Tieflandbecken. Im Laufe von mehreren hundert Millionen Jahren wurden Schichten über Schichten von Sedimenten aus den Rocky Mountains im Becken abgelagert und verfestigten sich zu Gestein (Sand- und Kalkstein). Von stetigem Druck von unten wurde die Oberfläche ganz allmählich angehoben und das einstige Becken entwickelte sich zu einem 300 Meter hohen Felsplateau. Durch Wind, Regen und wechselnde Temperaturen wurde die Oberfläche des Plateaus zurückgebildet. Dieses Abtragen der harten und weichen Gesteinsschichten schuf die Naturwunder des Monument Valleys.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Anasazi-Indianer die ersten Bewohner des Monument Valleys waren. Vor mehr als 1500 Jahren schufen sie die ersten Felsenhöhlenhäuser. Tausende dieser antiken Pueblos existieren im Südwesten der USA. Einige Navajos behaupten sogar, dass es im Monument Valley Ruinen der Anasazi gäbe, die noch nie ein Weißer gesehen hätte. Um 1400 nach Christus verschwanden die Anasazi. Bis heute konnte nicht genau geklärt werden, welche Ereignisse dazu führten. Wissenschaftler vermuten, das die Handelsverbindung nach Mexiko abbrach. Vielleicht zerstörte auch eine Trockenheit die Felder und beraubte die Indianer ihrer Lebensgrundlage. Aber auch die kriegerischen Apachen und Navajos könnten für das Verschwinden der Anasazi verantwortlich sein.

BerndT, am 20.05.2014
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